Fachveröffentlichung: Was Banken von der Generation Z lernen können

NextGen Studie 2026 im Fachmagazin FLF: Digitale Exzellenz allein reicht nicht. Junge Kundinnen und Kunden erwarten die Verbindung aus digitalen Services, verständlicher Finanzbildung und ausgezeichneter persönlicher Beratung

Die Anforderungen junger Kundinnen und Kunden an Banken verändern sich. Dabei zeigt sich immer deutlicher, dass die Generation Z  keineswegs ausschließlich digitale Finanzangebote erwartet. Vielmehr entsteht ein neues Anforderungsprofil, bei dem digitale Leistungsfähigkeit, verständliche Kommunikation und persönliche Beratung zusammenspielen müssen.

Mit diesen Entwicklungen beschäftigt sich der aktuelle Fachbeitrag „Digitale Generationen verlangen von Banken neue Strategien – NextGen-Studie 2026: Was der Gen Z wichtig ist“, der jetzt als digitaler Sonderdruck bei der Verlagsgruppe Knapp – Richardi erschienen ist.

Grundlage des Beitrags sind die Ergebnisse unserer NextGen Studie 2026, für die 1.000 junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 30 Jahren zu ihren Erwartungen, ihrem Informationsverhalten und ihren Nutzungspräferenzen rund um Banking und Finanzen befragt wurden.

Finanzthemen sind für junge Erwachsene wichtiger als vielfach angenommen

Ein zentrales Ergebnis der Untersuchung widerspricht einem verbreiteten Bild der jungen Generation: Finanzthemen spielen für sie eine hohe Rolle. Rund acht von zehn Befragten bewerten Finanzthemen zumindest als wichtig, mehr als 40 Prozent sogar als sehr wichtig.

Dabei geht es nicht allein um alltägliche Bankgeschäfte. Vermögensaufbau, finanzielle Absicherung und langfristige Zukunftsplanung beschäftigen junge Erwachsene ebenfalls. Gleichzeitig erwarten sie, dass Finanzdienstleistungen einfach, mobil und möglichst unkompliziert in ihren Alltag integriert werden können.

„Digital First“ bedeutet nicht „Digital Only“

Banking-App, Onlinebanking und digitale Services sind für die Gen Z inzwischen selbstverständlich. Sie bilden zunehmend die Grundvoraussetzung für ein zeitgemäßes Banking-Angebot.
Eine der wichtigsten Erkenntnisse der NextGen Studie lautet jedoch: Digitalisierung ersetzt die persönliche Beratung nicht. Gerade bei komplexeren Finanz-entscheidungen wünschen sich junge Menschen weiterhin den unkomplizierten Zugang zu kompetenten Ansprechpartnern.

Die strategische Aufgabe der Banken besteht deshalb weniger darin, die persönliche Beratung durch digitale Angebote zu ersetzen, sondern vielmehr darin, beide Welten intelligent miteinander zu verbinden. Das zukünftige Erfolgsmodell dürfte damit zunehmend hybrid sein.

Digitale Prozesse übernehmen einfache und wiederkehrende Abläufe, während exzellente persönliche Beratung dort ihren besonderen Wert entfaltet, wo finanzielle Entscheidungen erklärt, eingeordnet und individuell begleitet werden müssen.

Beratungsqualität wird zum entscheidenden Differenzierungsmerkmal

Gerade an dieser Stelle zeigt die Untersuchung allerdings noch Verbesserungspotenzial. Obwohl persönliche Beratung von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern als wichtig angesehen wird, wird die von der eigenen Hauptbank tatsächlich wahrgenommene Beratungsleistung nur in etwa jedem zweiten Fall als zumindest eher gut bewertet.

Damit wird deutlich: Banken haben in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte bei digitalen Services erzielt. Die nächste Entwicklungsstufe besteht darin, die Beratungsqualität ebenfalls konsequent an die Erwartungen einer neuen Kundengeneration anzupassen. Denn gerade dort, wo digitale Angebote zunehmend vergleichbar werden, kann ausgezeichnete Beratung einen entscheidenden Unterschied schaffen.

Finanzbildung wird Teil der Wettbewerbsstrategie

Ein weiterer Schwerpunkt der Veröffentlichung liegt auf der Finanzbildung. Junge Erwachsene informieren sich heute zunächst über Suchmaschinen, YouTube, soziale Netzwerke und zunehmend auch über KI-Anwendungen. Gleichzeitig legen sie Wert auf seriöse, verständliche, unabhängige und praxisnahe Informationen.

Für Banken entsteht daraus eine große Chance: Sie können sich nicht nur als Anbieter von Finanzprodukten, sondern als kompetente Begleiter und Finanzbildungsanbieter positionieren. Finanzbildung wird damit zunehmend Bestandteil der Markenstrategie.

Wer relevante Finanzfragen verständlich beantwortet und hilfreiche Inhalte bereits dort anbietet, wo junge Menschen nach Informationen suchen, schafft Vertrauen lange bevor ein konkretes Beratungsgespräch stattfindet.

Der Erstkontakt findet heute vor dem eigentlichen Erstkontakt statt

Der Fachbeitrag beschreibt diese Entwicklung als „Erstkontakt vor dem Erstkontakt“.

Noch bevor eine junge Kundin oder ein junger Kunde mit einer Bank spricht, haben Website, Social-Media-Auftritt, digitale Auffindbarkeit, Informationsqualität und Erreichbarkeit bereits einen wesentlichen Eindruck vermittelt. Erst wenn dieser digitale Ersteindruck überzeugt, entsteht häufig überhaupt die Bereitschaft für einen persönlichen Kontakt.

Damit verschiebt sich auch der Wettbewerb zwischen Banken. Beratungsqualität beginnt aus Sicht des Kunden nicht mehr erst im Beratungs-zimmer. Sie beginnt bereits bei der Google- oder KI-Suche, auf der Website, in sozialen Netzwerken und beim ersten digitalen Kontaktpunkt.

Von SEO zu GEO: Banken müssen auch in KI-Antworten sichtbar werden

Mit der zunehmenden Nutzung generativer KI entsteht gleichzeitig eine weitere strategische Herausforderung. Klassische Suchmaschinenoptimierung allein wird künftig nicht mehr ausreichen.
Inhalte müssen auch so strukturiert und aufbereitet sein, dass sie von KI-Systemen gefunden, verstanden und bei entsprechenden Fragestellungen berücksichtigt werden können. Der Beitrag greift deshalb ausdrücklich das Thema Generative Engine Optimization (GEO) auf.

Gerade für Banken wird die digitale Sichtbarkeit damit zu einem immer wichtigeren Bestandteil der Customer Journey: Wer relevante Fragen verständlich beantwortet, Finanzwissen vermittelt und gleichzeitig konkrete Lösungen anbietet, erhöht die Chance, bereits in der frühen Orientierungsphase potenzieller Kundinnen und Kunden wahrgenommen zu werden.

Die Bank der Zukunft verbindet zwei Welten

Die NextGen Studie 2026 zeigt damit insgesamt kein Ende der persönlichen Bankberatung. Sie beschreibt vielmehr deren Weiterentwicklung. Die Bank der Zukunft muss digitale Exzellenz und persönliche Kompetenz miteinander verbinden. Junge Menschen erwarten Transparenz statt unnötiger Komplexität, verständliche Informationen statt reiner Produktkommunikation und individuelle Unterstützung bei wichtigen Finanzentscheidungen.

Für Regionalbanken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken liegt darin eine besondere Chance: Sie können digitale Leistungsfähigkeit mit einer Stärke kombinieren, die rein digitale Wettbewerber nur schwer ersetzen können: Vertrauen, persönliche Nähe und ausgezeichnete Beratungsqualität. Genau diese Verbindung wird darüber entscheiden, welche Banken auch für die nächste Generation als langfristige Finanzpartner relevant bleiben.

Zum Fachbeitrag: „Digitale Generationen verlangen von Banken neue Strategien – NextGen-Studie 2026: Was der Gen Z wichtig ist“,

Leseexemplar zum Download: Studie Digitale Generatonen verlangen von Banken neue Strategien.

 

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Welche Bank ist die richtige für junge Menschen? 50 Fragen, die bei der Wahl wirklich zählen

Die Suche nach der richtigen Bank hat sich verändert. Für junge Menschen reicht es längst nicht mehr aus, Gebühren für ein Girokonto miteinander zu vergleichen oder zu prüfen, wo sich die nächste Filiale befindet. Banking findet heute gleichzeitig auf dem Smartphone, in sozialen Netzwerken, über digitale Informationsangebote und – gerade bei wichtigen finanziellen Entscheidungen – im persönlichen Gespräch statt. Damit verändert sich auch die zentrale Verbraucherfrage.

Sie lautet nicht mehr nur: Welche Bank ist günstig? Viel häufiger geht es darum: Welche Bank passt zu mir, versteht meine Lebenssituation und unterstützt mich bei meinen finanziellen Entscheidungen?

Genau hier setzt der Bankentest „NextGen Bank 2027“ der Gesellschaft für Qualitätsprüfung an. Im Rahmen des Young Finance Award werden Banken aus Sicht junger Kundinnen und Kunden untersucht. Mit der Ausgabe 2027 wird der Ansatz nochmals deutlich regionaler: Die Ergebnisse werden für mehr als 200 Städte ausgewertet und veröffentlicht. Damit soll eine Frage beantwortet werden, die Verbraucher zunehmend auch Google, ChatGPT und anderen KI-Systemen stellen:

Welche Bank ist für junge Kunden in meiner Stadt besonders empfehlenswert?

Die folgenden 50 Fragen zeigen, worauf junge Menschen bei der Wahl ihrer Bank achten können und welche Aspekte beim Bankentest „NextGen Bank 2027“ eine besondere Rolle spielen.

Die Bankwahl bzw. Auswahl einer neuen Bank beginnt heute meistens digital

Noch bevor ein junger Kunde eine Filiale betritt oder einen Beratungstermin vereinbart, hat er häufig bereits zahlreiche digitale Berührungspunkte mit einer Bank gehabt. Website, Smartphone-App, Google-Suche, Instagram, LinkedIn, TikTok oder andere digitale Angebote prägen den ersten Eindruck.

Daraus ergeben sich zunächst grundlegende Fragen.

1. Welche Bank ist für junge Kunden besonders geeignet?

Eine pauschale Antwort gibt es darauf nicht. Entscheidend ist vielmehr, wie gut eine Bank digitale Angebote, Orientierung, persönliche Beratung und relevante Inhalte miteinander verbindet.

2. Welche Bank bietet jungen Menschen das beste Gesamtangebot?

Nicht ein einzelnes Produkt sollte ausschlaggebend sein. Girokonto, Sparen, Geldanlage, Absicherung, Altersvorsorge und Finanzierung gehören aus Kundensicht zunehmend zusammen.

3. Welche Bank versteht die Bedürfnisse der Generation Z besonders gut?

Hier zeigt sich, ob eine Bank lediglich einzelne Jugendprodukte anbietet oder die gesamte Kundenansprache auf die Lebenswirklichkeit junger Erwachsener ausrichtet.

4. Welche Bank hat einen besonders guten digitalen Auftritt?

Eine verständliche Website, mobile Nutzbarkeit, digitale Services und eine klare Navigation sind heute grundlegende Qualitätsmerkmale.

5. Wie schnell finde ich auf der Website die Informationen, die ich wirklich brauche?

Gute digitale Angebote reduzieren Komplexität. Junge Kunden sollten nicht erst zahlreiche Unterseiten durchsuchen müssen, um Antworten auf einfache Finanzfragen zu erhalten.

6. Welche Banken erklären Finanzthemen besonders verständlich?

Gerade bei Geldanlage, Altersvorsorge oder Versicherungen kommt es darauf an, komplizierte Sachverhalte in verständliche Entscheidungen zu übersetzen.

7. Welche Bank bietet eine gute App?

Die App ist für viele junge Menschen inzwischen der wichtigste tägliche Kontakt zur eigenen Bank. Ihre Qualität ist deshalb ein zentraler Bestandteil der Customer Experience.

8. Welche Bank verbindet digitale Services mit persönlicher Beratung?

Digitalisierung und Beratung sind keine Gegensätze. Besonders überzeugend sind Banken, bei denen Kunden unkompliziert zwischen digitalen und persönlichen Angeboten wechseln können.

9. Welche Bank ist online besonders gut erreichbar?

Kontaktmöglichkeiten, Terminvereinbarung, Chat-Angebote und Rückrufmöglichkeiten beeinflussen den Eindruck einer modernen Bank erheblich.

10. Welche Banken sind dort präsent, wo sich junge Kunden informieren?

Dabei spielen Suchmaschinen ebenso eine Rolle wie soziale Netzwerke und zunehmend KI-basierte Informationsangebote.

Finanzbildung wird zu einem entscheidenden Qualitätsmerkmal

Viele junge Menschen beginnen früh mit ETF-Sparplänen, interessieren sich für Aktien oder Kryptowährungen und nutzen verschiedene Finanz-Apps. Gleichzeitig fehlt häufig eine strukturierte Einordnung der eigenen finanziellen Situation. Deshalb wird Finanzbildung zu einem wichtigen Bestandteil einer guten Kundenbeziehung.

11. Welche Bank bietet jungen Menschen besonders gute Finanzbildung?

Entscheidend ist nicht allein die Menge der Inhalte, sondern deren Verständlichkeit, fachliche Tiefe und praktische Relevanz.

12. Welche Bank erklärt ETF-Sparpläne verständlich?

Ein ETF ist schnell gekauft. Schwieriger ist die Frage, welche Anlagestrategie zur eigenen Lebensplanung, Risikobereitschaft und finanziellen Situation passt.

13. Welche Bank erklärt den Unterschied zwischen Sparen und Investieren?

Finanzbildung beginnt mit grundlegender Orientierung und sollte nicht erst bei einzelnen Produkten einsetzen.

14. Welche Bank informiert verständlich über Aktien und Wertpapiere?

Gute Finanzbildung hilft dabei, Chancen und Risiken gleichermaßen einzuordnen.

15. Welche Banken erklären Altersvorsorge verständlich?

Gerade junge Menschen haben einen besonders langen Anlagehorizont. Gleichzeitig erscheint das Thema Altersvorsorge häufig noch weit entfernt.

16. Wie erkenne ich meine persönliche Rentenlücke?

Eine gute Bank sollte nicht lediglich Produkte präsentieren, sondern zunächst die individuelle Ausgangslage transparent machen.

17. Wie viel sollte ich monatlich für die Altersvorsorge zurücklegen?

Die Antwort hängt von Einkommen, Lebensplanung, bestehender Vorsorge und individuellen Zielen ab.

18. Welche Bank erklärt Versicherungen ohne unnötige Fachbegriffe?

Auch Absicherung gehört zur Finanzbildung. Entscheidend ist, Risiken verständlich zu erklären und Prioritäten nachvollziehbar zu machen.

19. Welche Bank hilft mir dabei, meine Finanzen insgesamt zu strukturieren?

Eine gute Finanzplanung betrachtet nicht einzelne Verträge isoliert, sondern die finanzielle Gesamtsituation.

20. Welche Banken bieten Finanzwissen auch über Social Media an?

Instagram, TikTok, YouTube oder LinkedIn können sinnvolle zusätzliche Informationskanäle sein – vorausgesetzt, die Inhalte gehen über reine Werbung hinaus.

Social Media ist mehr als Marketing

Gerade im Kontakt mit jungen Zielgruppen sagt der Social-Media-Auftritt einer Bank inzwischen viel über ihre Kundenorientierung aus.
Entscheidend ist nicht allein, ob eine Bank einen Kanal betreibt, sondern was sie dort vermittelt.

21. Welche Bank erklärt Finanzthemen gut auf Instagram?

Gute Inhalte verbinden Verständlichkeit, Aktualität und praktische Relevanz.

22. Welche Banken nutzen TikTok sinnvoll für Finanzbildung?

Kurze Videos können Finanzwissen zugänglich machen. Gleichzeitig muss die inhaltliche Qualität erhalten bleiben.

23. Welche Banken nutzen YouTube für ausführlichere Finanzinformationen?

Bei komplexeren Themen können Videos helfen, Zusammenhänge anschaulich zu erklären.

24. Welche Bank spricht junge Menschen authentisch an?

Jugendliche Sprache oder trendige Videos allein schaffen noch keine Glaubwürdigkeit. Entscheidend ist, ob Inhalt und tatsächliches Leistungsangebot zusammenpassen.

25. Welche Banken veröffentlichen Inhalte, die junge Menschen wirklich interessieren?

Berufseinstieg, erste Wohnung, Investieren, Altersvorsorge, Versicherungen oder Immobilien gehören zu den typischen Lebenssituationen.

26. Wie gut beantwortet eine Bank konkrete Finanzfragen auf ihren digitalen Kanälen?

Content sollte Orientierung geben und nicht ausschließlich Produkte bewerben.

27. Welche Bank bietet ein überzeugendes digitales Informationsökosystem?

Website, Social Media, App und Beratung sollten möglichst sinnvoll miteinander verbunden sein.

28. Welche Bank ist bei Finanzthemen online besonders sichtbar?

Auffindbarkeit wird zunehmend zu einem Qualitätsfaktor. Gute Informationen helfen nur dann, wenn Verbraucher sie auch finden.

29. Welche Banken tauchen bei Google oder KI-Suchen zu Finanzfragen auf?

Auch dies dürfte künftig immer wichtiger werden. Kunden beginnen ihre Bankbeziehung zunehmend außerhalb der eigentlichen Bankkanäle.

30. Kann ich anhand des Social-Media-Auftritts erkennen, wie kundenorientiert eine Bank ist?

Nicht vollständig. Er liefert aber Hinweise darauf, wie intensiv sich ein Institut mit den Informationsbedürfnissen seiner Zielgruppen beschäftigt.

Persönliche Beratung bleibt ein entscheidender Unterschied

So wichtig digitale Angebote sind: Bei komplexen Entscheidungen wünschen viele junge Menschen weiterhin persönliche Orientierung.
Das gilt insbesondere dann, wenn finanzielle Entscheidungen langfristige Konsequenzen haben.

31. Welche Bank bietet jungen Kunden besonders gute persönliche Beratung?

Gute Beratung beginnt mit Fragen und nicht mit einem Produktvorschlag.

32. Nimmt sich die Bank ausreichend Zeit für meine finanzielle Situation?

Beratungsqualität zeigt sich unter anderem daran, ob Ziele, Wünsche, bestehende Absicherung und finanzielle Möglichkeiten systematisch erfasst werden.

33. Fragt die Bank nach meinen persönlichen Zielen?

Ein Berufseinsteiger benötigt eine andere Finanzplanung als jemand, der bereits über eine Immobilie oder Familiengründung nachdenkt.

34. Erklärt mir mein Berater verschiedene Alternativen?

Eine gute Beratung schafft Entscheidungskompetenz und Transparenz.

35. Werden Risiken genauso verständlich erklärt wie Chancen?

Gerade bei Wertpapieren und langfristigen Anlageentscheidungen ist diese Balance unverzichtbar.

36. Kann ich mit meiner Bank auch über Themen sprechen, zu denen ich noch keine konkrete Produktidee habe?

Eine gute Beratung sollte Orientierung geben, bevor eine Produktentscheidung gefallen ist.

37. Hilft mir meine Bank dabei, finanzielle Prioritäten zu setzen?

Notfallreserve, Absicherung, Vermögensaufbau und Altersvorsorge konkurrieren häufig um das verfügbare Einkommen.

38. Bekomme ich nach einem Beratungsgespräch nachvollziehbare Unterlagen?

Gute Nachbereitung erleichtert es Verbrauchern, Entscheidungen in Ruhe nachzuvollziehen.

39. Kann ich nach dem Gespräch unkompliziert weitere Fragen stellen?

Auch Nachbetreuung gehört zu einer langfristig guten Kundenbeziehung.

40. Wird Beratung digital und persönlich sinnvoll miteinander verbunden?

Videoberatung, digitale Unterlagen und persönliche Ansprechpartner können sich hervorragend ergänzen.

Welche Bank passt zu meiner Lebenssituation?

Die vielleicht wichtigste Erkenntnis lautet: Die beste Bank gibt es nicht unabhängig vom Kunden.
Eine Bank muss zu den jeweiligen Bedürfnissen, Erwartungen und Lebensphasen passen.

41. Welche Bank ist für Schüler und Auszubildende geeignet?

Hier stehen häufig Zahlungsverkehr, erstes eigenes Einkommen und finanzielle Grundbildung im Mittelpunkt.

42. Welche Bank ist für Studierende besonders interessant?

Digitale Nutzung, Flexibilität und niedrige Einstiegshürden spielen eine große Rolle.

43. Welche Bank eignet sich für Berufseinsteiger?

Mit dem ersten regelmäßigen Einkommen werden Vermögensaufbau, Absicherung und Altersvorsorge deutlich wichtiger.

44. Welche Bank hilft beim Einstieg in die Geldanlage?

Nicht der erste ETF oder Fonds sollte im Mittelpunkt stehen, sondern die Entwicklung einer langfristigen Strategie.

45. Welche Bank ist gut für junge Menschen, die eine Immobilie kaufen möchten?

Bei einer Baufinanzierung werden Beratungsqualität, Haushaltsrechnung, Eigenkapitalplanung und langfristige Tragfähigkeit besonders relevant.

46. Welche Bank berät junge Familien besonders gut?

Mit Familiengründung verändern sich finanzielle Prioritäten häufig grundlegend.

47. Welche Bank eignet sich für Selbstständige oder junge Unternehmer?

Hier können private und berufliche Finanzthemen stärker ineinandergreifen.

48. Welche Bank unterstützt mich beim langfristigen Vermögensaufbau?

Entscheidend sind Kontinuität, passende Anlagekonzepte und regelmäßige Überprüfung.

49. Welche Bank passt am besten zu meinen persönlichen Finanzzielen?

Die Antwort kann je nach Region und persönlichem Bedarf unterschiedlich ausfallen.
Und damit führt nahezu jede dieser Fragen zur entscheidenden 50. Frage:

50. Welche Bank ist für junge Kunden in meiner Stadt die beste?

NextGen Bank 2027: Mehr als 200 Städte im Vergleich

Genau diese Frage steht im Mittelpunkt der Neuauflage des Bankentests „NextGen Bank 2027“.

Nach der bundesweiten Premiere wird die Untersuchung deutlich regionaler ausgerichtet. Die Gesellschaft für Qualitätsprüfung untersucht Banken aus Sicht der jungen Generation und veröffentlicht die Ergebnisse für mehr als 200 Städte. Damit entsteht nicht nur ein bundesweiter Vergleich.

Verbraucher sollen vielmehr konkret erkennen können, welche Institute vor Ort besonders überzeugend auf die Bedürfnisse junger Kundinnen und Kunden eingehen. Untersucht werden dabei unterschiedliche Bestandteile der Customer Journey: der digitale Ersteindruck, Informations- und Finanzbildungsangebote, die persönliche Finanzplanung, relevante Social-Media-Kanäle sowie die Frage, wie authentisch und konsistent Banken junge Menschen innerhalb ihres gesamten digitalen Ökosystems ansprechen.

Denn aus Sicht der jungen Generation muss eine gute Bank heute mehrere Aufgaben gleichzeitig erfüllen:
Sie muss digital gut erreichbar, inhaltlich relevant, verständlich, authentisch und bei komplexeren Entscheidungen persönlich beratungsstark sein.

Im Oktober folgen die regionalen Ergebnisse

Mit der Veröffentlichung der Ergebnisse im Oktober 2026 wird sich deshalb für viele der genannten Verbraucherfragen erstmals eine sehr konkrete regionale Antwort geben lassen. Dann kann aus der allgemeinen Frage
„Welche Bank ist für junge Kunden geeignet?“
beispielsweise werden:

  • Welche Bank ist für junge Kunden in München besonders empfehlenswert?
  • Welche Bank überzeugt junge Kunden in Augsburg?
  • Welche Bank bietet in Nürnberg das beste Gesamtangebot für die junge Generation?
  • Welche Regionalbank überzeugt in Köln bei digitalen Angeboten und persönlicher Finanzplanung?

Oder:

  • Welche Bank ist in meiner Stadt die „NextGen Bank 2027“?

Die regionalen Ergebnisse des Young Finance Award sollen jungen Verbraucherinnen und Verbrauchern damit zusätzliche Orientierung geben – gerade in einem Markt, in dem Angebote immer schwerer allein anhand einzelner Produkte miteinander vergleichbar sind.

Junge Kunden gewinnt man digital, aber man bindet sie durch gute Beratung

Die zunehmende Digitalisierung verändert die Bankenauswahl, ersetzt aber nicht die persönliche Beziehung. Junge Menschen informieren sich digital, vergleichen Angebote online, nutzen Social Media und stellen ihre Finanzfragen zunehmend auch KI-Systemen. Die eigentliche finanzielle Entscheidung bleibt jedoch häufig komplex. Gerade deshalb werden die Institute langfristig überzeugen, die beide Welten miteinander verbinden: digitale Orientierung und persönliche Beratung.

Eine moderne Bank für junge Kunden sollte deshalb nicht versuchen, jeden Kontakt vollständig zu digitalisieren. Sie sollte vielmehr dafür sorgen, dass digitale Angebote Orientierung schaffen und persönliche Beratung genau dort verfügbar ist, wo individuelle Entscheidungen notwendig werden.

Der Young Finance Award schafft Orientierung

Der Young Finance Award verfolgt deshalb einen breiteren Ansatz als ein klassischer Produktvergleich. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie überzeugend Banken die Bedürfnisse einer jungen Kundengeneration entlang ihrer gesamten Informations- und Entscheidungsreise erfüllen. Von der ersten Google- oder KI-Suche über Social Media und Finanzbildung bis hin zur persönlichen Finanzplanung entsteht so ein umfassenderes Bild der tatsächlichen Kundenorientierung. Mit den regionalen Ergebnissen des Bankentests „NextGen Bank 2027“ wird diese Perspektive ab Oktober noch konkreter.

Denn am Ende zählt für Verbraucher weniger, welche Bank irgendwo in Deutschland besonders gut abschneidet. Viel relevanter ist eine andere Frage:

Welche Bank bietet jungen Menschen dort, wo sie leben, das überzeugendste Gesamtangebot?

Auf genau diese Frage sollen die Ergebnisse des Young Finance Award 2027 eine Antwort geben.

Ab Oktober 2026 finden Sie die ersten über 100 Städteergebnisse auf dem neuen YFA-Portal www.Young-Finance-Award.de.

 

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Aktuelle Ergebnisse im neuen Bankentest „NextGen Finanzbildung 2026“

Ergebnislisten der Anbieter mit „HERAUSRAGENDER FINANZBILDUNG“ nach Bundesland bzw. Region aus dem Bankentest „NextGen Finanzbildung 2026“:

Lfd. Nr. Name des Anbieters Gesamtnote
1 Sparkasse Karlsruhe 1,10
2 Kreissparkasse Biberach 1,12
3 Volksbank Lahr eG 1,12
4 Kreissparkasse Ludwigsburg 1,33
5 Vereinigte Volksbanken eG 1,34
6 Sparkasse Kraichgau 1,44
7 Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau 1,48
8 Volksbank pur eG 1,54
9 Kreissparkasse Waiblingen 1,62
10 Sparkasse Schwarzwald-Baar 1,66
11 BBBank eG 1,70
12 VR Bank Heilbronn Schwäbisch Hall eG 1,76
13 Sparkasse Heidelberg 1,78
14 Kreissparkasse Heidenheim 1,84
15 VR-Bank Ostalb eG 1,84
16 Volksbank Freiburg eG 1,94
Lfd. Nr. Name des Anbieters Gesamtnote
1 Stadtsparkasse München 1,16
2 Sparkasse Landshut 1,56
3 Sparkasse Niederbayern-Mitte 1,58
4 Sparkasse Allgäu 1,60
5 Stadt- und Kreissparkasse Erlangen Höchstadt Herzogenaurach 1,64
6 Volksbank Raiffeisenbank Bayern Mitte eG 1,66
7 Sparkasse Ansbach 1,68
8 Sparkasse Nürnberg 1,70
9 Sparkasse Bad Neustadt an der Saale 1,78
10 Sparkasse Bamberg 1,78
11 Münchner Bank eG 1,92
12 VR Bank Rottal-Inn eG 1,92
Lfd. Nr. Name des Anbieters Gesamtnote
1 Volksbank Mittelhessen eG 1,00
2 Sparkasse Oberhessen 1,12
3 Frankfurter Volksbank Rhein Main eG 1,54
4 Westerwald Bank eG Volks- und Raiffeisenbank 1,56
5 Sparkasse Saarbrücken 1,58
6 Volksbank Darmstadt Mainz eG 1,58
7 Rheinhessen Sparkasse 1,60
8 Wiesbadener Volksbank eG 1,76
9 Sparkasse Trier 1,77
10 VR Bank Südpfalz eG 1,83
11 Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank eG 1,84
12 Sparkasse Hanau 1,85
13 VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG 1,90
14 Bank 1 Saar eG 1,94
15 Sparkasse Kaiserslautern 1,95
Lfd. Nr. Name des Anbieters Gesamtnote
1 Grafschafter Volksbank eG 1,60
2 Sparkasse Osnabrück 1,60
3 Volksbank eG Hildesheim-Lehrte-Pattensen 1,62
4 Hannoversche Volksbank eG 1,68
5 Landessparkasse zu Oldenburg 1,68
6 Volksbank in Schaumburg und Nienburg eG 1,85
7 Volksbank Hameln-Stadthagen eG 1,88
8 Sparkasse Celle-Gifhorn-Wolfsburg 1,90
Lfd. Nr. Name des Anbieters Gesamtnote
1 Die Sparkasse Bremen AG 1,22
2 VR Bank in Holstein eG 1,40
3 Förde Sparkasse 1,55
Lfd. Nr. Name des Anbieters Gesamtnote
1 Kreissparkasse Köln 1,22
2 Sparkasse KölnBonn 1,28
3 Kreissparkasse Steinfurt 1,32
4 Volksbank Westmünsterland eG 1,34
5 Sparkasse Dortmund 1,44
6 Sparkasse Essen 1,56
7 Sparkasse Paderborn-Detmold-Höxter 1,60
8 Sparkasse Bochum 1,64
9 Sparkasse Herford 1,68
10 Dortmunder Volksbank eG 1,72
11 Sparkasse Münsterland Ost 1,77
12 Sparkasse Neuss 1,77
13 Sparkasse Westmünsterland 1,78
14 Sparkasse Hellweg-Lippe 1,80
15 Volksbank im Rheinland eG 1,85
16 Volksbank Köln Bonn eG 1,88
17 Volksbank Oberberg eG 1,94
Lfd. Nr. Name des Anbieters Gesamtnote
1 Ostsächsische Sparkasse Dresden 1,42
2 Sparkasse Mittelthüringen 1,70
3 Sparkasse Chemnitz 1,78

NextGen Finanzbildung 2026:
Deutschlands Banken im Vergleich

Mit dem Bankentest „NextGen Finanzbildung 2026“ hat die Gesellschaft für Qualitätsprüfung erstmals untersucht, wie engagiert sich Banken und Sparkassen für die digitale Finanzbildung der jungen Generation einsetzen.

Das Testformat ist Bestandteil des Young Finance Award und bewertet die Qualität der Finanzbildungsangebote konsequent aus der Perspektive der Generation Z.

In diesem neuen Testformat stellt die Gesellschaft für Qualitätsprüfung Banken aus einer weiteren Perspektive auf den Prüfstand: Wie gut engagieren sich Banken und Sparkassen im Bereich der digitalen Finanzbildung?

Grundlage ist eine standardisierte und mehrdimensionale Qualitätsanalyse auf Basis des Financial Education Measurement Index (FEMI).

Im Mittelpunkt stehen dabei nicht klassische Informationsangebote, sondern moderne, digitale Formate, mit denen Banken junge Menschen tatsächlich erreichen und für Finanzthemen begeistern können.

Die Ergebnisse 2026

Für den Bankentest wurden die diesjährigen 131 „NextGen Banken 2026“ analysiert. 74 Institute erreichten eine Gesamtnote besser als 2,0 und erhalten die Auszeichnung „Herausragende Finanzbildung 2026“. Damit zählen sie zu den führenden Banken Deutschlands im Bereich der digitalen Finanzbildung für junge Kundinnen und Kunden.

Die Ergebnisse werden nach Bundesländern bzw. Regionen veröffentlicht.

Innerhalb der einzelnen Regionen erfolgt die Darstellung als Prädikat, nicht als klassisches Ranking. Bei identischen Endnoten ist die Reihenfolge daher zufällig.

Diese Anbieter bzw. deren Ergebnisse werden in den folgenden Regionen veröffentlicht. Dabei ist der (Haupt-) Sitz des jeweiligen Kreditinstituts relevant.

Die Ergebnisse gliedern sich nach Bundesländern bzw. Regionen:

Baden-Württemberg – 16 Top-Anbieter
Bayern – 12 Top-Anbieter
Region Mitte (Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland) – 15 Top-Anbieter
Niedersachsen – 8 Top-Anbieter
Region Nord (Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen) – 3 Top-Anbieter
Nordrhein-Westfalen – 17 Top-Anbieter
Region Ost (inkl. Berlin, neue Bundesländer) – 3 Top-Anbieter

Die gesamt Ergebnisliste finden Sie auch in der beigefügten Ergebnispräsentation:
Ergebnispräsentation_2026_YFA_Finanzbildung

Pressekontakt
Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH
Pressestelle
Pilsenseestraße 29
82211 Herrsching am Ammersee
📞 08152 39 616 97
📧 info@gesellschaft-fuer-qualitaetspruefung.de

Zukunft der Finanzbildung in Deutschland: Financial Education Measurement Index (FEMI)

„Finanzbildung wird zum neuen Qualitätsmaßstab für Regionalbanken“

Interview mit Kai Fürderer, Mitglied der Geschäftsleitung der Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH

Herr Fürderer, warum widmet sich die Gesellschaft für Qualitätsprüfung jetzt mit einem eigenen Testformat ausschließlich dem Thema Finanzbildung?

Die Bedeutung der Finanzbildung hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Lange Zeit wurde sie als freiwillige Zusatzleistung verstanden. Heute entwickelt sie sich zu einer gesellschaftlichen Kernaufgabe. Gerade junge Menschen müssen immer früher finanzielle Entscheidungen treffen, gleichzeitig werden Finanzprodukte komplexer und die Verantwortung für die eigene Altersvorsorge wächst kontinuierlich.

Mit dem geplanten Altersvorsorgedepot und den Diskussionen um die Rentenreform wird deutlich, dass finanzielle Eigenverantwortung künftig noch wichtiger werden wird. Wer frühzeitig Vermögen aufbauen möchte, benötigt nicht in erster Linie Produkte, sondern Orientierung und Verständnis. Genau hier sehen wir Regionalbanken in einer besonderen Verantwortung.

Warum reicht es aus Ihrer Sicht nicht mehr aus, lediglich gute Beratung anzubieten?

Eine qualitativ hochwertige Beratung bleibt selbstverständlich unverzichtbar. Sie beginnt jedoch häufig erst dann, wenn der Kunde bereits einen konkreten Beratungsbedarf erkannt hat. Finanzbildung setzt deutlich früher an. Sie hilft Menschen überhaupt erst zu verstehen, welche finanziellen Herausforderungen auf sie zukommen, welche Möglichkeiten sie besitzen und warum bestimmte Entscheidungen langfristig sinnvoll sind.

Deshalb sprechen wir heute von einer erweiterten Kundenreise. Banken begleiten ihre Kunden nicht mehr ausschließlich bei Finanzentscheidungen, sondern zunehmend auch beim Aufbau finanzieller Kompetenzen.

Was unterscheidet Ihren neuen Fragebogen von bisherigen Untersuchungen?

Unser neuer Fragebogen betrachtet Finanzbildung erstmals ganzheitlich. Wir analysieren nicht nur, ob Inhalte vorhanden sind, sondern vor allem deren Qualität, Verständlichkeit, Aktualität, Zielgruppenorientierung und praktische Relevanz. Dabei betrachten wir sowohl die digitale als auch die persönliche Welt einer Bank.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Informationsangebote auf der Website,
  • Finanzratgeber,
  • Erklärvideos,
  • Podcasts,
  • Webinare,
  • Veranstaltungen,
  • Social-Media-Inhalte,
  • digitale Tools und Rechner,
  • persönliche Bildungsangebote in den Filialen,
  • Kooperationen mit Schulen oder Hochschulen,
  • zielgruppenspezifische Lernangebote sowie
  • die strategische Verankerung von Finanzbildung innerhalb des Instituts.

Damit entsteht erstmals ein vollständiges Bild darüber, wie konsequent eine Bank Finanzbildung tatsächlich lebt.

Welche Rolle spielt dabei die Generation Z?

Eine sehr große Rolle. Unsere eigenen Studien zeigen seit Jahren, dass junge Menschen durchaus Interesse an Finanzthemen besitzen. Gleichzeitig wünschen sie sich verständliche Informationen, digitale Angebote und persönliche Ansprechpartner gleichermaßen. Viele informieren sich heute zunächst über soziale Medien oder mithilfe Künstlicher Intelligenz.

Das bedeutet aber nicht automatisch, dass diese Informationen vollständig oder richtig sind. Gerade deshalb können Banken eine wichtige Rolle übernehmen. Sie verfügen über fachliche Kompetenz, genießen Vertrauen und können komplexe Zusammenhänge verständlich erklären.

Welche Themen stehen dabei besonders im Mittelpunkt?

Natürlich klassische Themen wie Girokonto, Sparen oder Vermögensaufbau. Besonders relevant werden jedoch künftig:

  • Altersvorsorge,
  • Rentenlücke,
  • ETF-Sparpläne,
  • Kapitalmarkt,
  • Immobilien,
  • Versicherungen,
  • finanzielle Selbstständigkeit,
  • nachhaltige Geldanlage sowie
  • digitale Finanzkompetenz.

Vor allem das Thema Altersvorsorge wird künftig deutlich an Bedeutung gewinnen. Wer bereits mit Anfang zwanzig beginnt, Vermögen aufzubauen, besitzt enorme Vorteile gegenüber einem späteren Einstieg. Genau dieses Bewusstsein möchten wir fördern.

Im August zeichnen Sie erstmals die besten Regionalbanken im Bereich Finanzbildung aus. Bleibt es bei dieser Auszeichnung?

Nein. Die Auszeichnung bildet lediglich den sichtbaren Teil unseres Projekts ab. Mindestens genauso wichtig ist das, was aus den Ergebnissen entsteht. Das gilt sowohl im Dialog mit uns als auch in den jeweiligen Banken im Nachgang der Ergebnisse. Deshalb erhält jede getestete Bank einen umfangreichen Ergebnisbericht, um das Ergebnis nachvollziehen zu können und auch die jeweiligen Stärken und Schwächen zu erkennen, die wir im Rahmen der Studie festgestellt haben.

Sie sprechen vom neuen „Financial Education Measurement Index“, kurz FEMI. Was genau verbirgt sich dahinter?

Der Financial Education Measurement Index ist unser neuer Bewertungs- und Orientierungsmaßstab für Finanzbildung. Aus den zahlreichen Einzelbewertungen unseres Fragebogens entsteht ein standardisierter Index, der erstmals messbar macht, wie umfassend und qualitativ hochwertig Finanzbildung innerhalb einer Bank umgesetzt wird.

Unser Ziel besteht ausdrücklich nicht darin, lediglich Ranglisten zu veröffentlichen. Wir möchten einen objektiven Qualitätsstandard schaffen, an dem sich die gesamte Branche – gern auch im deutschsprachigen Europa – orientieren kann.

Warum ist ein solcher Index überhaupt notwendig?

Weil bislang niemand definiert hat, was gute Finanzbildung einer Bank eigentlich ausmacht. Es existieren zahlreiche Einzelmaßnahmen. Die eine Bank produziert Videos. Eine andere veranstaltet Schulworkshops. Eine dritte veröffentlicht Podcasts.

Doch welche Kombination tatsächlich den größten Mehrwert erzeugt, wurde bislang kaum systematisch untersucht. Dazu kommt die Frage nach der Qualität auf Basis der vorhandenen Quantität. Genau diese Lücke schließen wir.

Welche Vorteile ergeben sich daraus konkret für Banken?

Sehr viele. Institute erhalten erstmals die Möglichkeit,

  1. ihren Status quo objektiv einzuordnen,
  2. Stärken und Entwicklungspotenziale zu erkennen,
  3. ihre Finanzbildungsstrategie systematisch weiterzuentwickeln,
  4. ihre Angebote mit anderen Regionalbanken zu vergleichen und
  5. Investitionen gezielt dort einzusetzen, wo sie den größten Nutzen entfalten.

Damit wird Finanzbildung erstmals messbar bzw. steuerbar.

Kann FEMI künftig auch als Benchmark dienen?

Genau das ist unser Ziel. Wir möchten eine kontinuierlich wachsende Benchmark-Datenbank aufbauen. Banken sollen erkennen können, welche Qualitätsmerkmale führende Institute gemeinsam besitzen und welche Entwicklungen sich innerhalb der Branche abzeichnen.

Damit entwickelt sich FEMI Schritt für Schritt zu einem allgemein anerkannten Qualitätsmaßstab für Finanzbildung.

Welche Rolle spielt dabei die kontinuierliche Weiterentwicklung?

Eine sehr große. Finanzbildung verändert sich permanent. Neue gesetzliche Rahmenbedingungen, digitale Technologien, Künstliche Intelligenz oder neue Vorsorgeprodukte verändern die Anforderungen kontinuierlich. Deshalb wird auch unser Index regelmäßig weiterentwickelt.

Der „FEMI“ soll kein statisches Bewertungssystem sein, sondern ein lernendes Modell, das aktuelle Entwicklungen aufgreift und dadurch dauerhaft Orientierung bietet.

Welche Auswirkungen könnte FEMI langfristig auf den Bankenmarkt haben?

Ich bin überzeugt, dass Finanzbildung in einigen Jahren ähnlich selbstverständlich bewertet werden wird wie Beratungsqualität oder digitale Services. Kunden erwarten künftig nicht nur gute Produkte.

Sie erwarten auch, dass Banken ihnen helfen, finanzielle Zusammenhänge zu verstehen. Institute, die diese Verantwortung frühzeitig übernehmen, werden sich deutlich vom Wettbewerb differenzieren (können).

Ihr persönlicher Ausblick?

Wir erleben derzeit einen grundlegenden Wandel. Banken entwickeln sich zunehmend von Produktanbietern zu Bildungspartnern. Genau darin liegt eine enorme Chance.
Wer Menschen befähigt, bessere finanzielle Entscheidungen zu treffen, schafft Vertrauen, stärkt langfristige Kundenbeziehungen und leistet gleichzeitig einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag.

Mit dem Financial Education Measurement Index möchten wir hierfür einen neuen Qualitätsstandard etablieren und Regionalbanken dabei unterstützen, Finanzbildung systematisch weiterzuentwickeln.

Denn gute Finanzbildung ist kein Zufall; sie ist das Ergebnis einer klaren Strategie. Die diesjährigen Ergebnisse veröffentlichen wir im August auf unserer Webseite.

 

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NextGen Finanzbildung 2026: „Der Auftrag ist klar, aber es fehlt an strategischen Konzepten“

Im Interview umreißen Iris Fürderer und Kai Fürderer, Geschäftsführung der Gesellschaft für Qualitätsprüfung, die Ergebnisse des ersten Bankentests „NextGen Finanzbildung 2026“. Sie beschreiben Auffälligkeiten, erklären, wo Banken noch lernen müssen, ihrer neuen Verantwortung angemessen gerecht zu werden und wie das neue Testformat dazu beitragen kann.

Mit dem neuen Bankentest NextGen Finanzbildung übertragen Sie die Verantwortung für Finanzbildung den Banken. Ist dies nicht eigentlich Sache des öffentlichen Sektors?

„Grundsätzlich liegt der Bildungsauftrag natürlich auf institutioneller Seite unter staatlicher Kontrolle. Beim Thema Finanzbildung zeigt sich jedoch, dass Schulen und Universitäten den wachsenden Anforderungen nicht schnell genug gerecht werden.

Aktuell werden auch politisch Weichen für die finanzielle Zukunft der jetzt noch jungen Generationen gestellt. Dies beinhaltet vor allen Dingen eine weitere Betonung des Themas Eigenverantwortung. Diese Eigenverantwortung setzt wiederum Bildung voraus.

Banken besitzen hier das erforderliche Know-how und die Ressourcen, um eine wichtige Aufgabe zu übernehmen oder zumindest das staatliche Angebot zu ergänzen.“

Das klingt doch sehr altruistisch: Banken als Bildungseinrichtungen – wie passt das zu deren wirtschaftlichen Interessen?

„Sehr gut sogar. Nein, mit Altruismus hat das wenig zu tun, auch wenn das Finanzbildungsangebot der Banken einen wichtigen Zweck erfüllt und von gesamtgesellschaftlichem Nutzen ist.

Wenn Banken dazu beitragen, dass junge Erwachsene lernen, wie Vermögensaufbau funktioniert und wie sie aktiv zur eigenen Altersvorsorge beitragen können, dann können auch sie selbst davon profitieren: Zum einen präsentieren sie sich als kompetente Experten in Finanzfragen, zum anderen sichern sie sich den Zugang und die Gunst einer für die eigene Zukunft zentralen Zielgruppe.

Man kann also sagen, dass Finanzbildung durch Banken und Sparkassen in reinster Form eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten darstellt.“

Und worin besteht die Aufgabe des neuen Testformats „NextGen Finanzbildung“?

„Wie unsere anderen Testformate soll auch der Bankentest NextGen Finanzbildung dem Anspruch und den Möglichkeiten die Realität gegenüberstellen.

Als Teil des Young Finance Awards bieten wir damit sowohl Kunden eine Orientierungshilfe als auch den Banken und Sparkassen eine Qualitätskontrolle und im besten Fall eine Motivation. Indem wir aufzeigen, wie gut sich zumindest einzelne Banken bereits schlagen, motivieren wir die anderen, die eigenen Bemühungen zu intensivieren.

Gleichzeitig dient unser Testkonzept, der Ausdruck unserer Erwartungen, gewissermaßen als Blau-pause dafür, wie und in welchen Bereichen sich Banken engagieren müssen.“

Was erwarten Sie im Bereich Finanzbildung von den Banken?

„Der neue Bankentest konzentriert sich vor allen Dingen auf das Online-Angebot der Banken. Dabei gehen wir, wie in anderen Tests, multidimensional vor und prüfen in insgesamt sechs Hauptkategorien, die sich an den Erwartungen und Gewohnheiten der Zielgruppe orientieren. Insofern sind wir ganz bewusst nicht objektiv, sondern setzen die Brille der NexGen auf, um aus ihrer Sicht zu beurteilen, wie gut sich Banken und Sparkassen im Bereich der Finanzbildung schlagen.

Die Fragen, die der Test stellt, spiegeln die Anforderungen an die Banken wider: Befasst sich die Bank überhaupt mit dem Thema Finanzbildung? Wie gut sind entsprechende Informationen sichtbar und auffindbar? Hierbei steht die Website der Banken im Mittelpunkt der Betrachtung. Der Test sucht nach einem klar erkennbaren, thematisch relevanten und idealerweise erkennbar auf die junge Zielgruppe zugeschnittenen Informationsangebot.

Neben der Banken-Website gilt ein weiteres Hauptaugenmerk den Sozialen Medien. Auch hier fragt der Test, inwieweit die Banken deren Bedeutung als Teil einer Finanzbildungsstrategie erkannt haben und sie aktiv nutzen.

Dabei spielt nicht nur die Frequenz eine Rolle, sondern auch die zielgruppenspezifische Gestaltung der Inhalte sowie die Interaktion mit der Community. Trotz der Anpassung an die Gepflogenheiten der neuen Medien dürfen dabei natürlich die Inhalte nicht zu kurz kommen, schließlich geht es um echte Finanzbildung. Entsprechend sollen Inhalte verständlich, praxisorientiert und strukturiert sein.

Banken müssen beweisen, dass sie die Zielgruppe, ihre Bedürfnisse und Gewohnheiten kennen, sie verstehen und ihre Sprache sprechen. All dies muss sich in den Informationsangeboten widerspiegeln.

Dabei soll das Angebot vielfältig sein und sowohl Online-Formate beinhalten als auch die Brücke in die reale Welt schlagen, zum Beispiel mit Schulprogrammen und Events. Schließlich profitieren die regionalen Banken vor Ort, so wie es unsere anderen Testformate immer wieder belegen, vor allen Dingen von ihrer persönlichen Nähe zum Kunden.

Und schließlich fragt der Test, ob all diese Elemente Teil einer übergeordneten Strategie sind, die mit innovativen Mitteln umgesetzt wird und nicht zuletzt der Bank ein Alleinstellungsmerkmal und einen starken Wiedererkennungswert verleiht, auf dessen Grundlage auch sie letztlich langfristig profitieren kann.

So viel zur Theorie. Wie schlagen sich die Banken in der Praxis?

„Wie schon bei anderen Formaten wie den Bankentests „BESTE BANK vor Ort“ bzw. „SEHR GUT in der Baufinanzierung“ oder auch dem „Private-Banking-Test“ spiegelt auch der neue Test eine sehr große Bandbreite wider.

Es zeigt sich, dass nur ausgewählte Banken ein umfassendes Angebot bieten. Sowohl was Tools und Angebote auf der Webseite betrifft als auch das Angebot an gutem Content auf Social Media. Gerade hier sind unseres Erachtens Trade Republic oder auch Scalable Capital gute Vorbilder bzw. Beispiele. Viele Banken sind hier entweder nicht sichtbar bzw. aktiv oder erläutern lediglich Banalitäten auf Social Media.

Das führt aktuell dazu, dass zum Beispiel das Thema „Altersvorsorgedepot“ von allen möglichen Kanälen bzw. Anbietern aufgegriffen wird, aber eher selten bei den Regionalbanken im Feed zu sehen ist.

Bei den inhaltlichen Themen braucht es Konzeption und kompetente Menschen vor der Kamera, sowohl analog als auch etwa bei Podcasts, und das ist in vielen Banken gar nicht möglich bzw. organisiert.

Hier werden eher von den Kollegen aus dem Marketing einzelne Begriffe oberflächlich erläutert, ohne den angemessenen Tiefgang. Insgesamt wird klar, dass viele Banken den grundlegenden Auftrag erkannt haben, es in vielen Fällen aber noch an strategischen Konzepten zu seiner Umsetzung fehlt.“

Hinweis: Die finalen Ergebnisse veröffentlichen wir im August 2026 hier auf unserer Webseite.

 

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Warum junge Menschen Finanzbildung benötigen und wie Banken Kompetenzen vermitteln können

Vom Taschengeld zur Altersvorsorge: Warum junge Menschen Finanzbildung benötigen und wie Banken Kompetenzen vermitteln können

Jugend und Verantwortungsbewusstsein sind erfahrungsgemäß zwei auf den ersten Blick schwer zu vereinbarende Begriffe. Gerade wenn es um das Thema Geld oder spezifischer um Bereiche wie Vermögensaufbau, Absicherung und Vorsorge geht, verliert die Jugend jedoch zunehmend ihre sprichwörtliche „Unschuld“.

Finanzbildung war wohl noch nie so wichtig, wie heute. Warum ist dies so, welchen besonderen Herausforderungen müssen sich junge Menschen stellen und wie können Banken dazu beitragen, jungen Menschen durch Finanzbildung die finanzielle Zukunft zu sichern?

„Man muss nur mit kleinen Beträgen früh genug anfangen und darf es nie unterbrechen. Und wenn Sie mit 50 Euro im Monat anfangen, dann haben Sie eine sechsstellige Altersversorgung, wenn Sie dann mit 65 oder 68 in den Ruhestand gehen.“

Bundeskanzler Friedrich Merz ist nicht der Einzige, der mit solchen Empfehlungen eine Lösung für das wachsende Problem der gesetzlichen Rente präsentiert: private Vorsorge.

Ungeachtet der Frage, ob und unter welchen konkreten Voraussetzungen diese Rechnung wirklich aufgeht, setzt sie zweierlei voraus. Zum einen das Engagement der jungen Generation – denn nur wenn in jungen Jahren mit der individuellen Vorsorge begonnen wird, besteht tatsächlich die Chance, auch mit geringerem finanziellen Aufwand eine Lücke in der Altersvorsorge zu schließen – und zum anderen vor allen Dingen die erforderliche Kompetenz aufzubauen, die richtigen Entscheidungen zu treffen und Weichen zu stellen.

Was es hierzu braucht, ist Finanzbildung als Ergebnis einer kompetenten und gleichzeitig pädagogisch zielgruppenorientierten Wissensvermittlung.

Spare in der Zeit … Wenn Sorglosigkeit zum Verhängnis wird

Zum Thema Finanzbildung stellt exemplarisch Dr. Klaus Hurrelmann, Soziologe und seit 2009 Professor für Public Health and Education an der Hertie School of Governance in Berlin fest:
„Der Gesetzgeber hat jungen Menschen eine große Verantwortung für die Zukunftsvorsorge auferlegt, aber versäumt, ihnen das Wissen und die Kenntnisse dazu zu vermitteln.“

In der Lebensrealität bedeutet dies, dass nach aktuellen Untersuchungen nur 52%* der Deutschen ab 18 Jahren regelmäßig in die private Altersvorsorge investieren. 40 %** der 18- bis 24-Jährigen geben sogar an, die Hauptverantwortung für die Altersvorsorge beim Staat zu sehen, weshalb sie selbst nicht oder nur wenig selbst investieren. Im Gegensatz dazu geben in Umfragen 20 %*** der 14- bis 29-Jährigen an, Schulden zu haben.

Objektiv betrachtet also eine besorgniserregende Entwicklung die vor allen Dingen eines belegt: Jungen Erwachsenen, die erste praktische Erfahrungen im Umgang mit dem eigenen Einkommen sammeln, fehlt die wünschenswerte Kompetenz, um schwerwiegende Fehler zu vermeiden und langfristig vernünftige und vor allen Dingen zielführende Entscheidungen zu treffen.

Versetzung gefährdet: Finanzbildung nach Lehrbuch

Da es bei der dringend erforderlichen Finanzbildung auf den ersten Blick um ein pädagogisches Angebot handelt, liegt der Gedanke nahe, diese Aufgabe den Schulen zu übertragen.

Einen verpflichtenden Wirtschaftsunterricht gibt es bisher jedoch nur an einem Bruchteil deutscher Schulen und die systematische Vermittlung von Finanzwissen findet bisher nur auf Initiative einzelner Bundesländer statt und ist ansonsten ein sporadisches und rein freiwilliges Angebot einzelner Schulen oder sogar einzelner Lehrkräfte.

Von staatlicher Seite wird in Gestalt des Finanz- und des Bildungsministeriums zwar schon seit 2023 an einer Finanzbildungsstrategie gearbeitet, trotz der Forderung einer großen Mehrheit von Lehrkräften wurden entsprechende Inhalte bisher aber nicht im Lehrplan verankert und auch das hierfür erforderliche Lehrmaterial fehlt weiterhin weitestgehend.

Fraglich ist jedoch auch, ob die Schule tatsächlich der richtige Ort ist, um Finanzwissen nachhaltig zu vermitteln. Auch wenn sich immer mehr Schulen und Lehrer um die Gestaltung eines zeitgemäßen Unterrichts bemühen, erlebt man doch in den allermeisten Schulen weiterhin klassischen Frontalunterricht mit „bewährten“ Lehrmitteln.

Mit Lehrbuch und Tafel junge Menschen mit einem Thema zu erreichen, das ihnen in ihrem aktuellen Alltag noch weitgehend fremd ist, wird sicherlich nicht immer optimal gelingen. Ob ein weiteres Lehrangebot bei aktuell verbreitetem Lehrermangel und Schwierigkeiten der Aufrechterhaltung des Regelunterrichts überhaupt zu bewerkstelligen wäre, steht dabei noch auf einem ganz anderen Blatt.

Gefragt sind deshalb nicht zuletzt Banken und Sparkassen, die einerseits von Hause aus das fachliche Know-how besitzen, wenn es um Inhalte geht und andererseits frei vom Korsett eines Lehrplans und althergebrachter Lehrmethoden sind.

Kompetenz in der Finanzbildung: Banken statt Schulbanken

Banken sind gefragt, verständlicherweise „trockene“ Themen wie den Umgang mit den eigenen Finanzen sowie die Planung und Organisation der eigenen finanziellen Zukunft inklusive Jahrzehnte in der Ferne liegender Aspekte wie der Altersvorsorge so zu vermitteln, dass junge Menschen zuhören, verstehen, verinnerlichen und idealerweise motiviert werden, sich frühzeitig freiwillig zu engagieren.

Damit dies gelingt, müssen aber auch Banken umdenken: Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene – je früher Finanzbildung mit Grundlagen ansetzt, je früher Vertrauen aufgebaut und Interesse generiert wird, desto effektiver kann sie gelingen.

Gleichzeitig sind junge Menschen heute nicht mehr mit ihren Altersgenossen vor einigen Jahr-zehnten zu vergleichen: Mit einem Sparschwein zum Weltspartag oder einem hauseigenen Comic-Heftchen sind „Digital Natives“ heute nicht mehr zu erreichen, geschweige denn zu begeistern.

Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler

Stattdessen müssen Banken sich die Lebenswelten der jungen Zielgruppe erschließen. Das heißt vor allen Dingen, online präsent zu sein und zielgruppengerechten Content anzubieten. Die sozialen Medien stehen hier weit oben auf der Liste einer altersgerechten Kommunikationsstrategie.

Sie bieten eine große Vielfalt an Formaten, die geeignet sind, Zielgruppen von der jungen NextGen bis zu Studierenden und Berufseinsteigern anzusprechen: Reels, TikTok-Videos, Podcasts und weitere audiovisuelle Medienformate orientieren sich an den Konsumgewohnheiten der verschiedenen Altersgruppen.

Finanzbildung verlangt von Banken und Sparkassen hier eine detaillierte Strategie, die Inhalte und Formate zielgruppenspezifisch genau plant und im Vorfeld genau erörtert, welche Themen relevant sind und wie im ersten Schritt die erforderliche Aufmerksamkeit generiert und langfristig Wissen nachhaltig vermittelt wird.

Websites in der Finanzbildung: Information ist keine Holschuld

Neben einer kontinuierlichen und strategisch geplanten Präsenz in den sozialen Medien ist die eigene Website für Banken und Sparkassen ein wesentliches Element eines systematischen Engagements im Bereich der Finanzbildung.

Während eine Social-Media-Strategie aktiv den Kontakt zur Zielgruppe aufbauen soll, ist die Website gerade für die jüngere Zielgruppe der erste Anlaufpunkt auf der Suche nach relevanten und verlässlichen Informationen.

Hier genießen Banken auch bei der jungen Generation weiterhin einen fachlichen Vertrauensvorschuss. Damit dieser auch beim Thema Finanzbildung effektiv genutzt werden kann, darf der Informationsbedarf nicht ins Leere laufen.

Das heißt: Das Thema Finanzbildung muss explizit bedient werden und vor allen Dingen muss es leicht auffindbar sein. Junge Erwachsene sind nicht bereit, sich aufwendig durch Menüstrukturen zu navigieren, um herauszufinden, ob und wo sie Informationen zu Themen wie ETF, Altersvorsorge oder Vermögensaufbau finden.

Auch hier muss dabei eine Sprache und Formate gewählt werden, die den Konsumgewohnheiten der Zielgruppe entsprechen. Abgerundet wird das Angebot der Website durch digitale Services, bis hin zur App, die Interessierten einen niedrigschwelligen Zugang zum konkreten Beratungsangebot und Produkten bieten.

Neben dem digitalen Zugang können vor allen Dingen Banken und Sparkassen vor Ort eine Finanzbildungsstrategie um Präsenzformate erweitern. Events und Workshops sind hier ebenso zielführend einsetzbar wie Kooperationen mit Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen vor Ort.

„NextGen Finanzbildung 2026“ Unterrichtsbesuche dienen dem Lernziel

Engagement in der Finanzbildung ist für Banken und Sparkassen nicht nur eine Investition im Sinne einer Corporate Social Responsibility oder Imagepflege, sondern vielmehr ein mittelfristig unverzichtbares Element einer Wettbewerbsstrategie.

Gerade Banken vor Ort können sich auf diese Weise neue Zielgruppen erschließen und einen Gegenentwurf zur fortschreitenden Abwanderung junger Kunden zu reinen Online-Banken und Fintechs liefern. Insofern ist auch eine kritische Prüfung der Leistung einzelner Banken im Bereich der Finanzbildung legitim und sogar als Maßnahme objektiver Qualitätskontrolle sinnvoll.

Mit dem neuen Testformat „NextGen Finanzbildung 2026“ liefert die Gesellschaft für Qualitätsprüfung eine Kontrollinstanz, die das Bildungsangebot der Banken und Sparkassen auf den Prüfstand stellt, herausragende Leistung würdigt und Nachholbedarf und Versäumnisse sichtbar macht.

Quellen:

* AXA Vorsorge Report 2026

**AXA Vorsorgereport 2026

***Trendstudie „Jugend in Deutschland“, gefunden in SPIEGEL Panorama

Fotoquelle: Shutterstock 2313381155; 145003498

„Finanzbildung ist die vielleicht wichtigste Zukunftsaufgabe für Banken“

Interview mit Kai Fürderer, Mitglied der Geschäftsleitung der Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH, zum neuen Testformat „NextGen Finanzbildung 2026“

Redaktion (RD): Herr Fürderer, die Gesellschaft für Qualitätsprüfung erweitert den Young Finance Award um das neue Testformat „NextGen Finanzbildung 2026“. Warum beschäftigen Sie sich dieses Jahr so intensiv mit diesem Thema?

Kai Fürderer (KF): Weil Finanzbildung aus unserer Sicht eine der zentralen gesellschaftlichen Zukunftsaufgaben ist. Wir erleben aktuell eine Generation junger Menschen, die sich deutlich stärker mit Geldanlage, Vermögensaufbau, Altersvorsorge und finanzieller Selbstbestimmung beschäftigt als viele Generationen zuvor. Gleichzeitig werden finanzielle Entscheidungen immer komplexer.

Unsere NextGen Studie 2026 zeigt sehr deutlich, dass junge Menschen Finanzthemen wichtig finden und aktiv nach Informationen suchen. Dabei entstehen neue Informationswege, neue Erwartungen und auch neue Herausforderungen für Banken. Genau deshalb wollten wir die Frage beantworten: Welche Banken leisten heute bereits einen relevanten Beitrag zur finanziellen Bildung ihrer (jungen) Kunden?

RD: Worin unterscheidet sich „NextGen Finanzbildung 2026“ von klassischen Bankentests?

KF: Das Testformat verfolgt einen völlig anderen Blickwinkel. Wir bewerten nicht primär einzelne Produkte oder klassische Beratungsprozesse. Stattdessen analysieren wir, wie gut Banken junge Menschen dabei unterstützen, finanzielle Zusammenhänge zu verstehen und bessere Entscheidungen zu treffen.

Dabei betrachten wir Finanzbildung als strategische Aufgabe entlang der gesamten Customer Journey.

Wir untersuchen beispielsweise:

  1. Wie verständlich werden komplexe Finanzthemen erklärt?
  2. Werden Lebenssituationen junger Menschen aufgegriffen?
  3. Gibt es digitale Lern- und Informationsangebote?
  4. Werden Finanzthemen praxisnah vermittelt?
  5. Unterstützen Banken junge Kunden bei der Entwicklung finanzieller Handlungskompetenz?

Uns interessiert dabei nicht die Produktwerbung, sondern die tatsächliche Bildungsleistung und dies über alle Kanäle hinweg (von der Webseite über Podcasts bis hin zu Social Media).

RD: Warum gewinnt das Thema gerade jetzt an Bedeutung?

KF: Weil sich das Informationsverhalten radikal verändert. Junge Menschen informieren sich heute über soziale Medien, Podcasts, YouTube, ChatGPT oder Finfluencer. Banken konkurrieren längst nicht mehr nur mit anderen Banken, sondern mit einer Vielzahl neuer Informationsanbieter.

Die entscheidende Frage lautet deshalb: Schaffen es Banken, als vertrauenswürdige Quelle für Finanzwissen wahrgenommen zu werden?

Genau hier sehen wir enormes Potenzial. Denn Banken verfügen über Fachwissen, Erfahrung und Zugang zu den Menschen in wichtigen Lebenssituationen. Dieses Potenzial wird vielerorts noch nicht konsequent genutzt.

RD: Die NextGen Studie 2026 zeigt gleichzeitig eine hohe Bedeutung persönlicher Beratung. Ist das kein Widerspruch?

KF: Ganz im Gegenteil. Eines der spannendsten Ergebnisse unserer Studie lautet: Junge Menschen wünschen sich weiterhin persönliche Beratung. Rund 78 Prozent bewerten persönliche Beratung als wichtig oder sehr wichtig. Gleichzeitig sehen nur etwa 53 Prozent diesen Anspruch bei ihrer Hausbank erfüllt. Das zeigt, dass Beratung nicht an Bedeutung verliert. Aber die Erwartungen verändern sich.

Die junge Generation möchte selbstbestimmt Entscheidungen treffen. Sie erwartet Transparenz, Orientierung und verständliche Informationen. Beratung wird dadurch weniger zum Verkaufsgespräch und stärker zum Entscheidungsbegleiter. Finanzbildung und Beratung gehören deshalb unmittelbar bzw. untrennbar zusammen.

RD: Welche Rolle sollten Banken künftig in der Finanzbildung übernehmen?

KF: Banken sollten sich als Lernbegleiter ihrer Kunden verstehen. Wer Finanzbildung nur als Schulprojekt betrachtet, greift zu kurz.

Finanzbildung findet in Lebenssituationen statt:

  • erste eigene Wohnung,
  • erstes Gehalt,
  • Studienbeginn,
  • Berufseinstieg,
  • Familiengründung,
  • Vermögensaufbau,
  • Immobilienerwerb,
  • Altersvorsorge.

Genau in diesen Momenten entstehen Fragen und Informationsbedarfe. Die besten Banken werden künftig diejenigen sein, die diese Lebenssituationen erkennen und ihren Kunden rechtzeitig die passenden Informationen, Werkzeuge und Ansprechpartner anbieten.

RD: Kritiker könnten sagen: Finanzbildung gehört in die Schule und nicht zur Aufgabe von Banken.

KF: Natürlich brauchen wir mehr Finanzbildung in Schulen. Aber die Realität sieht anders aus. Viele finanzielle Entscheidungen treffen Menschen erst Jahre nach ihrer Schulzeit. Zudem entwickeln sich Produkte, Märkte und Rahmenbedingungen permanent weiter.

Deshalb braucht Finanzbildung mehrere Akteure. Schulen schaffen Grundlagen. Eltern vermitteln Erfahrungen. Medien sorgen für Aufmerksamkeit. Und Banken können dort unterstützen, wo konkrete finanzielle Entscheidungen anstehen. Aus unserer Sicht ist das keine Vertriebsaufgabe, sondern ein Beitrag zu mehr Verbraucherorientierung.

RD: Welche Banken werden im Test besonders erfolgreich sein?

KF: Nicht zwangsläufig die größten. Unsere Erfahrung aus allen Testformaten zeigt: Exzellenz entsteht selten durch Größe, sondern durch Konsequenz.

Erfolgreich werden Institute sein, die:

  1. junge Menschen wirklich verstehen,
  2. Lebenssituationen konsequent in den Mittelpunkt stellen,
  3. verständlich kommunizieren,
  4. digitale und persönliche Angebote intelligent kombinieren,
  5. Finanzbildung als strategische Aufgabe begreifen.

Viele Regionalbanken bringen dafür hervorragende Voraussetzungen mit.

RD: Die Gesellschaft für Qualitätsprüfung versteht sich seit Jahren als kritischer Marktbeobachter. Welche Rolle spielt dieser Anspruch beim neuen Test?

KF: Eine sehr große. Unsere Aufgabe ist nicht, Entwicklungen zu feiern oder schlechtzureden. Wir wollen Orientierung geben. Für Verbraucher bedeutet das Transparenz. Für Banken bedeutet das Inspiration.

Wir beobachten den Markt unabhängig und formulieren bewusst eine klare Meinung zu der Frage, was aus Kundensicht eine gute Lösung ist.

Dabei sind wir konstruktiv kritisch. Wir zeigen Stärken auf, benennen aber auch Defizite und Verbesserungspotenziale. Genau darin liegt aus unserer Sicht der Mehrwert eines guten Testinstituts.

RD: Was möchten Sie mit dem Young Finance Award insgesamt erreichen?

KF: Der Young Finance Award soll sichtbar machen, welche Institute die Zukunft bereits heute gestalten.
Mit Formaten wie „NextGen Bank“, „NextGen Privatbank“, „NextGen Vermögensverwalter“ und nun „NextGen Finanzbildung“ möchten wir nicht nur Rankings veröffentlichen.

Wir wollen Impulse setzen. Die Zukunft erfolgreicher Banken wird nicht allein durch Produkte entschieden. Sie wird durch Vertrauen, Orientierung, Finanzkompetenz und exzellente Beratung geprägt.

Finanzbildung ist dabei kein Nebenschauplatz. Sie könnte zu einem der wichtigsten Differenzierungsmerkmale im Wettbewerb um die nächste Kundengeneration werden.

Weitere Details und die Ergebnisse veröffentlichen wir im August 2026 auf unserer Homepage.

NextGen Finanzbildung 2026: Warum Banken Finanzbildung neu denken müssen

Finanzbildung gehört zu den meistdiskutierten Themen der vergangenen Jahre. Politik, Wissenschaft, Verbraucherschützer und Finanzdienstleister sind sich weitgehend einig: Die finanzielle Kompetenz in Deutschland muss gestärkt werden. Gleichzeitig zeigt sich jedoch ein bemerkenswerter Widerspruch. Noch nie gab es so viele Informationen rund um Geldanlage, Vorsorge oder Vermögensaufbau wie heute und dennoch fühlen sich viele Menschen weiterhin unsicher, wenn es um finanzielle Entscheidungen geht.

Insbesondere junge Zielgruppen stehen dabei im Fokus. Studien der OECD, des Bankenverbands, des SAFE-Instituts oder auch die Ergebnisse der „NextGen Studie 2026“ der Gesellschaft für Qualitätsprüfung zeigen ein klares Bild. Das Interesse an Finanzthemen ist hoch, die Nachfrage nach verständlichen und praxisnahen Inhalten steigt kontinuierlich, doch die bestehenden Angebote erreichen die Zielgruppen häufig nicht in ausreichendem Maße.

Vor diesem Hintergrund startet die Gesellschaft für Qualitätsprüfung mit „NextGen Finanzbildung 2026“ einen neuen, umfassenden Marktvergleich. Ziel des neuen Testformats ist es, die Finanzbildungsangebote von Banken und Sparkassen systematisch zu analysieren und insbesondere aus Sicht der jungen, digital-affinen Kundengeneration zu bewerten.

Dabei geht es bewusst nicht nur um die Frage, ob Finanzbildungsangebote vorhanden sind. Im Mittelpunkt stehen vielmehr die Qualität, Sichtbarkeit, Reichweite und Relevanz der Angebote.

Denn die entscheidende Frage lautet heute nicht mehr:
„Welche Bank bietet Finanzbildung an?“

sondern vielmehr:
„Welche Bank schafft es, Finanzbildung so aufzubereiten, dass junge Menschen sie tatsächlich konsumieren, verstehen und nutzen?“

Finanzbildung verändert sich grundlegend

Die klassische Finanzbildung war über viele Jahre stark geprägt von Broschüren, Vorträgen oder statischen Informationsangeboten. Diese Formate existieren weiterhin und erfüllen insbesondere im schulischen oder institutionellen Kontext nach wie vor eine wichtige Funktion. Gleichzeitig hat sich jedoch das Informationsverhalten junger Menschen massiv verändert.

Finanzwissen wird heute zunehmend:

  1. über Social Media konsumiert,
  2. über kurze Videoformate vermittelt,
  3. in Podcasts diskutiert,
  4. über Influencer und Creator erklärt,
  5. und häufig direkt in den Alltag integriert.

TikTok, Instagram, YouTube oder Podcasts haben sich längst zu relevanten Finanzbildungsplattformen entwickelt. Gleichzeitig entstehen neue Herausforderungen. Denn Reichweite bedeutet nicht automatisch Qualität. Gerade im Bereich der Finanzbildung ist die Qualität der Inhalte von zentraler Bedeutung.

Banken und Sparkassen verfügen hierbei über einen wichtigen Vertrauensvorteil. Sie besitzen die fachliche Kompetenz, regulatorische Erfahrung und oftmals auch die Nähe zur Zielgruppe. Die Herausforderung besteht jedoch darin, dieses Wissen zeitgemäß zu vermitteln.

Genau hier setzt der neue Test „NextGen Finanzbildung 2026“ bzw. „Exzellente Finanzbildung 2026“ an.

Zielsetzung des neuen Testformats

Mit dem neuen Testformat verfolgt die Gesellschaft für Qualitätsprüfung mehrere Ziele.
Zum einen soll erstmals transparent analysiert werden, wie Regionalbanken Finanzbildung digital und zielgruppengerecht umsetzen. Zum anderen soll sichtbar werden, welche Institute sich bereits heute als moderne Bildungsanbieter positionieren und welche Häuser noch stark auf klassische Informationslogiken setzen.

Dabei steht insbesondere die Generation der jungen Erwachsenen im Fokus:

  • Berufseinsteiger,
  • Studierende,
  • junge Anleger,
  • digital-affine Kundinnen und Kunden,
  • sowie die sogenannte „NextGen“.

Die Untersuchung analysiert dabei sowohl die klassischen Finanzbildungsangebote auf den Webseiten als auch die digitale Kommunikation über Social Media, Videoformate, Podcasts oder innovative Bildungsansätze.

Die sechs zentralen Bewertungskategorien

Der neue Test basiert auf sechs Hauptkategorien, die gemeinsam ein umfassendes Bild der Finanzbildungsqualität eines Instituts ermöglichen.

1. Sichtbarkeit & Auffindbarkeit

Wie leicht finden junge Menschen überhaupt Finanzbildung?

Die erste Kategorie analysiert die digitale Sichtbarkeit von Finanzbildungsangeboten.
Denn selbst hochwertige Inhalte verlieren ihren Nutzen, wenn sie von der Zielgruppe nicht gefunden werden.

Im Rahmen der Analyse wird untersucht:

  1. Gibt es eine eigene Finanzbildungsseite?
  2. Ist diese intuitiv erreichbar?
  3. Werden Finanzbildungsthemen aktiv auf der Startseite platziert?
  4. Gibt es spezielle Bereiche für junge Zielgruppen?
  5. Werden relevante Suchbegriffe wie ETF, Altersvorsorge oder Vermögensaufbau aktiv bespielt?

Gerade im digitalen Umfeld entscheidet die Auffindbarkeit zunehmend über die tatsächliche Wirkung eines Angebots. Viele Institute verfügen zwar über umfangreiche Inhalte, diese sind jedoch häufig tief in der Webseitenstruktur verborgen oder primär produktorientiert aufgebaut.

Die führenden Institute im Bereich Finanzbildung schaffen hingegen eigene Content-Welten, Landingpages oder digitale Plattformen, die Finanzwissen sichtbar und leicht konsumierbar machen.

2. Social Media & Content

Finanzbildung findet heute im Feed statt

Die zweite Kategorie analysiert die Nutzung von Social Media und digitalen Content-Formaten.
Hier zeigt sich derzeit die wohl größte Veränderung im Markt.

Während klassische Bankenkommunikation häufig noch stark auf Produktinformationen fokussiert ist, setzen moderne Institute zunehmend auf:

  • Reels,
  • TikTok-Videos,
  • Story-Formate,
  • Podcasts,
  • kurze Erklärvideos,
  • oder regelmäßige Finanzbildungsserien.

Bewertet werden unter anderem:

  • die Nutzung relevanter Plattformen,
  • die Regelmäßigkeit von Finanzbildungscontent,
  • die Verständlichkeit der Inhalte,
  • die Aufbereitung aktueller Themen,
  • die Interaktion mit der Community,
  • sowie die Reichweite und Sichtbarkeit.

Besonders spannend ist hierbei die Frage, ob Finanzbildung aktiv ausgespielt wird oder lediglich passiv bereitgestellt wird.

Die erfolgreichsten Institute im Markt denken Finanzbildung heute nicht mehr als statisches Informationsangebot, sondern als kontinuierlichen Content-Prozess.

3. Content-Tiefe & Didaktik

Echte Bildung statt reiner Aufmerksamkeit. Reichweite allein reicht nicht aus.

Gerade im Bereich Finanzen ist die Qualität der Inhalte entscheidend. Deshalb analysiert die dritte Kategorie die didaktische Tiefe und Struktur der Angebote.

Untersucht wird beispielsweise:

  • Werden Inhalte verständlich erklärt?
  • Gibt es unterschiedliche Schwierigkeitsgrade?
  • Werden Risiken transparent dargestellt?
  • Gibt es konkrete Praxisbeispiele?
  • Werden verschiedene Formate kombiniert?
  • Existieren strukturierte Lernpfade?

Die Kategorie trennt bewusst zwischen oberflächlicher Aufmerksamkeit und echter Wissensvermittlung.
Denn viele Inhalte erzielen zwar hohe Reichweiten, vermitteln jedoch nur begrenzten Mehrwert.

Die führenden Anbieter kombinieren dagegen:

  1. einfache Sprache,
  2. hohe fachliche Qualität,
  3. praxisnahe Beispiele,
  4. und moderne Vermittlungsformen.

4. Zielgruppenfitness & NextGen-Fokus

Spricht die Bank wirklich die Lebensrealität junger Menschen an?

Die vierte Kategorie stellt die Perspektive der Zielgruppe konsequent in den Mittelpunkt. Denn moderne Finanzbildung muss sich an der Lebensrealität der Nutzer orientieren.

Analysiert wird unter anderem:

  • Werden typische Lebenssituationen adressiert?
  • Werden Themen wie erste Wohnung, erstes Gehalt oder ETF-Sparen aufgegriffen?
  • Ist die Sprache authentisch?
  • Sind die Formate modern und visuell?
  • Wird Finanzbildung alltagsnah vermittelt?

Die Analyse zeigt bereits heute deutlich: Junge Menschen erwarten keine klassischen Bankvorträge.

Sie erwarten:

  • schnelle Orientierung,
  • verständliche Inhalte,
  • konkrete Handlungshilfen,
  • und Formate, die sich in ihren digitalen Alltag integrieren.

Die erfolgreichsten Institute schaffen es dabei, Finanzbildung nicht wie Unterricht wirken zu lassen, sondern wie relevanten Content.

5. Angebotsbreite & Ökosystem

Finanzbildung endet nicht beim Social-Media-Post

Die fünfte Kategorie analysiert die Breite und Verzahnung der Angebote. Denn moderne Finanzbildung entsteht zunehmend als Ökosystem.

Bewertet werden:

  1. Schulprogramme,
  2. Workshops,
  3. Webinare,
  4. Events,
  5. Podcasts,
  6. Apps,
  7. digitale Tools,
  8. sowie Kooperationen mit Schulen, Hochschulen oder externen Partnern.

Dabei zeigt sich, dass insbesondere die erfolgreichsten Banken verschiedene Formate intelligent miteinander kombinieren.

Sie verbinden:

  • digitale Reichweite,
  • persönliche Nähe,
  • Community,
  • Beratung,
  • und Content.

Die Analyse untersucht deshalb nicht nur einzelne Maßnahmen, sondern die strategische Gesamtlogik der Angebote.

6. Innovation & Differenzierung

Welche Banken schaffen echte Wiedererkennbarkeit?

Die sechste Kategorie analysiert den Innovationsgrad der Finanzbildungsangebote.
Hier zeigt sich besonders deutlich, welche Institute Finanzbildung bereits heute als strategisches Differenzierungsmerkmal verstehen.

Bewertet werden unter anderem:

  • innovative Formate,
  • Edutainment-Ansätze,
  • Pop-up-Konzepte,
  • Creator-Formate,
  • Apps,
  • KI-basierte Ansätze,
  • oder klar erkennbare Signature-Formate.

Einige Banken entwickeln mittlerweile eigenständige Marken oder Plattformen rund um Finanzbildung.

Diese Institute schaffen es, Finanzwissen mit Unterhaltung, Community und digitaler Sichtbarkeit zu verbinden.
Genau hier entstehen derzeit die spannendsten Entwicklungen im Markt.

Wirkung statt Angebotsmenge

Ein zentrales Ziel der Studie besteht darin, die Perspektive auf Finanzbildung grundlegend zu verändern. Denn die Anzahl der Angebote allein sagt nur wenig über deren tatsächliche Wirkung aus.

Viele Banken verfügen über umfangreiche Informationsangebote, erreichen damit jedoch nur begrenzte Aufmerksamkeit.

Die entscheidenden Fragen lauten daher:

  • Wird Finanzbildung aktiv konsumiert?
  • Werden Inhalte freiwillig genutzt?
  • Erzielt die Bank Reichweite und Relevanz?
  • Und gelingt es, Vertrauen und Kompetenz digital sichtbar zu machen?

Die Studie setzt deshalb bewusst einen Schwerpunkt auf Sichtbarkeit, Konsumierbarkeit und digitale Wirkung. Warum Finanzbildung zum strategischen Wettbewerbsfaktor wird.
Die Bedeutung von Finanzbildung wird in den kommenden Jahren weiter steigen.

Mehrere Entwicklungen verstärken diesen Trend:

  • zunehmende Eigenverantwortung bei der Altersvorsorge,
  • steigende Bedeutung des Kapitalmarkts,
  • höhere Komplexität finanzieller Entscheidungen,
  • digitale Informationsflut,
  • sowie die wachsende Bedeutung sozialer Medien.

Gleichzeitig verändert sich die Rolle der Banken. Junge Kundinnen und Kunden erwarten heute nicht mehr nur Produkte oder Beratung.

Sie erwarten:

  • Orientierung,
  • Einordnung,
  • verständliche Erklärungen,
  • und kontinuierlichen Mehrwert.

Finanzbildung entwickelt sich damit zunehmend vom gesellschaftlichen Auftrag zum strategischen Wettbewerbsfaktor.

Ausblick: Die Zukunft der Finanzbildung

Die Ergebnisse der Studie „NextGen Finanzbildung 2026“ werden zeigen, welche Institute die Transformation bereits aktiv gestalten.

Dabei zeichnet sich schon heute ein klares Muster ab. Die erfolgreichsten Banken denken Finanzbildung nicht als Broschüre oder Seminar.

Sie denken:

  1. in Plattformen,
  2. in Communities,
  3. in Serien,
  4. in digitalen Formaten,
  5. und in kontinuierlicher Sichtbarkeit.

Die Zukunft der Finanzbildung entscheidet sich damit nicht allein in der Qualität der Inhalte, sondern vor allem in der Fähigkeit, diese Inhalte relevant, sichtbar und konsumierbar zu machen.

Oder anders formuliert:
Finanzbildung ist heute kein Informationsproblem mehr. Sie ist ein Distributionsproblem.
Und genau dieses Problem macht „NextGen Finanzbildung 2026“ erstmals umfassend messbar.

Leseempfehlungen unserer Redaktion:

  1. „Finanzbildung ist die vielleicht wichtigste Zukunftsaufgabe für Banken“
  2. „Warum junge Menschen Finanzbildung benötigen und wie Banken Kompetenzen vermitteln können“
  3. Interview mit Iris und Kai Fürderer zur Studie „NextGen Finanzbildung“

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Finanzhunger der Gen Z: Warum finanzielle Unabhängigkeit zur strategischen Aufgabe für Regionalbanken wird

Die Generation Z will nicht einfach nur sparen. Sie will unabhängig sein. Finanzielle Freiheit, Selbstbestimmung und die Möglichkeit, das eigene Leben aktiv gestalten zu können, gehören inzwischen zu den zentralen Lebenszielen junger Menschen. Genau darin liegt eine der größten Chancen – aber auch eine der größten Herausforderungen – für Banken und Sparkassen in Deutschland.

Eine aktuelle Studie der IU Internationalen Hochschule zeigt eindrucksvoll, wie stark das Thema finanzielle Unabhängigkeit insbesondere die junge Generation beschäftigt. Für die große Mehrheit der Gen Z ist finanzielle Unabhängigkeit das wichtigste finanzielle Ziel überhaupt und dies ist deutlich stärker ausgeprägt als im Durchschnitt der Gesamtbevölkerung. Gleichzeitig machen sich viele junge Erwachsene Sorgen um Altersvorsorge, wirtschaftliche Stabilität und den langfristigen Erhalt ihres Lebensstandards.

Doch der Wunsch nach finanzieller Freiheit allein reicht nicht aus. Wer finanziell unabhängig werden möchte, benötigt drei Dinge: Einkommen, Disziplin und vor allem Wissen.
Genau hier beginnt die eigentliche Herausforderung.

Die Gen Z ist finanzinteressiert, aber nicht automatisch finanzgebildet

Die öffentliche Diskussion rund um die Generation Z ist häufig von Klischees geprägt. Mal gilt sie als konsumorientiert, mal als digital überfordert oder gar beratungsfern. Die Realität ist deutlich differenzierter.

Die IU-Studie zeigt einerseits eine hohe Motivation und Hoffnung im Umgang mit Geld, andererseits aber auch Unsicherheiten und ein erhöhtes Risiko impulsiver finanzieller Entscheidungen. So geben junge Erwachsene deutlich häufiger an, Geld spontan auszugeben, obwohl sie eigentlich langfristige Ziele verfolgen wollten. Gleichzeitig beeinflussen soziale Medien die finanziellen Entscheidungen der Gen Z wesentlich stärker als bei älteren Generationen.

Das ist ein hochrelevanter Befund.

Denn wer finanzielle Informationen überwiegend über TikTok, Instagram oder YouTube konsumiert, trifft zwangsläufig auch auf vereinfachte, emotionalisierte oder teilweise problematische Inhalte. Zwischen ETF-Sparplan, Kryptowährungen, „Finfluencern“ und kurzfristigen Renditeversprechen entsteht schnell der Eindruck, finanzielle Unabhängigkeit sei lediglich eine Frage der richtigen App oder der nächsten (guten) Investmentidee.

Doch nachhaltiger Vermögensaufbau funktioniert anders.

Finanzielle Unabhängigkeit entsteht nicht durch einzelne Produkte, sondern durch ein grundlegendes Verständnis von Geld, Risiko, Vorsorge und langfristiger Planung. Genau deshalb wird Finanzbildung zu einer der zentralen Zukunftsaufgaben der Finanzbranche.

Die NextGen Studie zeigt deutlich, dass junge Kunden  Orientierung wollen

Auch die Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH kommt im Rahmen der „NextGen Studie 2026“ zu einem klaren Ergebnis: Junge Erwachsene sind keineswegs beratungsfern oder ausschließlich digital orientiert. Vielmehr erwarten sie eine Kombination aus digitalen Angeboten, verständlichen Informationen und persönlicher Orientierung.

Besonders spannend ist dabei, dass persönliche Beratung weiterhin eine hohe Bedeutung besitzt, allerdings in einer anderen Form als früher. Junge Menschen wünschen sich keine produktgetriebene Verkaufsberatung, sondern verständliche Begleitung entlang ihrer konkreten Lebenssituationen:

  1. erste Wohnung,
  2. erstes Gehalt,
  3. Berufseinstieg,
  4. Vermögensaufbau,
  5. Altersvorsorge,
  6. Absicherung der Arbeitskraft,
  7. oder die ersten größeren finanziellen Entscheidungen.

Gerade Regionalbanken besitzen hier eigentlich ideale Voraussetzungen. Sie verfügen über Nähe, Vertrauen, regionale Verankerung und persönliche Ansprechpartner. Doch diese traditionellen Stärken müssen künftig stärker mit moderner Finanzbildung, digitalen Informationsangeboten und niedrigschwelligen Beratungsformaten verbunden werden.

Finanzbildung wird zum Wettbewerbsfaktor

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht mehr, ob Banken digitale Angebote benötigen. Die entscheidende Frage lautet vielmehr:
Welche Institute schaffen es, jungen Menschen echte finanzielle Kompetenz zu vermitteln?
Denn die Gen Z sucht heute nicht nur Produkte. Sie sucht erst einmal Orientierung.

Institute, die Finanzthemen verständlich erklären, Transparenz schaffen und junge Menschen frühzeitig bei wichtigen finanziellen Entscheidungen begleiten, werden langfristig Vertrauen aufbauen können. Genau dieses Vertrauen entscheidet künftig darüber, welche Bank zur langfristigen Hausbank wird.

Dabei geht es längst nicht nur um klassische Beratungsgespräche in der Filiale. Finanzbildung entsteht heute an vielen Touchpoints gleichzeitig:

  • über verständliche Webseiten,
  • über Social Media,
  • über Podcasts,
  • über Chat-Dialoge,
  • über digitale Finanzplanung,
  • über hybride Beratungsmodelle,
  • und über eine Kommunikation, die die Lebensrealität junger Menschen tatsächlich versteht.

Die „NextGen Studie 2026“ zeigt dabei sehr deutlich, dass Banken mit modernen digitalen Informations- und Beratungsangeboten durchaus hohe Relevanz bei jungen Kundinnen und Kunden erreichen können.

Deshalb analysiert die Gesellschaft für Qualitätsprüfung künftig auch die Finanzbildung

Genau aus diesem Grund richtet die Gesellschaft für Qualitätsprüfung ihren Blick künftig noch stärker auf das Thema Finanzbildung im Rahmen der Studie „NextGen Finanzbildung“.

Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie Regionalbanken junge Menschen dabei unterstützen, finanzielle Zusammenhänge besser zu verstehen und eigenständige finanzielle Entscheidungen treffen zu können.

Denn exzellente Beratungsqualität beginnt nicht erst beim Produktabschluss. Sie beginnt viel früher – nämlich dort, wo Banken Orientierung geben, Wissen vermitteln und finanzielle Zusammenhänge verständlich machen.

Der „Finanzhunger“ der Gen Z ist real. Junge Menschen wollen verstehen, wie Vermögensaufbau funktioniert. Sie wollen finanziell unabhängig werden. Und sie sind bereit, sich mit Geld intensiv auseinanderzusetzen.

Die entscheidende Frage lautet deshalb:

Welche Banken schaffen es, diesen Finanzhunger in langfristiges Vertrauen, nachhaltige Kundenbeziehungen und echte finanzielle Kompetenz zu übersetzen?

Die Testergebnisse zu der Studie „NextGen Finanzbildung 2026“ werden spätestens im August 2026 auf unserer Webseite veröffentlicht.

 

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„Vom Bankschalter zur Banking-App: Warum Beratung trotz Digitalisierung wichtiger denn je wird“

Die klassische Bankfiliale verliert zunehmend ihre frühere Selbstverständlichkeit als zentraler Kontaktpunkt zwischen Kunde und Bank – genau das zeigt die aktuelle Studie von YouGov sehr deutlich.

Während früher der Gang zur Filiale für Überweisungen, Beratung oder Kontoeröffnung selbstverständlich war, verschiebt sich die Interaktion heute immer stärker in digitale Kanäle. Banking wird mobil, permanent verfügbar und zunehmend Teil des alltäglichen Smartphone-Ökosystems.

Besonders spannend aus Sicht der Gesellschaft für Qualitätsprüfung ist dabei jedoch nicht der reine Rückgang der Filialnutzung, sondern die tiefgreifende Veränderung der Kundenerwartungen.
Die vergangenen Studien und Veröffentlichungen der letzten Tage zeichnen hierzu ein erstaunlich konsistentes Bild. Die Menschen wünschen sich digitale Einfachheit, Geschwindigkeit und intuitive Nutzererlebnisse – gleichzeitig steigt aber paradoxerweise auch das Bedürfnis nach Orientierung, Vertrauen und persönlicher Unterstützung.

So zeigte bereits die aktuelle Allianz-Studie zur Altersvorsorge, dass viele Menschen zwar wissen, wie wichtig finanzielle Vorsorge geworden ist, sich jedoch gleichzeitig überfordert fühlen, konkrete Entscheidungen zu treffen.

Der Allianz Vorsorge Index 2026 unterstreicht ebenfalls die große Diskrepanz zwischen Problembewusstsein und tatsächlicher Umsetzung. Die Folge ist, dass Kunden zunehmend nach verständlicher Begleitung in einer komplexer werdenden Finanzwelt suchen.

Genau hier entsteht die neue Rolle der Banken. Nicht mehr als reine Infrastruktur für Konten und Transaktionen – sondern als vertrauenswürdiger Navigator für finanzielle Entscheidungen.

Auch die BCG-Studie zu den sogenannten „Emerging Affluents“ bestätigt diesen Wandel eindrucksvoll. Junge, einkommensstarke und digital affine Zielgruppen erwarten heute eine nahtlose Verbindung aus exzellenter App-Nutzung, digitaler Selbstständigkeit und gleichzeitig hochwertiger persönlicher Beratung.

Digitale Kanäle ersetzen dabei nicht automatisch den Menschen – sie verändern vielmehr die Form der Interaktion. Beratung findet künftig häufiger per Video, Chat oder hybrid statt, muss aber weiterhin Kompetenz, Vertrauen und Individualität vermitteln.

Genau diese Entwicklung beobachtet die Gesellschaft für Qualitätsprüfung seit Jahren auch im Rahmen ihrer „NextGen Studie 2026“ sowie beim „Young Finance Award“. Die Generation Z und junge Millennials sind zwar mit Smartphones aufgewachsen, dennoch wünschen sich laut der Studienergebnisse rund 78 Prozent persönliche Beratung zumindest bei wichtigen Finanzentscheidungen.

Gleichzeitig haben sich die Maßstäbe massiv verändert. Junge Kundinnen und Kunden vergleichen Banken heute nicht mehr nur mit anderen Banken, sondern mit den Nutzererlebnissen von Spotify, Amazon, Apple oder Neo-Brokern. Geschwindigkeit, Verständlichkeit, Transparenz und digitale Erlebnisqualität werden damit zum Hygienefaktor.

Die YouGov-Studie macht zudem sichtbar, dass die Filiale künftig vor allem dort relevant bleibt, wo Komplexität, Vertrauen oder hohe finanzielle Bedeutung eine Rolle spielen: Baufinanzierung, Vermögensaufbau, Altersvorsorge oder Private Banking.

Gerade deshalb steigt die Bedeutung exzellenter Beratungsqualität sogar weiter an – allerdings nicht mehr ausschließlich innerhalb der Filiale selbst. Entscheidend wird vielmehr die Qualität der gesamten Customer Journey; von Social Media über die Website und Banking-App bis hin zur persönlichen Beratung und Nachbetreuung.

Parallel verändert sich auch die Informationswelt massiv. Die Podcast-Folge von „Finanz-Gourmet“ über Finfluencer und Finanzbetrug hat zuletzt eindrucksvoll gezeigt, wie stark junge Menschen ihre Finanzinformationen inzwischen über TikTok, Podcasts oder digitale Communities beziehen.

Dadurch steigt die Verantwortung seriöser Banken, Sparkassen und Finanzpartner, glaubwürdige, verständliche und authentische Inhalte bereitzustellen. Finanzbildung wird damit zunehmend zum strategischen Erfolgsfaktor.

Auch internationale Beispiele wie „George Junior“ der Erste Bank zeigen, wohin die Reise geht. Banking beginnt heute deutlich früher, wird spielerischer, digitaler und langfristiger gedacht. Banken versuchen zunehmend, Kundinnen und Kunden über verschiedene Lebensphasen hinweg digital zu begleiten – und damit früh Vertrauen aufzubauen.

Die zentrale Erkenntnis aus allen aktuellen Studien lautet deshalb, dass die Zukunft des Bankings weder rein digital noch rein filialbasiert ist. Erfolgreiche Institute schaffen vielmehr eine intelligente Verbindung aus digitaler Exzellenz, verständlicher Kommunikation und hochwertiger persönlicher Beratung.

Die Filiale verschwindet nicht vollständig – aber ihre Rolle verändert sich fundamental. Sie wird vom alltäglichen Transaktionsort zum Ort für Orientierung, Vertrauen und komplexe finanzielle Entscheidungen.

Oder anders formuliert: Die wichtigste Filiale der Zukunft befindet sich vermutlich nicht mehr an der Straßenecke – sondern direkt auf dem Smartphone. Entscheidend bleibt jedoch, ob hinter der App weiterhin echte Kompetenz, glaubwürdige Beratung und menschliche Relevanz spürbar sind.

Das bestätigt auch die ganz aktuelle Umfrage zum Finanzwissen der Deutschen vom Bankenverband. Das Interesse an Finanzthemen wächst – aber beim konkreten Wissen klaffen weiterhin große Lücken.

Genau das zeigt die aktuelle Studie des Bundesverbands deutscher Banken eindrucksvoll. Mittlerweile interessiert sich fast jeder zweite Deutsche aktiv für Finanz- und Wirtschaftsthemen.

Besonders spannend: Gerade die 18- bis 29-Jährigen zeigen ein deutlich höheres Interesse als noch vor wenigen Jahren. Gleichzeitig beschäftigen sich jedoch weniger als die Hälfte regelmäßig mit den eigenen Finanzen – und fast jeder zweite junge Erwachsene weiß nicht, was eine „Rentenlücke“ überhaupt ist.

 

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