NextGen Studie 2026 im Fachmagazin FLF: Digitale Exzellenz allein reicht nicht. Junge Kundinnen und Kunden erwarten die Verbindung aus digitalen Services, verständlicher Finanzbildung und ausgezeichneter persönlicher Beratung

Die Anforderungen junger Kundinnen und Kunden an Banken verändern sich. Dabei zeigt sich immer deutlicher, dass die Generation Z  keineswegs ausschließlich digitale Finanzangebote erwartet. Vielmehr entsteht ein neues Anforderungsprofil, bei dem digitale Leistungsfähigkeit, verständliche Kommunikation und persönliche Beratung zusammenspielen müssen.

Mit diesen Entwicklungen beschäftigt sich der aktuelle Fachbeitrag „Digitale Generationen verlangen von Banken neue Strategien – NextGen-Studie 2026: Was der Gen Z wichtig ist“, der jetzt als digitaler Sonderdruck bei der Verlagsgruppe Knapp – Richardi erschienen ist.

Grundlage des Beitrags sind die Ergebnisse unserer NextGen Studie 2026, für die 1.000 junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 30 Jahren zu ihren Erwartungen, ihrem Informationsverhalten und ihren Nutzungspräferenzen rund um Banking und Finanzen befragt wurden.

Finanzthemen sind für junge Erwachsene wichtiger als vielfach angenommen

Ein zentrales Ergebnis der Untersuchung widerspricht einem verbreiteten Bild der jungen Generation: Finanzthemen spielen für sie eine hohe Rolle. Rund acht von zehn Befragten bewerten Finanzthemen zumindest als wichtig, mehr als 40 Prozent sogar als sehr wichtig.

Dabei geht es nicht allein um alltägliche Bankgeschäfte. Vermögensaufbau, finanzielle Absicherung und langfristige Zukunftsplanung beschäftigen junge Erwachsene ebenfalls. Gleichzeitig erwarten sie, dass Finanzdienstleistungen einfach, mobil und möglichst unkompliziert in ihren Alltag integriert werden können.

„Digital First“ bedeutet nicht „Digital Only“

Banking-App, Onlinebanking und digitale Services sind für die Gen Z inzwischen selbstverständlich. Sie bilden zunehmend die Grundvoraussetzung für ein zeitgemäßes Banking-Angebot.
Eine der wichtigsten Erkenntnisse der NextGen Studie lautet jedoch: Digitalisierung ersetzt die persönliche Beratung nicht. Gerade bei komplexeren Finanz-entscheidungen wünschen sich junge Menschen weiterhin den unkomplizierten Zugang zu kompetenten Ansprechpartnern.

Die strategische Aufgabe der Banken besteht deshalb weniger darin, die persönliche Beratung durch digitale Angebote zu ersetzen, sondern vielmehr darin, beide Welten intelligent miteinander zu verbinden. Das zukünftige Erfolgsmodell dürfte damit zunehmend hybrid sein.

Digitale Prozesse übernehmen einfache und wiederkehrende Abläufe, während exzellente persönliche Beratung dort ihren besonderen Wert entfaltet, wo finanzielle Entscheidungen erklärt, eingeordnet und individuell begleitet werden müssen.

Beratungsqualität wird zum entscheidenden Differenzierungsmerkmal

Gerade an dieser Stelle zeigt die Untersuchung allerdings noch Verbesserungspotenzial. Obwohl persönliche Beratung von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern als wichtig angesehen wird, wird die von der eigenen Hauptbank tatsächlich wahrgenommene Beratungsleistung nur in etwa jedem zweiten Fall als zumindest eher gut bewertet.

Damit wird deutlich: Banken haben in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte bei digitalen Services erzielt. Die nächste Entwicklungsstufe besteht darin, die Beratungsqualität ebenfalls konsequent an die Erwartungen einer neuen Kundengeneration anzupassen. Denn gerade dort, wo digitale Angebote zunehmend vergleichbar werden, kann ausgezeichnete Beratung einen entscheidenden Unterschied schaffen.

Finanzbildung wird Teil der Wettbewerbsstrategie

Ein weiterer Schwerpunkt der Veröffentlichung liegt auf der Finanzbildung. Junge Erwachsene informieren sich heute zunächst über Suchmaschinen, YouTube, soziale Netzwerke und zunehmend auch über KI-Anwendungen. Gleichzeitig legen sie Wert auf seriöse, verständliche, unabhängige und praxisnahe Informationen.

Für Banken entsteht daraus eine große Chance: Sie können sich nicht nur als Anbieter von Finanzprodukten, sondern als kompetente Begleiter und Finanzbildungsanbieter positionieren. Finanzbildung wird damit zunehmend Bestandteil der Markenstrategie.

Wer relevante Finanzfragen verständlich beantwortet und hilfreiche Inhalte bereits dort anbietet, wo junge Menschen nach Informationen suchen, schafft Vertrauen lange bevor ein konkretes Beratungsgespräch stattfindet.

Der Erstkontakt findet heute vor dem eigentlichen Erstkontakt statt

Der Fachbeitrag beschreibt diese Entwicklung als „Erstkontakt vor dem Erstkontakt“.

Noch bevor eine junge Kundin oder ein junger Kunde mit einer Bank spricht, haben Website, Social-Media-Auftritt, digitale Auffindbarkeit, Informationsqualität und Erreichbarkeit bereits einen wesentlichen Eindruck vermittelt. Erst wenn dieser digitale Ersteindruck überzeugt, entsteht häufig überhaupt die Bereitschaft für einen persönlichen Kontakt.

Damit verschiebt sich auch der Wettbewerb zwischen Banken. Beratungsqualität beginnt aus Sicht des Kunden nicht mehr erst im Beratungs-zimmer. Sie beginnt bereits bei der Google- oder KI-Suche, auf der Website, in sozialen Netzwerken und beim ersten digitalen Kontaktpunkt.

Von SEO zu GEO: Banken müssen auch in KI-Antworten sichtbar werden

Mit der zunehmenden Nutzung generativer KI entsteht gleichzeitig eine weitere strategische Herausforderung. Klassische Suchmaschinenoptimierung allein wird künftig nicht mehr ausreichen.
Inhalte müssen auch so strukturiert und aufbereitet sein, dass sie von KI-Systemen gefunden, verstanden und bei entsprechenden Fragestellungen berücksichtigt werden können. Der Beitrag greift deshalb ausdrücklich das Thema Generative Engine Optimization (GEO) auf.

Gerade für Banken wird die digitale Sichtbarkeit damit zu einem immer wichtigeren Bestandteil der Customer Journey: Wer relevante Fragen verständlich beantwortet, Finanzwissen vermittelt und gleichzeitig konkrete Lösungen anbietet, erhöht die Chance, bereits in der frühen Orientierungsphase potenzieller Kundinnen und Kunden wahrgenommen zu werden.

Die Bank der Zukunft verbindet zwei Welten

Die NextGen Studie 2026 zeigt damit insgesamt kein Ende der persönlichen Bankberatung. Sie beschreibt vielmehr deren Weiterentwicklung. Die Bank der Zukunft muss digitale Exzellenz und persönliche Kompetenz miteinander verbinden. Junge Menschen erwarten Transparenz statt unnötiger Komplexität, verständliche Informationen statt reiner Produktkommunikation und individuelle Unterstützung bei wichtigen Finanzentscheidungen.

Für Regionalbanken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken liegt darin eine besondere Chance: Sie können digitale Leistungsfähigkeit mit einer Stärke kombinieren, die rein digitale Wettbewerber nur schwer ersetzen können: Vertrauen, persönliche Nähe und ausgezeichnete Beratungsqualität. Genau diese Verbindung wird darüber entscheiden, welche Banken auch für die nächste Generation als langfristige Finanzpartner relevant bleiben.

Zum Fachbeitrag: „Digitale Generationen verlangen von Banken neue Strategien – NextGen-Studie 2026: Was der Gen Z wichtig ist“,

Leseexemplar zum Download: Studie Digitale Generatonen verlangen von Banken neue Strategien.

 

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