Im Gespräch mit Kai Fürderer: Private-Banking-Test 2026 der Regionalbanken

Ganzheitliche Beratung als Erfolgskonzept in anspruchsvollen Zeiten

Anlässlich der Veröffentlichung der Ergebnisse des Private-Banking-Test 2026 spricht Kai Fürderer, Mitglied der Geschäftsleitung der Gesellschaft für Qualitätsprüfung, über die Entwicklung des Beratungs- und Serviceangebots deutscher Regionalbanken im Bereich Private Banking, über Verbraucherschutz, Qualitätskontrolle und die Bedeutung ganzheitlicher Beratung.

Sie führen den Private-Banking-Test seit 2023 jährlich durch. Haben die Ergebnisse in diesem kurzen Abstand überhaupt eine Relevanz?

Fürderer: Ein kurzer Blick auf die Vermögensentwicklung in Deutschland spricht auf jeden Fall dafür. In den letzten Jahren ist das durchschnittliche Haushaltsvermögen deutlich gestiegen. Der Median lag 2023 bereits bei fast 325.000 Euro.

Hinter der Gesamtverteilung steht aber vor allen Dingen eine immer größere Zahl an Haushalten, denen ein frei verfügbares Vermögen von 500.000 Euro und mehr zur Verfügung steht.

Dies sind die potenziellen Anleger, die für Regionalbanken im Bereich Private Banking interessant sind und mit denen sich deshalb auch der Private-Banking-Test 2026 befasst.

Dann ist der Private-Banking-Test also eine Unterstützung bei der Auswahl geeigneter Dienstleister. Ist da eine jährliche Neuauflage erforderlich?

Fürderer: Das Banken-Ökosystem befindet sich schon seit einigen Jahren im radikalen Wandel. Im Extremfall werden in älteren Tests Regionalbanken bewertet, die es schon ein Jahr später nicht mehr gibt. Allein im Laufe des Jahres 2024 sind auf diesem Wege mehr als 1.600 Bankfilialen und auch zahlreiche Regionalbanken (im Zusammenhang mit Fusionen) verschwunden.

Darüber hinaus entwickelt sich der Finanzmarkt immer schneller, was auch die Regionalbanken im Bereich Private Banking dazu zwingt, starke Anstrengungen zu unternehmen, um am Ball zu bleiben. Da kann sich innerhalb eines Jahres sehr viel verändern, zum Positiven wie auch zum Negativen.

Der jährliche Private-Banking-Test trägt dieser konkreten Entwicklung Rechnung und bietet Endkunden die Möglichkeiten, sich darüber zu informieren, welche Institute diese beeindruckenden Ergebnisse nachhaltig zu leisten im Stande sind.

Haben die Banken dann sogar Angst vor Ihrem kritischen Urteil?

Fürderer: Den Eindruck habe ich nicht. Zumal es nicht unser Bestreben ist, Banken, denen der Private-Banking-Test vielleicht nicht in allen Bereichen Höchstleistung bescheinigt, an den Pranger zu stellen.

Im Gegenteil ist unser oberstes Ansinnen, herausragende Leistung in Beratungs- und Servicequalität herauszustellen und zu würdigen. Durch die jährliche Bewertung liefern wir damit gleichzeitig ein für die Banken wertvolles Monitoring-Instrument.

Banken, die sich im Vergleich zum Vorjahr verbessern konnten, erhalten Anerkennung für ihre Leistungssteigerung. Solche die im Ranking Rückschritte zeigen, haben Gelegenheit, sich selbst kritisch zu hinterfragen und nachzusteuern, um im nächsten Jahr wieder besser abzuschneiden.

Sind die einzelnen Tests denn jeweils 1:1 vergleichbar?

Fürderer: Die Methodik, die dem Private-Banking-Test 2026 zugrundliegt, hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Insofern: ja, die Ergebnisse sind vollständig vergleichbar.

Auch in diesem Jahr haben unsere qualifizierten Testkunden den Kontakt zu Regionalbanken gesucht und eine Erstberatung via Telefon oder Video-Call in Anspruch genommen. Dabei haben sie angegeben, eine Summe von mindestens 500.000 Euro anlegen zu wollen.

Weitere Rahmenbedingungen waren eine Renditeerwartung von mindestens 6 % nach Abzug der Kosten sowie eine Begrenzung risikoreicher Investments im Portfolio.

Reicht eine Erstberatung denn aus, um die Beratungsqualität einer Bank zu bewerten?

Fürderer: Die erste (umfassende) Beratung ist bei solchen Anlagevolumen natürlich nur ein erster, kleiner Schritt. Trotzdem lassen sich hier bereits grundlegende Fragen nach der Service- und Beratungsqualität beantworten.

Anders ausgedrückt: Wer bei der ersten Kontaktaufnahme nicht überzeugt, der bekommt selten die Chance, sich weiter zu beweisen und hat sie vielleicht auch nicht verdient. Die Fragen im Erstgespräch sind maßgeblich für die anschließende Beratungsqualität, die der Kunde erleben kann bzw. wird.

Wie sieht demnach eine gute oder sogar überdurchschnittliche Erstberatung aus?

Fürderer: Der zentrale Maßstab für die Bewertung der Leistung der Regionalbanken im Private-Banking-Test 2026 war das Idealbild einer ganzheitlichen Beratung. Schon im Erstgespräch sollte erkennbar sein, dass es dem Gesprächspartner nicht darum geht, möglichst schnell Produkte mit hohen Provisionen zu verkaufen. Insofern sollte das Erstgespräch aktiv genutzt werden, um die persönliche Situation des potenziellen Investors auszuleuchten.

Wie sieht die individuelle finanzielle Situation aus? Was wurde vielleicht schon im Bereich Vorsorge und Risikoabsicherung unternommen und wo sind noch Lücken, die berücksichtigt werden sollten? Dabei sollten die Anlageziele und Präferenzen zwar grundsätzlich berücksichtigt, aber auch kritisch hinterfragt, werden.

Eine Beratung, die dem Kunden sprichwörtlich nach dem Mund redet und dabei Risiken ignoriert und Potenziale ausblendet, erscheint nur auf den ersten Blick bedarfsgerecht.

Der Private-Banking-Test prämiert „Exzellente Qualität“. Wie lässt sich diese in Noten bewerten?

Fürderer: Unsere Testkunden nutzen zur Dokumentation der Beratungsgespräche einen standardisierten Fragebogen.

Dieser Fragenkatalog ist das Ergebnis unserer langjährigen Erfahrung als Testinstitut und der fachkundigen Auseinandersetzung mit dem Thema Private Banking bzw. vermögende Kunden. Mittels eines strukturierten Auswertungsbogens werden die Ergebnisse in vergleichbare Noten übertragen. Dies geschieht in drei Kategorien: der Beratungsqualität, der Servicequalität und dem gesondert durchgeführten Digital-Check.

Mit den ersten beiden Kategorien bewerten wir die konkrete Erstberatung, sowohl im Hinblick auf die gesuchte ganzheitliche Beratung als auch die übergeordnete Leistung im Kundenservice. Während die Bewertung der Beratungsqualität Aspekte wie Tiefe, Relevanz und Kundenzentrierung berücksichtigt, konzentriert sich die Frage nach Servicequalität auf Freundlichkeit und organisatorische Kompetenz.

Da die Beratungsqualität im Vordergrund steht, fließen die Ergebnisse in diesem Bereich mit 50 % in das Gesamtergebnis ein. Trotzdem geht es nicht nur um Fachkompetenz, weshalb der Service immerhin 20 % der Endnote ausmacht.
Mit dem Digital-Check eröffnet der Private-Banking-Test eine zusätzliche Perspektive. Immer mehr Anleger, insbesondere der jüngeren „digitalen“ Generationen, suchen als erstes gezielt im Internet nach Informationen, noch bevor sie überhaupt mit Anbietern in Kontakt treten.

Hier müssen Regionalbanken präsent sein und mit einem leicht zugänglichen, thematisch relevanten und qualitativ hochwertigen Angebot überzeugen. Die Website ist hier buchstäblich eine Visitenkarte, die einen ersten Eindruck vermitteln kann, was Interessenten von einer Beratung erwarten können.

Darüber hinaus wünschen sich viele Kunden vor und während einer Zusammenarbeit ein niedrigschwelliges digitales Serviceangebot, von der Online-Terminvereinbarung bis hin zum digitalen Dokumentenaustausch.

Wer das heute nicht anbieten kann, verliert schnell den Zugang zu attraktiven Zielgruppen. Deshalb fließen die Ergebnisse des Digital-Check mit 30 % in das Gesamtergebnis ein.

Am Ende steht so eine klassische dezimale Schulnote, mit der die Leistung der einzelnen Testkandidaten präzise bewertet werden kann und optimal vergleichbar ist.

So viel zur Theorie. Welche Erkenntnisse liefern die aktuellen Ergebnisse aus dem Private-Banking-Test 2026

Fürderer: Wir haben wieder zahlreiche herausragende Beratungsgespräche mit engagierten Beraterinnen und Beratern erlebt. Diese Regionalbanken dürfen sich zurecht über das Prädikat „Exzellente Beratungsqualität 2026“ freuen.

Insgesamt haben wir bei den Top-Banken im Durchschnitt längere Gespräche als im Vorjahr erlebt und es wurden auch mehr Bedarfe erkannt bzw. angesprochen.

Damit liegt der Grund in den längeren Beratungszeiten in der Zunahme der Qualität, was sich auch in den Noten entsprechend niederschlägt.

In dem folgenden Beitrag finden Sie bereits die ausgezeichneten Banken im „Private-Banking-Test 2026“ (Regionalbanken).

 

Fotoquelle: Shutterstock 493421305; Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH

Aktuelle Ergebnisse aus dem Private-Banking-Test 2026 (Regionalbanken)

Ergebnislisten der EXZELLENTEN Anbieter nach Bundesland bzw. Region aus dem Bankentest „Private-Banking-Test 2026 (Regionalbanken)“:

Lfd. Nr. Name des Anbieters Gesamtnote
1 Kreissparkasse Ravensburg 1,00
2 Sparkasse Ulm 1,08
3 Kreissparkasse Reutlingen 1,12
4 Sparkasse Karlsruhe 1,13
5 Kreissparkasse Freudenstadt 1,25
Kreissparkasse Heidenheim 1,25
Sparkasse Kraichgau Bruchsal-Bretten-Sinsheim 1,25
Volksbank Kraichgau eG 1,25
6 Sparkasse Schwarzwald-Baar 1,48
7 Volksbank pur eG 1,49
8 Kreissparkasse Ludwigsburg 1,50
9 Volksbank Breisgau Nord eG 1,52
10 Kreissparkasse Ostalb 1,61
11 Kreissparkasse Heilbronn 1,65
12 Volksbank Mittlerer Neckar eG 1,74
13 Volksbank Göppingen eG 1,85
14 Volksbank Stuttgart eG 1,89
15 VR-Bank Ostalb eG 1,93
Lfd. Nr. Name des Anbieters Gesamtnote
1 Sparkasse Ansbach 1,25
Sparkasse Bamberg 1,25
2 Sparkasse Aschaffenburg Miltenberg 1,32
3 Volksbank Raiffeisenbank Bayern Mitte eG 1,37
4 Sparkasse Forchheim 1,57
5 Raiffeisenbank Straubing eG 1,60
6 Sparkasse Ingolstadt Eichstätt 1,62
Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg 1,62
7 Sparkasse Schweinfurt-Haßberge 1,68
8 Sparkasse Nürnberg 1,74
9 Sparkasse Mainfranken Würzburg 1,93
10 VR-Bank Rottal-Inn eG 1,97
11 Kreis -und Stadtsparkasse Erding – Dorfen 1,98
Lfd. Nr. Name des Anbieters Gesamtnote
1 Frankfurter Sparkasse 1,12
2 VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG 1,20
3 Kasseler Sparkasse 1,33
Sparkasse Marburg-Biedenkopf 1,33
Sparkasse Bensheim 1,33
4 VR Bank RheinAhrEifel eG 1,45
5 Wiesbadener Volksbank eG 1,48
6 Sparkasse Hanau 1,49
7 Sparkasse Werra-Meißner 1,53
Vereinigte VR Bank Kur- und Rheinpfalz eG 1,53
Sparkasse Kaiserslautern 1,53
8 Frankfurter Volksbank Rhein/Main eG 1,56
9 Sparkasse Oberhessen 1,58
10 Sparkasse Trier 1,60
11 VR Bank Südpfalz eG 1,62
12 Nassauische Sparkasse 1,77
13 Rheinhessen Sparkasse 1,98
Lfd. Nr. Name des Anbieters Gesamtnote
1 Volksbank Hameln-Stadthagen eG 1,25
2 Sparkasse Göttingen 1,37
3 Sparkasse Hannover 1,73
4 Sparkasse Osnabrück 1,74
5 Kreissparkasse Melle 1,78
6 Volksbank Lüneburger Heide eG 1,89
Lfd. Nr. Name des Anbieters Gesamtnote
1 Hamburger Sparkasse AG 1,37
2 Förde Sparkasse 1,46
3 Sparkasse zu Lübeck AG 1,89
4 Nord-Ostsee Sparkasse 1,93
Lfd. Nr. Name des Anbieters Gesamtnote
1 Sparkasse Hellweg-Lippe  1,24
2 Sparkasse Bielefeld 1,25
3 GENO BANK ESSEN eG 1,32
4 Sparkasse KölnBonn 1,38
5 Sparkasse Essen 1,45
6 Sparkasse Dortmund 1,48
7 Sparkasse Rhein-Nahe 1,53
8 Sparkasse Bochum 1,60
9 Bank im Bistum Essen eG 1,61
Volksbank im Rheinland eG 1,61
10 Volksbank Köln Bonn eG 1,65
11 Volksbank im Münsterland eG 1,89
12 Sparkasse Herford 1,97
Lfd. Nr. Name des Anbieters Gesamtnote
1 Berliner Sparkasse 1,24
2 Saalesparkasse 1,25
3 Sparkasse Vorpommern 1,36
4 Stadt- und Kreissparkasse Leipzig 1,98

Private-Banking-Test 2026 – Regionalbanken erneut auf dem Prüfstand

Mit dem Private-Banking-Test 2026 stellt die Gesellschaft für Qualitätsprüfung die Leistungsfähigkeit von Regionalbanken in der Beratung und im Service erneut auf die Probe. Damit liefert das unabhängige Testinstitut Privatanlegern eine Orientierungshilfe auf der Suche nach einem kompetenten Partner für die individuellen Anlageprojekte und hält gleichzeitig den Regionalbanken sprichwörtlich den Spiegel vor.

Der Private-Banking-Test 2026 unterstreicht überdurchschnittliche Leistungen in Beratungs- und Servicequalität und verdeutlicht ungenutztes Potenzial. Damit ist der Private-Banking-Test, neben anderen beliebten Formaten der Gesellschaft für Qualitätsprüfung, wie den Bankentests „BESTE BANK vor Ort“, „SEHR GUT in der Baufinanzierung“ und dem Young Finance Award, ein etabliertes Instrument des Verbraucherschutzes und der Qualitätssicherung u.a. in der Beratung durch Regionalbanken.

Private Banking – auch im Jahr 2026 mehr als ein kurzlebiges Trend-Thema

Das aktuell noch junge Jahr 2026 präsentiert sich – auch für Regionalbanken – mit einer Vielzahl alter und neuer Herausforderungen. Das beschleunigte Fortschreiten des Bankensterbens, war auch im vergangenen Jahr 2025, mit mehr als 1.500 zusätzlich geschlossenen Bankfilialen, nicht nur ein sprichwörtliches Damoklesschwert für Großbanken.

Darüber hinaus sind sinkende Ertragskraft, Margendruck, regulatorische Verschärfung und technologische Disruption u.a. durch KI-Themen, die Regionalbanken im Jahr 2026 und darüber hinaus auf Trab halten werden.

Der Geschäftsbereich Private Banking präsentiert sich in diesem Umfeld als wichtiger Wachstumsmotor und Ertragsbringer. Zinsunabhängige Provisionserträge und die Bindung attraktiver Kundensegmente sind Grund genug, das Private Banking als zunehmend als zentralen Wettbewerbsfaktor zu bewerten.

Gleichzeitig steigen auch die Anforderungen an die Beratungsqualität, die Regionalbanken im Private Banking präsentieren. Außerdem sind Regionalbanken gefordert, beim Thema Private Banking inhaltlich den Anschluss u.a. an digitale Angebote nicht zu verlieren und sich aktiv mit aktuellen Trends (von ETF über Edelmetalle bis Bitcoin) zu befassen.

Private-Banking-Test 2026: auf der Suche nach Höchstleistung in ganzheitlicher Beratung

Wie schon im letzten Jahr bewertet der Private-Banking-Test 2026 die Leistung der Regionalbanken im Testfeld in Hinblick auf eine ganzheitliche Beratung. Die Erwartung an ausgezeichnete Leistung im Private Banking geht damit über eine kompetente Beratung zu einzelnen Finanzmarktprodukten bzw. zur Vermögensverwaltung hinaus.

Um es auf die vordersten Plätze im Ranking der Besten im Private-Banking-Test 2026 zu schaffen, müssen Regionalbanken umfassend beraten.

Das heißt, eine Beratung erfasst die individuelle Lebenssituation des Kunden, berücksichtigt eine langfristige Vermögensplanung und bezieht steuerliche sowie rechtliche Rahmenbedingungen in die Planung mit ein. Darüber hinaus sind Aspekte des Risikomanagements genauso zentraler Bestandteil eines Anlagekonzeptes wie auch der Blick in die Zukunft, in Bezug auf den generationsübergreifenden Vermögenserhalt und Vermögensaufbau.

Dabei baut die Beratung zu jedem Zeitpunkt gezielt Vertrauen auf und berücksichtigt das für eine vermögende Zielgruppe wichtige Bedürfnis nach Diskretion, Wertschätzung und individueller Betreuung.

Langfristig vergleichbare Ergebnisse durch konstante Methodik

Auch methodisch setzt die Gesellschaft für Qualitätsprüfung beim Private-Banking-Test 2026 auf Kontinuität: Das Testverfahren wurde gegenüber dem Vorjahr nicht maßgeblich verändert und erlaubt somit nicht zuletzt auch einen historischen Leistungsvergleich und damit eine Einschätzung des kontinuierlichen Engagements der bewerteten Banken. Für diese entwickelt sich das jährliche Abschneiden als Messlatte für erbrachte Leistungen und ist gleichzeitig Ansporn für die Zukunft.

Grundlage für die Bewertung der Beratungs- und Servicequalität der Regionalbanken im Private-Banking-Test 2026 waren erneut die dokumentierten Erfahrungen professioneller Testkunden der Gesellschaft für Qualitätsprüfung. Im Rahmen einer ersten Beratung per Telefon oder Video-Call stellen sich diese als potenzielle Anleger vor, die mindestens 500.000 Euro anlegen wollen.

Darüber hinaus charakterisierte diese fiktive Kunden-Persona eine konkrete Renditeerwartung von mind. 6 % (nach Kosten und vor Steuern) p.a. sowie eine Begrenzung des Anteils riskanter Investitionen am Gesamtportfolio auf max. 75 %. Diese Merkmale bilden den Rahmen für den standardisierten Frage- und Analysebogen über den die Ergebnisse des Private-Banking-Test 2026 ermittelt wurden.

Im Anschluss an die Erstberatung bewerteten die Testkunden deren inhaltliche Qualität in Hinblick auf die gefragte ganzheitliche Beratung, die idealerweise auch die vorgegebenen Rahmenbedingungen kritisch hinterfragen sollte.

Bei der Qualität geht es sowohl um den konkreten Kundenwunsch bzw. das Interesse an einer Vermögensverwaltung als auch um die ganzheitliche Perspektive von wesentlichen weiteren Bedarfsfeldern (von dem Immobilienmanagement über die Generationenberatung bis hin zur Finanzplanung o.a.).

Darüber hinaus wurde die übergeordnete Servicequalität bewertet. Dabei flossen Merkmale wie Freundlichkeit, professionelles Auftreten und der grundlegende Ablauf der Terminvereinbarung in die Bewertung ein. Entsprechend ihrer Relevanz wurden beide Testinstanzen unterschiedlich gewichtet: Die Beratungsqualität (inkl. der Kundenorientierung) macht 50 % aus, während die Servicequalität (inkl. der Nachbetreuung) mit 20 % in das Gesamtergebnis einfloss.

Die in der Gesamtbewertung verbliebenen 30 % entfallen auf den aus anderen Testformaten der Gesellschaft für Qualitätsprüfung bewährten Digital-Check. Mit ihm prüft und bewertet der Private-Banking-Test 2026 das digitale Angebot der Regionalbanken im Test und berücksichtigt damit das wachsende Interesse der Verbraucher an niedrigschwellig zugänglichen, bedienerfreundlichen digitalen Informationen und Serviceleistungen. Im Zentrum steht hierbei die Website der Banken.

Der Digital-Check bewertet den Gesamteindruck in Fragen der Usability, die Auffindbarkeit thematisch relevanter Informationen sowie das Angebot an digitalen Dienstleistungen, wie zum Beispiel zum Thema „Vermögensverwaltung“.

Die Ergebnisse des Private-Banking-Test 2026

Die diesjährige Untersuchung basiert auf der Auswertung aus dem Vorjahr und hat die Anbieter mit einem exzellenten Ersteindruck einer weiteren Prüfung unterzogen. Unsere Überzeugung ist, dass echte Beratung mit den richtigen Fragen beginnt.

Um diese Aspekte objektiv zu erfassen, wurde wieder eine umfassende Analyse durchgeführt, bei der 116 Regionalbanken im direkten Beratungskontakt untersucht wurden. Vor dem Hintergrund haben wir von Januar bis März 2026 umfangreiche Beratungsgespräche geführt.

Die Bewertung erfolgt anhand der o.g. fünf zentralen Einzelkategorien, die gewichtet zu einer Gesamtnote zusammengeführt werden und ein umfassendes Bild der Beratungs- und Servicequalität im Private Banking abbilden.

Insgesamt erhielten 75 Regionalbanken die Gesamtnote besser als 2,0. Diese Institute gelten als herausragende Dienstleister im Bereich Private Banking und erhalten das Prädikat „Exzellente Beratungsqualität“. Diese Anbieter bzw. deren Ergebnisse werden in den folgenden Regionen veröffentlicht. Dabei ist der Sitz des jeweiligen Kreditinstituts relevant bzw. der Ort, an dem das Beratungsgespräch geführt wurde.

Die Ergebnisse gliedern sich nach Bundesländern bzw. Regionen:

  • Baden-Württemberg 18 Top-Anbieter
  • Bayern – 13 Top-Anbieter
  • Mitte (Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland) – 17 Top-Anbieter
  • Niedersachsen – 6 Top-Anbieter
  • Nord (Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen) – 4 Top-Anbieter
  • Nordrhein-Westfalen – 13 Top-Anbieter
  • Ost (inkl. Berlin, neue Bundesländer) – 4 Top-Anbieter

Die Sortierung erfolgt nach der Endnote bzw. bei gleicher Note ist die Sortierung zufällig, da es sich bei dem Prädikat „Exzellente Beratungsqualität 2026“ – in der Darstellung je Region – nicht um ein „klassisches Ranking“ handelt.

In der beigefügten Ergebnisspräsentation sind die Top-Anbieter je Bundesland bzw. Region mit einer fortlaufenden Nummerierung dargestellt:
Präsentation_2026_EXZELLENT im PRIVATE BANKING_bundesweit

Top Vermögensverwalter aus dem Private-Banking-Test 2026

Die Top-Anbieter des Private-Banking-Tests 2026. Alle Anbieter, die eine Gesamtnote von mindestens 2,0 erreicht haben.

 

Lfd. Nr. Name des Anbieters Gesamtnote
1 Pegasos Capital GmbH 1,00
2 Capitell Vermögens-Management AG 1,12
Eyb & Wallwitz Vermögensmanagement GmbH 1,12
Fisher Investments GmbH 1,12
Flossbach von Storch SE 1,12
Franz Martz & Söhne Private Treuhand GmbH 1,12
Gerd Kommer Invest GmbH 1,12
HRK LUNIS AG 1,12
Mademann & Kollegen GmbH 1,12
Plutos Vermögensverwaltung AG 1,12
V.M.Z. Vermögens Verwaltungsgesellschaft DR. MARKUS  C. ZSCHABER mbH 1,12
Value Experts Vermögensverwaltungs AG 1,12
3 Breidenbach von Schlieffen & Co. GmbH 1,30
Freiburger Vermögensmanagment GmbH 1,30
Habbel, Pohlig & Partner Institut für Bank und Wirtschaftsberatung GmbH 1,30
Kidron Vermögensverwaltung GmbH 1,30
VZ VermögensZentrum Bank AG 1,30
4 Asset Concepts GmbH 1,38
FIVV (FinanzInformation & VermögensVerwaltung ) AG 1,38
5 STRATAV Vermögensverwaltung GmbH 1,47
TOP Vermögensverwaltung AG 1,47
6 BV & P Vermögen AG 1,50
e / r / w / Vermögensmanagement GmbH 1,50
MAIESTAS Vermögensmanagement AG 1,50
nowinta Investmentservice GmbH 1,50
Rhein Asset Management S. A. 1,50
Source For Alpha AG 1,50
7 DAGG INVEST GmbH 1,52
8 PARTNERS VermögensManagement AG 1,65
PEH Wertpapier AG 1,65
9 AXIA Asset Management GmbH 1,67
EV Digital Invest AG 1,67
LIQID Investments GmbH 1,67
Salm-Salm & Partner GmbH 1,67
10 CONSULTING TEAM Vermögensverwaltung AG 1,77
11 Dolphinvest Consulting GmbH 1,87

Private-Banking-Test 2026 – Gesellschaft für Qualitätsprüfung fühlt unabhängigen Vermögensverwaltern auf den Zahn

Im Private-Banking-Test 2026 sucht die Gesellschaft für Qualitätsprüfung einmal mehr nach „exzellenter Beratungsqualität“ unter unabhängigen Vermögensverwaltern. Auf der Grundlage fachkundig entwickelter und systematisch geprüfter Qualitätskriterien fällt der Test ein objektives und für Verbraucher richtungsweisendes Urteil.

Mit den Bankentests „BESTE BANK vor Ort“ und „SEHR GUT in der Baufinanzierung“ leistet die Gesellschaft für Qualitätsprüfung einen wertvollen Beitrag bei der individuellen Suche nach einem Finanzdienstleister für die alltägliche Kontoführung oder die Finanzierung des Traums von der eigenen Immobilie. Gleichzeitig dienen die Auszeichnungen durch das renommierte Testinstitut den anonym geprüften Anbietern als objektive Qualitätsprüfung, als wettbewerbsrelevante Anerkennung herausragender Leistung oder auch als Ansporn, die eigene Leistung weiter zu verbessern.

Vermögensverwalter müssen sich in der Praxis beweisen

Der diesjährige Private-Banking-Test konzentriert sich bei der Suche nach exzellenter Beratungsqualität auf unabhängige Vermögensverwalter.

Die Studie zur Beratungsqualität basiert für das Jahr 2026 auf der Auswertung „Digital Champions 2025“ (mit 111 zugrundeliegenden Vermögensverwaltern) und hat die Anbieter mit einem exzellenten digitalen Ersteindruck einer weiteren Prüfung unterzogen.

„Unsere Überzeugung ist, dass echte Beratung mit den richtigen Fragen beginnt. Um diese Aspekte objektiv zu erfassen, wurde eine umfassende Analyse durchgeführt, bei der unabhängige Vermögensverwalter im direkten Beratungskontakt untersucht wurden. Vor dem Hintergrund haben wir von April bis November 2025 umfangreiche Beratungsgespräche geführt“, stellt Kai Fürderer – Mitglied der Geschäftsleitung der Gesellschaft für Qualitätsprüfung – klar.

Hierbei bedient sich die Gesellschaft für Qualitätsprüfung der auch aus ihren anderen Testserien bewährten Methodik: Anonyme Testkunden vereinbaren eine Beratung und bewerten anhand eines standardisierten Fragebogens ihre Eindrücke, von der ersten Kontaktaufnahme, über die Beratung, bis zur Nachbetreuung bei den verschiedenen Anbietern.

Die Auswahl der Testkunden aus einem Pool erfahrener Brancheninsider garantiert dabei ein fachkundiges Urteil und der standardisierte Frage- und Analysebogen eine gerechte und objektive Bewertung.

Systematische Prüfung liefert zuverlässige, objektive Ergebnisse

Für eine umfassende Bewertung der Gesamtleistung der geprüften Vermögensverwalter unterteilt der Private-Banking-Test die Analyse der Test-Beratungen in vier Hauptkategorien (Testschwerpunkte).

Jede Kategorie fließt mit einer individuellen Gewichtung in das Endergebnis ein. Die Gewichtung bildet dabei die Schwerpunkte ab, die Verbraucher erfahrungsgemäß mehrheitlich bei einer individuellen Beurteilung ansetzen.
Sie ist Teil der aufwendigen Gestaltung der Testmethodik, in der die Gesellschaft für Qualitätsprüfung fachliches Know-how mit zusätzlichen Erhebungen, zum Beispiel mit regelmäßigen Verbraucherbefragungen, verbindet.

Der Private Banking-Test stellt hohe Anforderungen an Exzellenz

Nach der Auswertung aller Fragebögen bewertet die Gesellschaft für Qualitätsprüfung die Leistung der einzelnen Vermögensverwalter und vergibt im Rahmen des „Private-Banking-Test 2026“ die Auszeichnung „Exzellente Beratungsqualität“ an die Anbieter, die im Gesamtergebnis durch herausragende Service- und Beratungsqualität sowie Kundenorientierung überzeugt haben.

Die Ergebnisse des Private-Banking-Test 2026 mit den besten Vermögensverwaltern bundesweit stehen ab sofort auf der Webseite der Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH zur Verfügung bzw. werden in der Ergebnistabelle dargestellt.
Präsentation_2026_EXZELLENT im PRIVATE BANKING_Vermögensverwalter

Die Auszeichnung „EXZELLENTE BERATUNGSQUALITÄT“ bezieht sich auf die Gesamtnote (inkl. aller Kategorien und deren Gewichtung) und setzt ein Ergebnis von besser als die Note 2,0 voraus. Dies haben insgesamt 36 Vermögensverwalter erreicht, denen wir hiermit recht herzlich gratulieren.

Anmerkung zu der Ergebnisdarstellung: Die Sortierung erfolgt nach der Endnote bzw. bei gleicher Note ist die Sortierung zufällig, da es sich bei dem Prädikat „Exzellente Beratungsqualität 2026“ nicht um ein „klassisches Ranking“ handelt. Deshalb werden die Top-Anbieter mit einer fortlaufenden Nummerierung dargestellt.

In einem aktuellen Bericht zu diesem Testformat berichtet das „private banking magazin“.
Den aktuellen Bericht finden Sie hier.

Ganzheitliche Analyse der Beratungs- und Servicequalität in der privaten Vermögensverwaltung

Ganzheitliche Analyse der Beratungs- und Servicequalität in der privaten Vermögensverwaltung. Weil echte Beratung mit den richtigen Fragen beginnt.

Die Entscheidung für einen geeigneten Partner in der privaten Vermögensverwaltung zählt zu den wichtigsten finanziellen Weichenstellungen vermögender Privatkunden. Angesichts eines Anlagevolumens von rund einer Million Euro erwarten diese Kunden nicht nur attraktive Renditen, sondern vor allem ein hohes Maß an Beratungsqualität, Transparenz und Nachhaltigkeit in der Betreuung. Um diese Aspekte objektiv zu erfassen, wurde eine umfassende Analyse durchgeführt, bei der unabhängige Vermögensverwalter im direkten Beratungskontakt untersucht wurden.

Methodik

Die Studie zur Beratungsqualität basiert für das Jahr 2026 auf der Auswertung „Digital Champions 2025“ und hat die Anbieter mit einem exzellenten digitalen Ersteindruck einer weiteren Prüfung unterzogen. Unsere Überzeugung ist, dass echte Beratung mit den richtigen Fragen beginnt. Um diese Aspekte objektiv zu erfassen, wurde eine umfassende Analyse durchgeführt, bei der unabhängige Vermögensverwalter im direkten Beratungskontakt untersucht wurden. Vor dem Hintergrund haben wir von April bis November 2025 umfangreiche Beratungsgespräche geführt.

Wir veröffentlichen die Studie „Vermögensverwalter mit exzellenter Beratungsqualität“ in der Woche ab dem 12. Januar 2026 u.a. auf der Internetpräsenz des Handelsblatts und auch auf unserer neuen Private Banking-Landingpage. Die Untersuchung basierte auf realitätsnahen Beratungssituationen. Ausgangspunkt war stets die Anfrage eines potenziellen Neukunden mit dem Anliegen, eine geeignete Lösung für die Verwaltung von einem Vermögen in Höhe von einer Million Euro zu finden. Die Qualität der Dienstleistung wurde dabei entlang der gesamten Customer Journey bewertet:

  • Terminvereinbarung: Erreichbarkeit, Verbindlichkeit und Professionalität bei der ersten Kontaktaufnahme.
  • Bedarfsanalyse: Umfang und Tiefe der Fragen zu Zielen, Risikobereitschaft, Liquiditätsanforderungen sowie persönlichen Lebensumständen.
  • Beratungsgespräch: Verständlichkeit der Konzepte, Transparenz der Kosten, Plausibilität der Anlagestrategien sowie Individualisierung der Vorschläge.
  • Nachbetreuung: Vereinbarung von Folgeterminen, Dokumentation der Ergebnisse und Verbindlichkeit im weiteren Prozess.

Ergebnisse

Die Auswertung zeigte deutliche Unterschiede in der Beratungs- und Servicequalität. Einige Anbieter überzeugten durch eine strukturierte und ganzheitliche Bedarfsanalyse, die über die reine Vermögensanlage hinausging und Themen wie Nachfolgeplanung oder Absicherung einbezog.

Andere Institute beschränkten sich auf die Darstellung von Standardportfolios, ohne individuell auf die Lebenssituation des Kunden einzugehen. Besonders positiv fiel auf, wenn Berater eine klare Agenda für den weiteren Prozess vorstellten und die Nachbetreuung aktiv gestalteten.

Fazit

Eine exzellente Vermögensverwaltung ist weit mehr als die reine Kapitalanlage. Sie zeichnet sich durch einen ganzheitlichen Beratungsansatz aus, der von der ersten Kontaktaufnahme über die individuelle Analyse bis hin zur verbindlichen Nachbetreuung reicht.

Die Untersuchung zeigt, dass es für Kunden entscheidend ist, die Qualität des Beratungsprozesses ebenso kritisch zu hinterfragen wie die vorgeschlagenen Anlageprodukte. Denn nur dort, wo Struktur, Transparenz und Verbindlichkeit spürbar sind, entsteht langfristiges Vertrauen – die wichtigste Währung in der Vermögensverwaltung.

Die Ergebnisse werden am 13. Januar 2026 auf unserer Homepage veröffentlicht.

 

Fotoquelle: Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH

Ergebnisbericht: Digital Champions 2025 – Online-Präsenz unabhängiger Vermögensverwalter im Fokus

Die Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH hat im Rahmen der Studie „Digital Champions 2025“ die Online-Präsenz von 111 unabhängigen Vermögensverwaltern in Deutschland umfassend analysiert.

Ziel war es, die digitale Sichtbarkeit und Informationsqualität dieser Anbieter aus Kundensicht zu bewerten. (Digital Champions 2025 – Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH)

Studienaufbau und Bewertungskriterien

Die Untersuchung basiert auf einem erweiterten Digital-Check, der fünf Hauptkategorien umfasst:

  1. Allgemeine Website-Informationen (35 %): Bewertet wurden unter anderem die Übersichtlichkeit der Leistungen, Kontaktmöglichkeiten, Informationen zu Ansprechpartnern, aktuelle Publikationen sowie das Angebot eines Newsletters. (Private Banking – Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH)
  2. Spezifische Informationen zur Vermögensverwaltung (35 %): Hierzu zählen die Darstellung von Anlagestrategien, Asset Allocation, Anlagehorizont, erwartete bzw. historische Renditen, Verlusttragfähigkeit sowie Alleinstellungsmerkmale und digitale Anlagemöglichkeiten.
  3. Präsenz auf LinkedIn und Instagram (jeweils 10 %): Untersucht wurden das Vorhandensein von Profilen, die Vollständigkeit der Informationen und die aktive Gestaltung von Inhalten.
  4. Weitere Social-Media-Kanäle und Next-Gen-Angebote (10 %): Bewertet wurden Aktivitäten auf Plattformen wie YouTube, Facebook und TikTok sowie speziell auf jüngere Zielgruppen zugeschnittene Informationsangebote.

Die Bewertung erfolgte rein quantitativ, basierend auf dem Vorhandensein relevanter Merkmale, wie beispielsweise spezifischer Informationsrubriken auf der Website oder Social-Media-Beiträge aus den letzten zwölf Monaten.

Ergebnisse und Auszeichnungen

Von den 111 untersuchten Vermögensverwaltern erreichten 48 Anbieter eine Gesamtpunktzahl von mindestens 70 von 100 möglichen Punkten und wurden mit dem Prädikat „Exzellente Qualität“ für ihren Online-Auftritt ausgezeichnet.

Kai Fürderer, Mitglied der Geschäftsführung der Gesellschaft für Qualitätsprüfung, betont:
„Mit ‚Digital Champions 2025‘ bieten wir eine umfassende Bewertung des Online-Angebots der untersuchten Vermögensverwalter. Damit ersparen wir zum einen dem Verbraucher den Aufwand und ggf. die Enttäuschung, sich selbst von allen in Frage kommenden Angeboten einen Eindruck verschaffen zu müssen, zum anderen bieten wir den getesteten Anbietern eine Chance, individuelle Defizite zu erkennen und mit der Optimierung der eigenen Online-Strategie ihre Marktposition langfristig zu verbessern.“ 

Die vollständigen Ergebnisse der Studie finden Sie in der beigefügten Ergebnispräsentation:

Präsentation_2025_DIGITAL CHAMPIONS_Vermögensverwalter_Mai 2025

Die Ergebnisse wurden am 08. Juli 2025 auch auf der Internetpräsenz des „private banking magazins“ veröffentlicht.

Fazit

Die Studie „Digital Champions 2025“ zeigt, dass eine starke Online-Präsenz für unabhängige Vermögensverwalter zunehmend entscheidend ist, um neue Kundengruppen zu erreichen und bestehende Kundenbeziehungen zu stärken. Die ausgezeichneten Anbieter setzen Maßstäbe in der digitalen Kommunikation und bieten potenziellen Kunden transparente und umfassende Informationen über ihre Dienstleistungen.

Quellen:

 

Fotoquelle: Shutterstock 2440497765

Interview mit Kai Fürderer zum Vermögensverwalter-Test 2025

Frage: Herr Fürderer, was war der Anlass für die Durchführung des Vermögensverwalter-Tests 2025 im Rahmen der „Digital Champions“-Studie?

Antwort: Die digitale Präsenz gewinnt für Vermögensverwalter zunehmend an Bedeutung. Kunden informieren sich heute primär online über Finanzdienstleister und deren Angebote. Mit unserer Studie wollten wir untersuchen, wie gut unabhängige Vermögensverwalter aufgestellt sind, um den digitalen Anforderungen gerecht zu werden.

Frage: Wie wurde die Online-Präsenz der Vermögensverwalter bewertet?

Antwort: Unsere Bewertung basiert auf fünf Hauptkategorien und ging weit über die Homepage hinaus:

  1. Digital-Check der Website (35 %): Hier prüften wir grundlegende Informationen wie Leistungsübersichten, Kontaktmöglichkeiten, Ansprechpartner, Publikationen und Newsletter-Angebote.
  2. Detaillierte Informationen zur Vermögensverwaltung (35 %): Dies umfasst die Darstellung von Anlagestrategien, Informationen zu der jeweiligen Asset Allocation und u.a. Renditeerwartungen und digitalen Anlagemöglichkeiten.
  3. LinkedIn-Präsenz (10 %): Bewertet wurde nicht nur das Vorhandensein eines Profils, sondern auch die die Vollständigkeit der Informationen, die Aktivität und die Aktualität.
  4. Instagram-Präsenz (10 %): Analog zu LinkedIn wurden hier die Präsenz, die Aktivität und die Aktualität analysiert.
  5. Weitere Social-Media-Kanäle (10 %): Dazu zählen YouTube, Facebook, TikTok sowie spezifische Angebote für die „Next Gen“-Kunden.

Alle Kriterien wurden quantitativ bewertet, basierend auf dem Vorhandensein relevanter Merkmale, die wir im Vorfeld definiert haben. Dabei haben wir uns auch von unserer „Kundenstudie 2024“ inspirieren lassen. In dieser repräsentativen Kundenbefragung wurden insgesamt 1.019 Personen zu ihren Einstellungen und Interessen bezüglich verschiedener Finanzthemen befragt.

Dabei wurde insbesondere die Zielgruppe der 18–30-Jährigen in den Blick genommen und mit der Altersgruppe 31-69 verglichen. Insgesamt 1.019 Personen in Deutschland wurden befragt; zwischen 18 und 69 Jahren: davon 509 Personen in der Altersgruppe 18-30 und 510 in der Altersgruppe 31-69.

Frage: Welche Herausforderungen haben Sie bei der Bewertung festgestellt?

Antwort: Viele Vermögensverwalter haben Nachholbedarf in der digitalen Kommunikation. Insbesondere die Ansprache jüngerer Zielgruppen über soziale Medien ist oft unzureichend. Zudem fehlt es häufig an detaillierten Informationen zu Anlagestrategien und digitalen Angeboten und Tools auf den Webseiten.

Frage: Was ist Ihnen auf den Homepages am meisten aufgefallen?

Antwort: Viele Anbieter geizen mit Informationen bzw. mit Transparenz. Dies zeigt u.a. oft auch daran, dass zu aktuellen Marktentwicklungen keine oder kaum Informationen zu finden sind. Bei den besten Anbietern ist das komplett anders und zeigt auch das digitale Selbstverständnis für die Kreierung von Content (sog. „Content Creation“) und die zeitgemäße Distribution (sog. „Content Distribution“) u.a. über Social Media.

Frage: Und gab es Auffälligkeiten rund um die „Social Media-Präsenzen“?

Antwort: Ja, da gab es viele. Bei einigen hatte man das Gefühl, dass vor Jahren ein Praktikant im Hause war, der das Thema 3-6 Monate „gespielt“ hatte und danach war kein einziger Beitrag mehr zu finden. Das passt dann auch ins Bild, wenn diese Anbieter diese Unternehmensprofile von ihrer Webseite aus gar nicht verlinken bzw. erwähnen. Darüber hinaus war es überraschend festzustellen, wie wenige Anbieter einen eigenen „Hashtag“ nutzen und dauerhaft nutzen.

Frage: Was sind die nächsten Schritte nach der Veröffentlichung der Studie?

Antwort: Wir planen, die Ergebnisse mit den teilnehmenden Vermögensverwaltern zu teilen und individuelle Feedbacks zu geben. Ziel ist es, gemeinsam Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren und die digitale Präsenz weiter zu optimieren.

Hinweis: Für weitere Informationen zur Studie „Digital Champions 2025“ und den detaillierten Ergebnissen besuchen Sie bitte ab dem 26. Mai 2025 unsere Landingpage.

Digital Champions 2025 – Gesellschaft für Qualitätsprüfung prüft die Online-Präsenz von über 100 unabhängigen Vermögensverwaltern

Online verfügbare Informationen werden für Verbraucher in allen Bereichen immer wichtiger. Die aus verschiedenen Qualitätstests bekannte Gesellschaft für Qualitätsprüfung trägt dem Interesse mit der Auszeichnung der „Digital Champions“ Rechnung.

Als allgemeine Informationsquelle im Alltag gewinnt das Internet kontinuierlich an Bedeutung. Umfragen ergeben, dass sich die Deutschen zwar weiterhin an erster Stelle mit ihren Fragen an Verwandte, Freunde und Bekannte wenden (79,4 % der über 14-Jährigen) direkt danach führt sie die Suche nach Informationen jedoch ins Internet (77,6 %).

Entsprechend setzen Unternehmen im Marketing vor allen Dingen auf Empfehlungsmarketing, um so Bestandskunden gezielt als Multiplikatoren zu nutzen. Daneben sind sich die meisten Unternehmen, insbesondere im B2C, jedoch inzwischen bewusst, dass sie ohne Internetpräsenz heute kaum mehr wahrgenommen werden und den Zugang zu wichtigen Zielgruppen verspielen.

Auch Vermögensverwalter, als bisher eher traditionell oder konservativ wahrgenommene Institutionen, erkennen zunehmend, dass sie auf quasi vererbte Kundentreue alleine nicht mehr bauen können und mit bewährten Formaten junge Kunden nur noch begrenzt erreichen. Entsprechend setzen viele von ihnen bereits auf die digitale Transformation im Marketing und verstärken ihre Aktivitäten, sowohl durch die Qualität der eigenen Website als auch durch gezieltes Content Marketing über Social Media.

Mit der Studie „Digital Champions 2025“ prüft und bewertet die Gesellschaft für Qualitätsprüfung die Online-Präsenz von unabhängigen Vermögensverwaltern. Dabei baut das umfangreiche Testformat auf dem bereits seit 2021 in allen Formaten bewährten Digital-Check auf, erweitert diesen jedoch noch einmal maßgeblich, nicht zuletzt um die Bewertung der Social-Media-Aktivitäten der geprüften Anbieter.

„Digital Champions 2025“ prüft die Online-Präsenz im Bereich der Vermögensverwaltung und unterteilt die Prüfung dabei in insgesamt fünf Bereiche, die in unterschiedlicher Gewichtung in das Gesamtergebnis einfließen.

Mit 35 % bewertet die Untersuchung als einen Baustein den bewährten Digital-Check, der grundlegende Fragen nach verfügbaren Informationen auf der Website des Anbieters stellt. Hierzu zählen etwa eine allgemeine Leistungsübersicht, die Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme, Informationen zu Ansprechpartnern, laufende Publikationen, dem Angebot eines Newsletters aber auch bereits konkrete Informationen zum Thema Vermögensverwaltung.

Weitere 35 % der Gesamtbewertung entfallen auf konkrete und tiefergehende Informationen zur Vermögensverwaltung, wie zum Beispiel die Präsentation unterschiedlicher Anlagestrategien (mit Asset Allocation, Anlagehorizont, erwarteter bzw. historischer Rendite und der Verlusttragfähigkeit), den Alleinstellungsmerkmalen bzw. Erfolgsfaktoren und den digitalen Anlagemöglichkeiten.
Jeweils 10 % der Gesamtnote im Ranking der „Digital Champions 2025“ entfallen auf die digitale Präsenz auf LinkedIn und Instagram. Hier steht die grundlegende Frage nach dem Vorhandensein einer Präsenz neben Detailfragen nach Vollständigkeit der vorhandenen Informationen sowie nach der aktiven Gestaltung von Inhalten.

Weitere 10 % bewerten weitere optional genutzte Social-Media-Kanäle wie YouTube, Facebook und TikTok sowie ein explizit ein auf „Next Gen-Kunden“ zugeschnittenes Informationsangebot.
In allen Bereichen sind die Fragen rein quantitativ. Das heißt, es wird jeweils das Vorhandensein eines relevanten Merkmals, etwa einer Informationsrubrik auf der Website oder die Auffindbarkeit von Social-Media-Beiträgen aus den zurückliegenden 12 Monaten mit einem Punkt in der zugehörigen Rubrik bewertet.

Aus den Punkten in einer Rubrik wird wiederum eine Note berechnet, die nach dem beschriebenen Bewertungsschlüssel in eine Gesamtnote einfließt. Eine qualitative Wertung oder eine Unterscheidung in der Gewichtung einzelner Merkmale (innerhalb einer Rubrik) findet nicht statt.

Insgesamt wurden 111 unabhängige Vermögensverwalter bei der Studie berücksichtigt. Die für uns relevanten Anbieter sind entweder bereits von uns in früheren Testformaten berücksichtigt worden oder haben sich durch andere Auszeichnungen (wie z.B. von Capital o.a.) für eine Berücksichtigung in der Untersuchung empfohlen. Da es uns immer um die Perspektive aus Kundensicht geht, sind alle Anbieter von Interesse, die uns im Laufe des Jahres durch andere Publikationen positiv auffallen. Hierbei haben wir keinen Anspruch auf Vollständigkeit, aber die Abdeckung der großen, besonders guten und auch innovativen Vermögensverwalter gelingt uns damit sehr gut.

„Mit „Digital Champions 2025“ bieten wir eine umfassende Bewertung des Online-Angebots der untersuchten Vermögensverwalter“, erklärt Kai Fürderer, Mitglied der Geschäftsführung der Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH. „Damit ersparen wir zum einen dem Verbraucher den Aufwand und ggf. die Enttäuschung, sich selbst von allen in Frage kommenden Angeboten einen Eindruck verschaffen zu müssen, zum anderen bieten wir den getesteten Anbietern eine Chance, individuelle Defizite zu erkennen und mit der Optimierung der eigenen Online-Strategie ihre Marktposition langfristig zu verbessern.“

In dieser aktuellen Studie „Digital Champions 2025“ haben sich 48 Vermögensverwalter mit einem exzellenten Onlineauftritt bzw. digitalen Ersteindruck hervorgetan. Diese erhalten das Prädikat „Exzellente Qualität“ (beim Onlineauftritt bzw. der digitalen Präsenz).

Insgesamt war es für diese Auszeichnung notwendig, dass über alle fünf Kategorien (mit der jeweiligen Gewichtung) mind. 70 Punkte (von 100 möglichen Punkten) – im Rahmen der Untersuchung – erreicht bzw. erzielt wurden.

Das aktuelle Interview mit Kai Fürderer, Mitglied der Geschäftsleitung, zum aktuellen Format „Digital Champions 2025“ können Sie bereits hier nachlesen.

 

Hinweis: Die finalen Ergebnisse mit allen Details haben wir am 26. Mai 2025 veröffentlicht.

 

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Beratungsqualität im Private Banking – warum sie so wichtig ist!

Eine ganzheitliche Beratung im Private Banking ist von zentraler Bedeutung, da sie den individuellen Bedürfnissen und Zielen vermögender Privatkunden optimal gerecht wird.
Im Gegensatz zur standardisierten Finanzberatung berücksichtigt die ganzheitliche Beratung nicht nur die klassischen Anlageaspekte, sondern auch viele weitere finanzielle und persönliche Aspekte.

Warum ist die ganzheitliche Beratung im Private Banking so wichtig?

1.Individuelle Lebenssituationen:

  • Private Banking-Kunden haben oft komplexe finanzielle Strukturen, z.B. durch Unternehmen, Immobilien und internationale Investments.
  • Eine ganzheitliche Beratung analysiert die gesamte Vermögenssituation und berücksichtigt auch familiäre, steuerliche u.a. Aspekte.

2. Langfristige Vermögensplanung:

  • Neben kurzfristigen Anlageentscheidungen spielen Themen wie Altersvorsorge, Nachfolgeplanung und Stiftungsgründungen eine große Rolle.
  • Nur eine umfassende Beratung kann sicherstellen, dass die Vermögensstrategie über Jahrzehnte hinweg tragfähig bleibt.

3. Steuerliche und rechtliche Optimierung:

  • Vermögende Kunden stehen häufig vor komplexen steuerlichen Herausforderungen.
  • Eine umfassende Beratung bezieht steuerliche Optimierungen und rechtliche Rahmenbedingungen mit ein, um unnötige Belastungen zu vermeiden.

4. Risikomanagement:

  • Durch die Verflechtung verschiedener Vermögenswerte und Investments entstehen komplexe Risiko-Szenarien.
  • Eine ganzheitliche Betrachtung ermöglicht ein ausgewogenes Risikomanagement und schützt das Vermögen nachhaltig (nicht zuletzt auch mit Versicherungen).

5. Emotionale und persönliche Aspekte:

  • Wohlhabende Privatpersonen legen oft großen Wert auf Diskretion, Vertrauen und persönliche Betreuung.
  • Eine individuelle Beratung stärkt die Kundenbindung und schafft Vertrauen.

6. Vermögensübertragung und Nachfolgeplanung:

  • In vielen Fällen geht es nicht nur um die Verwaltung des aktuellen Vermögens, sondern auch um die Vorbereitung auf die nächste Generation.
  • Nur eine umfassende Strategie gewährleistet eine geordnete und steueroptimierte Vermögensübertragung.

Fazit:
Ganzheitliche Beratung im Private Banking ist nicht nur ein Mehrwert, sondern eine Notwendigkeit, um die komplexen und individuellen Anforderungen wohlhabender Kunden umfassend und nachhaltig abzudecken. Sie schafft Vertrauen, erhöht die Zufriedenheit und stärkt die langfristige Kundenbindung.

Leseempfehlungen:

Leistungen von Regionalbanken im Private Banking: Qualität, Unterschiede und Auswahlkriterien
Top-Regionalbanken: Aktuelle Ergebnisse des Private Banking-Test 2025 (Regionalbanken)
Kai Fürderer im Gespräch: „Private Banking in Regionalbanken wird immer besser!

 

 

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Kai Fürderer im Gespräch: „Private Banking in Regionalbanken wird immer besser!“

Redaktion: Herr Fürderer, die Gesellschaft für Qualitätsprüfung hat kürzlich die Ergebnisse des Private Banking-Tests 2025 veröffentlicht. Könnten Sie uns einen Überblick über die Zielsetzung dieses Tests geben?

Kai Fürderer: Gerne. Unser Ziel war es, die Beratungs- und Servicequalität regionaler Banken im Bereich Private Banking zu evaluieren. Dabei wollten wir herausfinden, wie gut diese Institute vermögende Kunden betreuen und welche Leistungen sie in der Vermögensverwaltung anbieten. Der Fokus lag darauf, den Kunden eine Orientierungshilfe bei der Auswahl des passenden Anbieters zu bieten.

Redaktion: Wie wurde der Test konkret durchgeführt?

Kai Fürderer: Wir haben branchenerfahrene Testkunden eingesetzt, die als potenzielle Anleger bzw. Neukunden auftraten und die Bereitschaft signalisierten, mindestens 500.000 Euro zu investieren. Sie äußerten zudem konkrete Renditeerwartungen von 6 % p.a. nach Kosten (und vor Steuern) und gaben an, dass ihr Aktienanteil im Portfolio (im ersten Schritt) maximal 50 % betragen sollte. Die Testkunden führten Erstberatungsgespräche, die telefonisch oder per Video-Call stattfanden. Dabei wurde besonders darauf geachtet, wie individuell und qualitativ hochwertig auf die Voraussetzungen und Wünsche der Kunden eingegangen wurde.

Redaktion: Nach welchen Kriterien wurden die Banken bewertet?

Kai Fürderer: Die Bewertung basierte auf drei Hauptkriterien:

  1. Beratungsqualität und Kundenorientierung: Hierbei wurde die Qualität der Erstberatung bewertet, insbesondere wie gut der Berater die individuellen Bedürfnisse und Ziele des Kunden erfasste und entsprechende Lösungen präsentierte. Dieses Kriterium machte 50 % der Gesamtbewertung aus.
  2. Servicequalität und Nachbetreuung: Dieser Aspekt umfasste die Freundlichkeit und Professionalität der Berater, den Prozess der Terminvereinbarung, die Erreichbarkeit und die gesamte Organisation. Die Servicequalität floss mit 20 % in die Gesamtbewertung ein.
  3. Digital-Check: Vor der Beratung wurde der Online-Auftritt der Banken analysiert. Bewertet wurden der allgemeine Ersteindruck der Website, der Informationsgehalt zum Thema Private Banking sowie das Angebot an digitalen Services. Dieser Bereich machte 30 % der Gesamtbewertung aus.

Redaktion: Welche Ergebnisse konnten Sie aus dem Test ableiten?

Kai Fürderer: Insgesamt haben wir eine positive Entwicklung festgestellt. Viele Regionalbanken haben die Bedeutung des Private Bankings erkannt und investieren in die Verbesserung ihrer Beratungs- und Servicequalität sowie in ihre Online-Angebote. Wir haben exzellente Beratungsgespräche erlebt, bei denen teilweise zwei Berater gemeinsam auftraten und sich ideal ergänzten. Dies zeigt, dass die Institute bestrebt sind, ihren Kunden einen umfassenden und individuellen Service zu bieten.

Redaktion: Gab es auch Bereiche, in denen Verbesserungsbedarf besteht?

Kai Fürderer: Ja, trotz der positiven Gesamtentwicklung gibt es weiterhin Unterschiede in der Qualität der Angebote. Einige Banken könnten ihre digitalen Services weiter ausbauen und ihre Online-Präsenz optimieren, um den modernen Anforderungen der Kunden gerecht zu werden. Auch in der individuellen Ansprache und der maßgeschneiderten Beratung gibt es bei einigen Instituten noch Potenzial bzw. „Luft nach oben“.

Redaktion: Wie reagieren die Banken auf die Ergebnisse Ihres Tests?

Kai Fürderer: Die meisten Banken nehmen unsere Ergebnisse sehr ernst und sehen sie als wertvolles Feedback. Viele Institute nutzen die Erkenntnisse, um ihre Prozesse und Angebote weiter zu optimieren. Unser Test dient somit nicht nur den Kunden als Orientierungshilfe, sondern auch den Banken als Instrument zur kontinuierlichen Verbesserung.

Redaktion: Was sind Ihre zukünftigen Pläne in Bezug auf den Private Banking-Test?

Kai Fürderer: Wir planen, den Test weiterhin jährlich durchzuführen, um Entwicklungen und Trends im Private Banking kontinuierlich zu beobachten. Dabei werden wir unsere Methodik stetig anpassen, um den aktuellen Anforderungen des Marktes gerecht zu werden und sowohl Kunden als auch Banken einen Mehrwert zu bieten.

Redaktion: Herr Fürderer, vielen Dank für das informative Gespräch.

Kai Fürderer: Ich danke Ihnen.

Leistungen von Regionalbanken im Private Banking: Qualität, Unterschiede und Auswahlkriterien

Private Banking stellt hohe Anforderungen an Banken und deren Dienstleistungen. Besonders Regionalbanken nehmen eine wichtige Rolle ein, da sie oft durch lokale Verbundenheit, individuelle Betreuung und eine hohe Beratungsqualität überzeugen. Doch welche Leistungen bieten sie genau, wie unterscheiden sie sich von großen Banken und worauf sollten Kunden bei der Auswahl achten?

Leistungen von Regionalbanken im Private Banking

Regionalbanken bieten eine Vielzahl an Dienstleistungen im Private Banking an. Dazu gehören u.a.:

  1. Vermögensverwaltung: Individuelle Anlagestrategien, die auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten sind.
  2. Finanzplanung: Ganzheitliche Konzepte zur langfristigen Sicherung und Vermehrung des Vermögens.
  3. Nachfolgeplanung: Beratung zu Erbschaft, Schenkung und steueroptimierter Vermögensweitergabe.
  4. Immobilienfinanzierung: Maßgeschneiderte Finanzierungsmodelle für exklusive Wohn- und Anlageimmobilien.
  5. Individuelle Kredite: Flexibel gestaltete Finanzierungen für besondere Bedarfe.

Qualität und Unterschiede aus Sicht der Kunden

Kunden bewerten Regionalbanken oft positiv aufgrund folgender Faktoren:

  1. Persönliche Betreuung: Kunden haben häufig einen festen Ansprechpartner, der ihre finanzielle Situation genau kennt.
  2. Lokale Expertise: Regionale Wirtschaftskompetenz und Kenntnis des Marktes führen zu besseren Anlageentscheidungen für lokale Investitionen.
  3. Flexibilität und Individualität: Regionalbanken können schneller auf Kundenwünsche reagieren als Großbanken.
  4. Stabilität und Vertrauenswürdigkeit: Langfristige Kundenbeziehungen und nachhaltige Investmentstrategien stehen im Fokus.
  5. Hochwertige und ausgezeichnete Kooperationspartner: In vielen Fällen arbeiten Regionalbanken mit Partnergesellschaften (aus dem Verbund) zusammen, wenn es bspw. um die Vermögensverwaltung geht. Damit verbindet man die regionalen und persönlichen Vorteile mit Produktangeboten, die zentralisiert mit zahlreichen Spezialisten und eigenen Research-Teams gemanagt bzw. betreut werden.

Allerdings gibt es auch Herausforderungen:

  • Begrenzte Produktpalette: Manche Regionalbanken haben möglicherweise nicht das gleiche breite Spektrum an internationalen Anlageprodukten wie große Banken.
  • Technologische Infrastruktur: Digitale Lösungen und Online-Banking-Angebote könnten im Vergleich zu großen Banken weniger ausgereift sein. Eine Vermutung, die sich aktuell aber nicht bestätigt, da die jeweiligen Rechenzentren der Regionalbanken sehr gute Lösungen (bspw. die Banking-App) im Angebot haben, die auch regelmäßig ausgezeichnet werden.

Tipps zur Auswahl der richtigen Bank

Bei der Auswahl einer geeigneten Regionalbank für das Private Banking sollten folgende Aspekte berücksichtigt werden:

  1. Beratungskompetenz und Erfahrung: Kunden sollten prüfen, ob die Bank über ausgewiesene Experten verfügt.
  2. Angebotsumfang: Die angebotenen Dienstleistungen sollten mit den persönlichen Bedürfnissen übereinstimmen.
  3. Gebühren und Kosten: Ein Vergleich der Kostenstruktur hilft, unnötige Ausgaben zu vermeiden.
  4. Individuelle Betreuung: Ein persönlicher Ansprechpartner und eine flexible Beratung sind vorteilhaft.
  5. Reputation und Stabilität: Erfahrungsberichte und Bewertungen anderer Kunden können Hinweise auf die Qualität geben.
  6. Technische Möglichkeiten: Eine moderne digitale Infrastruktur kann den Zugang und die Verwaltung des Vermögens erleichtern.

Fazit

Regionalbanken bieten im Private Banking vielfältige Leistungen, die sich durch persönliche Betreuung, Flexibilität und regionale Kompetenz auszeichnen. Kunden sollten ihre individuellen Bedürfnisse genau analysieren und verschiedene Banken vergleichen, um die passende Wahl für ihre Vermögensverwaltung zu treffen. Dabei spielen Beratungskompetenz, Angebotspalette, Kostenstruktur und technologische Ausstattung eine entscheidende Rolle.

Hinweis der Redaktion:
Den Beitrag vom 17. März 2025 zur Veröffentlichung der bundesweiten Ergebnisse des Private Banking-Tests 2025 für Regionalbanken finden Sie hier.

 

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