Warum junge Menschen Finanzbildung benötigen und wie Banken Kompetenzen vermitteln können

Vom Taschengeld zur Altersvorsorge: Warum junge Menschen Finanzbildung benötigen und wie Banken Kompetenzen vermitteln können

Jugend und Verantwortungsbewusstsein sind erfahrungsgemäß zwei auf den ersten Blick schwer zu vereinbarende Begriffe. Gerade wenn es um das Thema Geld oder spezifischer um Bereiche wie Vermögensaufbau, Absicherung und Vorsorge geht, verliert die Jugend jedoch zunehmend ihre sprichwörtliche „Unschuld“.

Finanzbildung war wohl noch nie so wichtig, wie heute. Warum ist dies so, welchen besonderen Herausforderungen müssen sich junge Menschen stellen und wie können Banken dazu beitragen, jungen Menschen durch Finanzbildung die finanzielle Zukunft zu sichern?

„Man muss nur mit kleinen Beträgen früh genug anfangen und darf es nie unterbrechen. Und wenn Sie mit 50 Euro im Monat anfangen, dann haben Sie eine sechsstellige Altersversorgung, wenn Sie dann mit 65 oder 68 in den Ruhestand gehen.“

Bundeskanzler Friedrich Merz ist nicht der Einzige, der mit solchen Empfehlungen eine Lösung für das wachsende Problem der gesetzlichen Rente präsentiert: private Vorsorge.

Ungeachtet der Frage, ob und unter welchen konkreten Voraussetzungen diese Rechnung wirklich aufgeht, setzt sie zweierlei voraus. Zum einen das Engagement der jungen Generation – denn nur wenn in jungen Jahren mit der individuellen Vorsorge begonnen wird, besteht tatsächlich die Chance, auch mit geringerem finanziellen Aufwand eine Lücke in der Altersvorsorge zu schließen – und zum anderen vor allen Dingen die erforderliche Kompetenz aufzubauen, die richtigen Entscheidungen zu treffen und Weichen zu stellen.

Was es hierzu braucht, ist Finanzbildung als Ergebnis einer kompetenten und gleichzeitig pädagogisch zielgruppenorientierten Wissensvermittlung.

Spare in der Zeit … Wenn Sorglosigkeit zum Verhängnis wird

Zum Thema Finanzbildung stellt exemplarisch Dr. Klaus Hurrelmann, Soziologe und seit 2009 Professor für Public Health and Education an der Hertie School of Governance in Berlin fest:
„Der Gesetzgeber hat jungen Menschen eine große Verantwortung für die Zukunftsvorsorge auferlegt, aber versäumt, ihnen das Wissen und die Kenntnisse dazu zu vermitteln.“

In der Lebensrealität bedeutet dies, dass nach aktuellen Untersuchungen nur 52%* der Deutschen ab 18 Jahren regelmäßig in die private Altersvorsorge investieren. 40 %** der 18- bis 24-Jährigen geben sogar an, die Hauptverantwortung für die Altersvorsorge beim Staat zu sehen, weshalb sie selbst nicht oder nur wenig selbst investieren. Im Gegensatz dazu geben in Umfragen 20 %*** der 14- bis 29-Jährigen an, Schulden zu haben.

Objektiv betrachtet also eine besorgniserregende Entwicklung die vor allen Dingen eines belegt: Jungen Erwachsenen, die erste praktische Erfahrungen im Umgang mit dem eigenen Einkommen sammeln, fehlt die wünschenswerte Kompetenz, um schwerwiegende Fehler zu vermeiden und langfristig vernünftige und vor allen Dingen zielführende Entscheidungen zu treffen.

Versetzung gefährdet: Finanzbildung nach Lehrbuch

Da es bei der dringend erforderlichen Finanzbildung auf den ersten Blick um ein pädagogisches Angebot handelt, liegt der Gedanke nahe, diese Aufgabe den Schulen zu übertragen.

Einen verpflichtenden Wirtschaftsunterricht gibt es bisher jedoch nur an einem Bruchteil deutscher Schulen und die systematische Vermittlung von Finanzwissen findet bisher nur auf Initiative einzelner Bundesländer statt und ist ansonsten ein sporadisches und rein freiwilliges Angebot einzelner Schulen oder sogar einzelner Lehrkräfte.

Von staatlicher Seite wird in Gestalt des Finanz- und des Bildungsministeriums zwar schon seit 2023 an einer Finanzbildungsstrategie gearbeitet, trotz der Forderung einer großen Mehrheit von Lehrkräften wurden entsprechende Inhalte bisher aber nicht im Lehrplan verankert und auch das hierfür erforderliche Lehrmaterial fehlt weiterhin weitestgehend.

Fraglich ist jedoch auch, ob die Schule tatsächlich der richtige Ort ist, um Finanzwissen nachhaltig zu vermitteln. Auch wenn sich immer mehr Schulen und Lehrer um die Gestaltung eines zeitgemäßen Unterrichts bemühen, erlebt man doch in den allermeisten Schulen weiterhin klassischen Frontalunterricht mit „bewährten“ Lehrmitteln.

Mit Lehrbuch und Tafel junge Menschen mit einem Thema zu erreichen, das ihnen in ihrem aktuellen Alltag noch weitgehend fremd ist, wird sicherlich nicht immer optimal gelingen. Ob ein weiteres Lehrangebot bei aktuell verbreitetem Lehrermangel und Schwierigkeiten der Aufrechterhaltung des Regelunterrichts überhaupt zu bewerkstelligen wäre, steht dabei noch auf einem ganz anderen Blatt.

Gefragt sind deshalb nicht zuletzt Banken und Sparkassen, die einerseits von Hause aus das fachliche Know-how besitzen, wenn es um Inhalte geht und andererseits frei vom Korsett eines Lehrplans und althergebrachter Lehrmethoden sind.

Kompetenz in der Finanzbildung: Banken statt Schulbanken

Banken sind gefragt, verständlicherweise „trockene“ Themen wie den Umgang mit den eigenen Finanzen sowie die Planung und Organisation der eigenen finanziellen Zukunft inklusive Jahrzehnte in der Ferne liegender Aspekte wie der Altersvorsorge so zu vermitteln, dass junge Menschen zuhören, verstehen, verinnerlichen und idealerweise motiviert werden, sich frühzeitig freiwillig zu engagieren.

Damit dies gelingt, müssen aber auch Banken umdenken: Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene – je früher Finanzbildung mit Grundlagen ansetzt, je früher Vertrauen aufgebaut und Interesse generiert wird, desto effektiver kann sie gelingen.

Gleichzeitig sind junge Menschen heute nicht mehr mit ihren Altersgenossen vor einigen Jahr-zehnten zu vergleichen: Mit einem Sparschwein zum Weltspartag oder einem hauseigenen Comic-Heftchen sind „Digital Natives“ heute nicht mehr zu erreichen, geschweige denn zu begeistern.

Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler

Stattdessen müssen Banken sich die Lebenswelten der jungen Zielgruppe erschließen. Das heißt vor allen Dingen, online präsent zu sein und zielgruppengerechten Content anzubieten. Die sozialen Medien stehen hier weit oben auf der Liste einer altersgerechten Kommunikationsstrategie.

Sie bieten eine große Vielfalt an Formaten, die geeignet sind, Zielgruppen von der jungen NextGen bis zu Studierenden und Berufseinsteigern anzusprechen: Reels, TikTok-Videos, Podcasts und weitere audiovisuelle Medienformate orientieren sich an den Konsumgewohnheiten der verschiedenen Altersgruppen.

Finanzbildung verlangt von Banken und Sparkassen hier eine detaillierte Strategie, die Inhalte und Formate zielgruppenspezifisch genau plant und im Vorfeld genau erörtert, welche Themen relevant sind und wie im ersten Schritt die erforderliche Aufmerksamkeit generiert und langfristig Wissen nachhaltig vermittelt wird.

Websites in der Finanzbildung: Information ist keine Holschuld

Neben einer kontinuierlichen und strategisch geplanten Präsenz in den sozialen Medien ist die eigene Website für Banken und Sparkassen ein wesentliches Element eines systematischen Engagements im Bereich der Finanzbildung.

Während eine Social-Media-Strategie aktiv den Kontakt zur Zielgruppe aufbauen soll, ist die Website gerade für die jüngere Zielgruppe der erste Anlaufpunkt auf der Suche nach relevanten und verlässlichen Informationen.

Hier genießen Banken auch bei der jungen Generation weiterhin einen fachlichen Vertrauensvorschuss. Damit dieser auch beim Thema Finanzbildung effektiv genutzt werden kann, darf der Informationsbedarf nicht ins Leere laufen.

Das heißt: Das Thema Finanzbildung muss explizit bedient werden und vor allen Dingen muss es leicht auffindbar sein. Junge Erwachsene sind nicht bereit, sich aufwendig durch Menüstrukturen zu navigieren, um herauszufinden, ob und wo sie Informationen zu Themen wie ETF, Altersvorsorge oder Vermögensaufbau finden.

Auch hier muss dabei eine Sprache und Formate gewählt werden, die den Konsumgewohnheiten der Zielgruppe entsprechen. Abgerundet wird das Angebot der Website durch digitale Services, bis hin zur App, die Interessierten einen niedrigschwelligen Zugang zum konkreten Beratungsangebot und Produkten bieten.

Neben dem digitalen Zugang können vor allen Dingen Banken und Sparkassen vor Ort eine Finanzbildungsstrategie um Präsenzformate erweitern. Events und Workshops sind hier ebenso zielführend einsetzbar wie Kooperationen mit Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen vor Ort.

„NextGen Finanzbildung 2026“ Unterrichtsbesuche dienen dem Lernziel

Engagement in der Finanzbildung ist für Banken und Sparkassen nicht nur eine Investition im Sinne einer Corporate Social Responsibility oder Imagepflege, sondern vielmehr ein mittelfristig unverzichtbares Element einer Wettbewerbsstrategie.

Gerade Banken vor Ort können sich auf diese Weise neue Zielgruppen erschließen und einen Gegenentwurf zur fortschreitenden Abwanderung junger Kunden zu reinen Online-Banken und Fintechs liefern. Insofern ist auch eine kritische Prüfung der Leistung einzelner Banken im Bereich der Finanzbildung legitim und sogar als Maßnahme objektiver Qualitätskontrolle sinnvoll.

Mit dem neuen Testformat „NextGen Finanzbildung 2026“ liefert die Gesellschaft für Qualitätsprüfung eine Kontrollinstanz, die das Bildungsangebot der Banken und Sparkassen auf den Prüfstand stellt, herausragende Leistung würdigt und Nachholbedarf und Versäumnisse sichtbar macht.

Quellen:

* AXA Vorsorge Report 2026

**AXA Vorsorgereport 2026

***Trendstudie „Jugend in Deutschland“, gefunden in SPIEGEL Panorama

Fotoquelle: Shutterstock 2313381155; 145003498

„Finanzbildung ist die vielleicht wichtigste Zukunftsaufgabe für Banken“

Interview mit Kai Fürderer, Mitglied der Geschäftsleitung der Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH, zum neuen Testformat „NextGen Finanzbildung 2026“

Redaktion (RD): Herr Fürderer, die Gesellschaft für Qualitätsprüfung erweitert den Young Finance Award um das neue Testformat „NextGen Finanzbildung 2026“. Warum beschäftigen Sie sich dieses Jahr so intensiv mit diesem Thema?

Kai Fürderer (KF): Weil Finanzbildung aus unserer Sicht eine der zentralen gesellschaftlichen Zukunftsaufgaben ist. Wir erleben aktuell eine Generation junger Menschen, die sich deutlich stärker mit Geldanlage, Vermögensaufbau, Altersvorsorge und finanzieller Selbstbestimmung beschäftigt als viele Generationen zuvor. Gleichzeitig werden finanzielle Entscheidungen immer komplexer.

Unsere NextGen Studie 2026 zeigt sehr deutlich, dass junge Menschen Finanzthemen wichtig finden und aktiv nach Informationen suchen. Dabei entstehen neue Informationswege, neue Erwartungen und auch neue Herausforderungen für Banken. Genau deshalb wollten wir die Frage beantworten: Welche Banken leisten heute bereits einen relevanten Beitrag zur finanziellen Bildung ihrer (jungen) Kunden?

RD: Worin unterscheidet sich „NextGen Finanzbildung 2026“ von klassischen Bankentests?

KF: Das Testformat verfolgt einen völlig anderen Blickwinkel. Wir bewerten nicht primär einzelne Produkte oder klassische Beratungsprozesse. Stattdessen analysieren wir, wie gut Banken junge Menschen dabei unterstützen, finanzielle Zusammenhänge zu verstehen und bessere Entscheidungen zu treffen.

Dabei betrachten wir Finanzbildung als strategische Aufgabe entlang der gesamten Customer Journey.

Wir untersuchen beispielsweise:

  1. Wie verständlich werden komplexe Finanzthemen erklärt?
  2. Werden Lebenssituationen junger Menschen aufgegriffen?
  3. Gibt es digitale Lern- und Informationsangebote?
  4. Werden Finanzthemen praxisnah vermittelt?
  5. Unterstützen Banken junge Kunden bei der Entwicklung finanzieller Handlungskompetenz?

Uns interessiert dabei nicht die Produktwerbung, sondern die tatsächliche Bildungsleistung und dies über alle Kanäle hinweg (von der Webseite über Podcasts bis hin zu Social Media).

RD: Warum gewinnt das Thema gerade jetzt an Bedeutung?

KF: Weil sich das Informationsverhalten radikal verändert. Junge Menschen informieren sich heute über soziale Medien, Podcasts, YouTube, ChatGPT oder Finfluencer. Banken konkurrieren längst nicht mehr nur mit anderen Banken, sondern mit einer Vielzahl neuer Informationsanbieter.

Die entscheidende Frage lautet deshalb: Schaffen es Banken, als vertrauenswürdige Quelle für Finanzwissen wahrgenommen zu werden?

Genau hier sehen wir enormes Potenzial. Denn Banken verfügen über Fachwissen, Erfahrung und Zugang zu den Menschen in wichtigen Lebenssituationen. Dieses Potenzial wird vielerorts noch nicht konsequent genutzt.

RD: Die NextGen Studie 2026 zeigt gleichzeitig eine hohe Bedeutung persönlicher Beratung. Ist das kein Widerspruch?

KF: Ganz im Gegenteil. Eines der spannendsten Ergebnisse unserer Studie lautet: Junge Menschen wünschen sich weiterhin persönliche Beratung. Rund 78 Prozent bewerten persönliche Beratung als wichtig oder sehr wichtig. Gleichzeitig sehen nur etwa 53 Prozent diesen Anspruch bei ihrer Hausbank erfüllt. Das zeigt, dass Beratung nicht an Bedeutung verliert. Aber die Erwartungen verändern sich.

Die junge Generation möchte selbstbestimmt Entscheidungen treffen. Sie erwartet Transparenz, Orientierung und verständliche Informationen. Beratung wird dadurch weniger zum Verkaufsgespräch und stärker zum Entscheidungsbegleiter. Finanzbildung und Beratung gehören deshalb unmittelbar bzw. untrennbar zusammen.

RD: Welche Rolle sollten Banken künftig in der Finanzbildung übernehmen?

KF: Banken sollten sich als Lernbegleiter ihrer Kunden verstehen. Wer Finanzbildung nur als Schulprojekt betrachtet, greift zu kurz.

Finanzbildung findet in Lebenssituationen statt:

  • erste eigene Wohnung,
  • erstes Gehalt,
  • Studienbeginn,
  • Berufseinstieg,
  • Familiengründung,
  • Vermögensaufbau,
  • Immobilienerwerb,
  • Altersvorsorge.

Genau in diesen Momenten entstehen Fragen und Informationsbedarfe. Die besten Banken werden künftig diejenigen sein, die diese Lebenssituationen erkennen und ihren Kunden rechtzeitig die passenden Informationen, Werkzeuge und Ansprechpartner anbieten.

RD: Kritiker könnten sagen: Finanzbildung gehört in die Schule und nicht zur Aufgabe von Banken.

KF: Natürlich brauchen wir mehr Finanzbildung in Schulen. Aber die Realität sieht anders aus. Viele finanzielle Entscheidungen treffen Menschen erst Jahre nach ihrer Schulzeit. Zudem entwickeln sich Produkte, Märkte und Rahmenbedingungen permanent weiter.

Deshalb braucht Finanzbildung mehrere Akteure. Schulen schaffen Grundlagen. Eltern vermitteln Erfahrungen. Medien sorgen für Aufmerksamkeit. Und Banken können dort unterstützen, wo konkrete finanzielle Entscheidungen anstehen. Aus unserer Sicht ist das keine Vertriebsaufgabe, sondern ein Beitrag zu mehr Verbraucherorientierung.

RD: Welche Banken werden im Test besonders erfolgreich sein?

KF: Nicht zwangsläufig die größten. Unsere Erfahrung aus allen Testformaten zeigt: Exzellenz entsteht selten durch Größe, sondern durch Konsequenz.

Erfolgreich werden Institute sein, die:

  1. junge Menschen wirklich verstehen,
  2. Lebenssituationen konsequent in den Mittelpunkt stellen,
  3. verständlich kommunizieren,
  4. digitale und persönliche Angebote intelligent kombinieren,
  5. Finanzbildung als strategische Aufgabe begreifen.

Viele Regionalbanken bringen dafür hervorragende Voraussetzungen mit.

RD: Die Gesellschaft für Qualitätsprüfung versteht sich seit Jahren als kritischer Marktbeobachter. Welche Rolle spielt dieser Anspruch beim neuen Test?

KF: Eine sehr große. Unsere Aufgabe ist nicht, Entwicklungen zu feiern oder schlechtzureden. Wir wollen Orientierung geben. Für Verbraucher bedeutet das Transparenz. Für Banken bedeutet das Inspiration.

Wir beobachten den Markt unabhängig und formulieren bewusst eine klare Meinung zu der Frage, was aus Kundensicht eine gute Lösung ist.

Dabei sind wir konstruktiv kritisch. Wir zeigen Stärken auf, benennen aber auch Defizite und Verbesserungspotenziale. Genau darin liegt aus unserer Sicht der Mehrwert eines guten Testinstituts.

RD: Was möchten Sie mit dem Young Finance Award insgesamt erreichen?

KF: Der Young Finance Award soll sichtbar machen, welche Institute die Zukunft bereits heute gestalten.
Mit Formaten wie „NextGen Bank“, „NextGen Privatbank“, „NextGen Vermögensverwalter“ und nun „NextGen Finanzbildung“ möchten wir nicht nur Rankings veröffentlichen.

Wir wollen Impulse setzen. Die Zukunft erfolgreicher Banken wird nicht allein durch Produkte entschieden. Sie wird durch Vertrauen, Orientierung, Finanzkompetenz und exzellente Beratung geprägt.

Finanzbildung ist dabei kein Nebenschauplatz. Sie könnte zu einem der wichtigsten Differenzierungsmerkmale im Wettbewerb um die nächste Kundengeneration werden.

Weitere Details und die Ergebnisse veröffentlichen wir im August 2026 auf unserer Homepage.

NextGen Finanzbildung 2026: Warum Banken Finanzbildung neu denken müssen

Finanzbildung gehört zu den meistdiskutierten Themen der vergangenen Jahre. Politik, Wissenschaft, Verbraucherschützer und Finanzdienstleister sind sich weitgehend einig: Die finanzielle Kompetenz in Deutschland muss gestärkt werden. Gleichzeitig zeigt sich jedoch ein bemerkenswerter Widerspruch. Noch nie gab es so viele Informationen rund um Geldanlage, Vorsorge oder Vermögensaufbau wie heute und dennoch fühlen sich viele Menschen weiterhin unsicher, wenn es um finanzielle Entscheidungen geht.

Insbesondere junge Zielgruppen stehen dabei im Fokus. Studien der OECD, des Bankenverbands, des SAFE-Instituts oder auch die Ergebnisse der „NextGen Studie 2026“ der Gesellschaft für Qualitätsprüfung zeigen ein klares Bild. Das Interesse an Finanzthemen ist hoch, die Nachfrage nach verständlichen und praxisnahen Inhalten steigt kontinuierlich, doch die bestehenden Angebote erreichen die Zielgruppen häufig nicht in ausreichendem Maße.

Vor diesem Hintergrund startet die Gesellschaft für Qualitätsprüfung mit „NextGen Finanzbildung 2026“ einen neuen, umfassenden Marktvergleich. Ziel des neuen Testformats ist es, die Finanzbildungsangebote von Banken und Sparkassen systematisch zu analysieren und insbesondere aus Sicht der jungen, digital-affinen Kundengeneration zu bewerten.

Dabei geht es bewusst nicht nur um die Frage, ob Finanzbildungsangebote vorhanden sind. Im Mittelpunkt stehen vielmehr die Qualität, Sichtbarkeit, Reichweite und Relevanz der Angebote.

Denn die entscheidende Frage lautet heute nicht mehr:
„Welche Bank bietet Finanzbildung an?“

sondern vielmehr:
„Welche Bank schafft es, Finanzbildung so aufzubereiten, dass junge Menschen sie tatsächlich konsumieren, verstehen und nutzen?“

Finanzbildung verändert sich grundlegend

Die klassische Finanzbildung war über viele Jahre stark geprägt von Broschüren, Vorträgen oder statischen Informationsangeboten. Diese Formate existieren weiterhin und erfüllen insbesondere im schulischen oder institutionellen Kontext nach wie vor eine wichtige Funktion. Gleichzeitig hat sich jedoch das Informationsverhalten junger Menschen massiv verändert.

Finanzwissen wird heute zunehmend:

  1. über Social Media konsumiert,
  2. über kurze Videoformate vermittelt,
  3. in Podcasts diskutiert,
  4. über Influencer und Creator erklärt,
  5. und häufig direkt in den Alltag integriert.

TikTok, Instagram, YouTube oder Podcasts haben sich längst zu relevanten Finanzbildungsplattformen entwickelt. Gleichzeitig entstehen neue Herausforderungen. Denn Reichweite bedeutet nicht automatisch Qualität. Gerade im Bereich der Finanzbildung ist die Qualität der Inhalte von zentraler Bedeutung.

Banken und Sparkassen verfügen hierbei über einen wichtigen Vertrauensvorteil. Sie besitzen die fachliche Kompetenz, regulatorische Erfahrung und oftmals auch die Nähe zur Zielgruppe. Die Herausforderung besteht jedoch darin, dieses Wissen zeitgemäß zu vermitteln.

Genau hier setzt der neue Test „NextGen Finanzbildung 2026“ bzw. „Exzellente Finanzbildung 2026“ an.

Zielsetzung des neuen Testformats

Mit dem neuen Testformat verfolgt die Gesellschaft für Qualitätsprüfung mehrere Ziele.
Zum einen soll erstmals transparent analysiert werden, wie Regionalbanken Finanzbildung digital und zielgruppengerecht umsetzen. Zum anderen soll sichtbar werden, welche Institute sich bereits heute als moderne Bildungsanbieter positionieren und welche Häuser noch stark auf klassische Informationslogiken setzen.

Dabei steht insbesondere die Generation der jungen Erwachsenen im Fokus:

  • Berufseinsteiger,
  • Studierende,
  • junge Anleger,
  • digital-affine Kundinnen und Kunden,
  • sowie die sogenannte „NextGen“.

Die Untersuchung analysiert dabei sowohl die klassischen Finanzbildungsangebote auf den Webseiten als auch die digitale Kommunikation über Social Media, Videoformate, Podcasts oder innovative Bildungsansätze.

Die sechs zentralen Bewertungskategorien

Der neue Test basiert auf sechs Hauptkategorien, die gemeinsam ein umfassendes Bild der Finanzbildungsqualität eines Instituts ermöglichen.

1. Sichtbarkeit & Auffindbarkeit

Wie leicht finden junge Menschen überhaupt Finanzbildung?

Die erste Kategorie analysiert die digitale Sichtbarkeit von Finanzbildungsangeboten.
Denn selbst hochwertige Inhalte verlieren ihren Nutzen, wenn sie von der Zielgruppe nicht gefunden werden.

Im Rahmen der Analyse wird untersucht:

  1. Gibt es eine eigene Finanzbildungsseite?
  2. Ist diese intuitiv erreichbar?
  3. Werden Finanzbildungsthemen aktiv auf der Startseite platziert?
  4. Gibt es spezielle Bereiche für junge Zielgruppen?
  5. Werden relevante Suchbegriffe wie ETF, Altersvorsorge oder Vermögensaufbau aktiv bespielt?

Gerade im digitalen Umfeld entscheidet die Auffindbarkeit zunehmend über die tatsächliche Wirkung eines Angebots. Viele Institute verfügen zwar über umfangreiche Inhalte, diese sind jedoch häufig tief in der Webseitenstruktur verborgen oder primär produktorientiert aufgebaut.

Die führenden Institute im Bereich Finanzbildung schaffen hingegen eigene Content-Welten, Landingpages oder digitale Plattformen, die Finanzwissen sichtbar und leicht konsumierbar machen.

2. Social Media & Content

Finanzbildung findet heute im Feed statt

Die zweite Kategorie analysiert die Nutzung von Social Media und digitalen Content-Formaten.
Hier zeigt sich derzeit die wohl größte Veränderung im Markt.

Während klassische Bankenkommunikation häufig noch stark auf Produktinformationen fokussiert ist, setzen moderne Institute zunehmend auf:

  • Reels,
  • TikTok-Videos,
  • Story-Formate,
  • Podcasts,
  • kurze Erklärvideos,
  • oder regelmäßige Finanzbildungsserien.

Bewertet werden unter anderem:

  • die Nutzung relevanter Plattformen,
  • die Regelmäßigkeit von Finanzbildungscontent,
  • die Verständlichkeit der Inhalte,
  • die Aufbereitung aktueller Themen,
  • die Interaktion mit der Community,
  • sowie die Reichweite und Sichtbarkeit.

Besonders spannend ist hierbei die Frage, ob Finanzbildung aktiv ausgespielt wird oder lediglich passiv bereitgestellt wird.

Die erfolgreichsten Institute im Markt denken Finanzbildung heute nicht mehr als statisches Informationsangebot, sondern als kontinuierlichen Content-Prozess.

3. Content-Tiefe & Didaktik

Echte Bildung statt reiner Aufmerksamkeit. Reichweite allein reicht nicht aus.

Gerade im Bereich Finanzen ist die Qualität der Inhalte entscheidend. Deshalb analysiert die dritte Kategorie die didaktische Tiefe und Struktur der Angebote.

Untersucht wird beispielsweise:

  • Werden Inhalte verständlich erklärt?
  • Gibt es unterschiedliche Schwierigkeitsgrade?
  • Werden Risiken transparent dargestellt?
  • Gibt es konkrete Praxisbeispiele?
  • Werden verschiedene Formate kombiniert?
  • Existieren strukturierte Lernpfade?

Die Kategorie trennt bewusst zwischen oberflächlicher Aufmerksamkeit und echter Wissensvermittlung.
Denn viele Inhalte erzielen zwar hohe Reichweiten, vermitteln jedoch nur begrenzten Mehrwert.

Die führenden Anbieter kombinieren dagegen:

  1. einfache Sprache,
  2. hohe fachliche Qualität,
  3. praxisnahe Beispiele,
  4. und moderne Vermittlungsformen.

4. Zielgruppenfitness & NextGen-Fokus

Spricht die Bank wirklich die Lebensrealität junger Menschen an?

Die vierte Kategorie stellt die Perspektive der Zielgruppe konsequent in den Mittelpunkt. Denn moderne Finanzbildung muss sich an der Lebensrealität der Nutzer orientieren.

Analysiert wird unter anderem:

  • Werden typische Lebenssituationen adressiert?
  • Werden Themen wie erste Wohnung, erstes Gehalt oder ETF-Sparen aufgegriffen?
  • Ist die Sprache authentisch?
  • Sind die Formate modern und visuell?
  • Wird Finanzbildung alltagsnah vermittelt?

Die Analyse zeigt bereits heute deutlich: Junge Menschen erwarten keine klassischen Bankvorträge.

Sie erwarten:

  • schnelle Orientierung,
  • verständliche Inhalte,
  • konkrete Handlungshilfen,
  • und Formate, die sich in ihren digitalen Alltag integrieren.

Die erfolgreichsten Institute schaffen es dabei, Finanzbildung nicht wie Unterricht wirken zu lassen, sondern wie relevanten Content.

5. Angebotsbreite & Ökosystem

Finanzbildung endet nicht beim Social-Media-Post

Die fünfte Kategorie analysiert die Breite und Verzahnung der Angebote. Denn moderne Finanzbildung entsteht zunehmend als Ökosystem.

Bewertet werden:

  1. Schulprogramme,
  2. Workshops,
  3. Webinare,
  4. Events,
  5. Podcasts,
  6. Apps,
  7. digitale Tools,
  8. sowie Kooperationen mit Schulen, Hochschulen oder externen Partnern.

Dabei zeigt sich, dass insbesondere die erfolgreichsten Banken verschiedene Formate intelligent miteinander kombinieren.

Sie verbinden:

  • digitale Reichweite,
  • persönliche Nähe,
  • Community,
  • Beratung,
  • und Content.

Die Analyse untersucht deshalb nicht nur einzelne Maßnahmen, sondern die strategische Gesamtlogik der Angebote.

6. Innovation & Differenzierung

Welche Banken schaffen echte Wiedererkennbarkeit?

Die sechste Kategorie analysiert den Innovationsgrad der Finanzbildungsangebote.
Hier zeigt sich besonders deutlich, welche Institute Finanzbildung bereits heute als strategisches Differenzierungsmerkmal verstehen.

Bewertet werden unter anderem:

  • innovative Formate,
  • Edutainment-Ansätze,
  • Pop-up-Konzepte,
  • Creator-Formate,
  • Apps,
  • KI-basierte Ansätze,
  • oder klar erkennbare Signature-Formate.

Einige Banken entwickeln mittlerweile eigenständige Marken oder Plattformen rund um Finanzbildung.

Diese Institute schaffen es, Finanzwissen mit Unterhaltung, Community und digitaler Sichtbarkeit zu verbinden.
Genau hier entstehen derzeit die spannendsten Entwicklungen im Markt.

Wirkung statt Angebotsmenge

Ein zentrales Ziel der Studie besteht darin, die Perspektive auf Finanzbildung grundlegend zu verändern. Denn die Anzahl der Angebote allein sagt nur wenig über deren tatsächliche Wirkung aus.

Viele Banken verfügen über umfangreiche Informationsangebote, erreichen damit jedoch nur begrenzte Aufmerksamkeit.

Die entscheidenden Fragen lauten daher:

  • Wird Finanzbildung aktiv konsumiert?
  • Werden Inhalte freiwillig genutzt?
  • Erzielt die Bank Reichweite und Relevanz?
  • Und gelingt es, Vertrauen und Kompetenz digital sichtbar zu machen?

Die Studie setzt deshalb bewusst einen Schwerpunkt auf Sichtbarkeit, Konsumierbarkeit und digitale Wirkung. Warum Finanzbildung zum strategischen Wettbewerbsfaktor wird.
Die Bedeutung von Finanzbildung wird in den kommenden Jahren weiter steigen.

Mehrere Entwicklungen verstärken diesen Trend:

  • zunehmende Eigenverantwortung bei der Altersvorsorge,
  • steigende Bedeutung des Kapitalmarkts,
  • höhere Komplexität finanzieller Entscheidungen,
  • digitale Informationsflut,
  • sowie die wachsende Bedeutung sozialer Medien.

Gleichzeitig verändert sich die Rolle der Banken. Junge Kundinnen und Kunden erwarten heute nicht mehr nur Produkte oder Beratung.

Sie erwarten:

  • Orientierung,
  • Einordnung,
  • verständliche Erklärungen,
  • und kontinuierlichen Mehrwert.

Finanzbildung entwickelt sich damit zunehmend vom gesellschaftlichen Auftrag zum strategischen Wettbewerbsfaktor.

Ausblick: Die Zukunft der Finanzbildung

Die Ergebnisse der Studie „NextGen Finanzbildung 2026“ werden zeigen, welche Institute die Transformation bereits aktiv gestalten.

Dabei zeichnet sich schon heute ein klares Muster ab. Die erfolgreichsten Banken denken Finanzbildung nicht als Broschüre oder Seminar.

Sie denken:

  1. in Plattformen,
  2. in Communities,
  3. in Serien,
  4. in digitalen Formaten,
  5. und in kontinuierlicher Sichtbarkeit.

Die Zukunft der Finanzbildung entscheidet sich damit nicht allein in der Qualität der Inhalte, sondern vor allem in der Fähigkeit, diese Inhalte relevant, sichtbar und konsumierbar zu machen.

Oder anders formuliert:
Finanzbildung ist heute kein Informationsproblem mehr. Sie ist ein Distributionsproblem.
Und genau dieses Problem macht „NextGen Finanzbildung 2026“ erstmals umfassend messbar.

Fotoquelle: Shutterstock 2767837455; Gesellschaft für Qualitätsbildung mbH

 

Finanzhunger der Gen Z: Warum finanzielle Unabhängigkeit zur strategischen Aufgabe für Regionalbanken wird

Die Generation Z will nicht einfach nur sparen. Sie will unabhängig sein. Finanzielle Freiheit, Selbstbestimmung und die Möglichkeit, das eigene Leben aktiv gestalten zu können, gehören inzwischen zu den zentralen Lebenszielen junger Menschen. Genau darin liegt eine der größten Chancen – aber auch eine der größten Herausforderungen – für Banken und Sparkassen in Deutschland.

Eine aktuelle Studie der IU Internationalen Hochschule zeigt eindrucksvoll, wie stark das Thema finanzielle Unabhängigkeit insbesondere die junge Generation beschäftigt. Für die große Mehrheit der Gen Z ist finanzielle Unabhängigkeit das wichtigste finanzielle Ziel überhaupt und dies ist deutlich stärker ausgeprägt als im Durchschnitt der Gesamtbevölkerung. Gleichzeitig machen sich viele junge Erwachsene Sorgen um Altersvorsorge, wirtschaftliche Stabilität und den langfristigen Erhalt ihres Lebensstandards.

Doch der Wunsch nach finanzieller Freiheit allein reicht nicht aus. Wer finanziell unabhängig werden möchte, benötigt drei Dinge: Einkommen, Disziplin und vor allem Wissen.
Genau hier beginnt die eigentliche Herausforderung.

Die Gen Z ist finanzinteressiert, aber nicht automatisch finanzgebildet

Die öffentliche Diskussion rund um die Generation Z ist häufig von Klischees geprägt. Mal gilt sie als konsumorientiert, mal als digital überfordert oder gar beratungsfern. Die Realität ist deutlich differenzierter.

Die IU-Studie zeigt einerseits eine hohe Motivation und Hoffnung im Umgang mit Geld, andererseits aber auch Unsicherheiten und ein erhöhtes Risiko impulsiver finanzieller Entscheidungen. So geben junge Erwachsene deutlich häufiger an, Geld spontan auszugeben, obwohl sie eigentlich langfristige Ziele verfolgen wollten. Gleichzeitig beeinflussen soziale Medien die finanziellen Entscheidungen der Gen Z wesentlich stärker als bei älteren Generationen.

Das ist ein hochrelevanter Befund.

Denn wer finanzielle Informationen überwiegend über TikTok, Instagram oder YouTube konsumiert, trifft zwangsläufig auch auf vereinfachte, emotionalisierte oder teilweise problematische Inhalte. Zwischen ETF-Sparplan, Kryptowährungen, „Finfluencern“ und kurzfristigen Renditeversprechen entsteht schnell der Eindruck, finanzielle Unabhängigkeit sei lediglich eine Frage der richtigen App oder der nächsten (guten) Investmentidee.

Doch nachhaltiger Vermögensaufbau funktioniert anders.

Finanzielle Unabhängigkeit entsteht nicht durch einzelne Produkte, sondern durch ein grundlegendes Verständnis von Geld, Risiko, Vorsorge und langfristiger Planung. Genau deshalb wird Finanzbildung zu einer der zentralen Zukunftsaufgaben der Finanzbranche.

Die NextGen Studie zeigt deutlich, dass junge Kunden  Orientierung wollen

Auch die Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH kommt im Rahmen der „NextGen Studie 2026“ zu einem klaren Ergebnis: Junge Erwachsene sind keineswegs beratungsfern oder ausschließlich digital orientiert. Vielmehr erwarten sie eine Kombination aus digitalen Angeboten, verständlichen Informationen und persönlicher Orientierung.

Besonders spannend ist dabei, dass persönliche Beratung weiterhin eine hohe Bedeutung besitzt, allerdings in einer anderen Form als früher. Junge Menschen wünschen sich keine produktgetriebene Verkaufsberatung, sondern verständliche Begleitung entlang ihrer konkreten Lebenssituationen:

  1. erste Wohnung,
  2. erstes Gehalt,
  3. Berufseinstieg,
  4. Vermögensaufbau,
  5. Altersvorsorge,
  6. Absicherung der Arbeitskraft,
  7. oder die ersten größeren finanziellen Entscheidungen.

Gerade Regionalbanken besitzen hier eigentlich ideale Voraussetzungen. Sie verfügen über Nähe, Vertrauen, regionale Verankerung und persönliche Ansprechpartner. Doch diese traditionellen Stärken müssen künftig stärker mit moderner Finanzbildung, digitalen Informationsangeboten und niedrigschwelligen Beratungsformaten verbunden werden.

Finanzbildung wird zum Wettbewerbsfaktor

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht mehr, ob Banken digitale Angebote benötigen. Die entscheidende Frage lautet vielmehr:
Welche Institute schaffen es, jungen Menschen echte finanzielle Kompetenz zu vermitteln?
Denn die Gen Z sucht heute nicht nur Produkte. Sie sucht erst einmal Orientierung.

Institute, die Finanzthemen verständlich erklären, Transparenz schaffen und junge Menschen frühzeitig bei wichtigen finanziellen Entscheidungen begleiten, werden langfristig Vertrauen aufbauen können. Genau dieses Vertrauen entscheidet künftig darüber, welche Bank zur langfristigen Hausbank wird.

Dabei geht es längst nicht nur um klassische Beratungsgespräche in der Filiale. Finanzbildung entsteht heute an vielen Touchpoints gleichzeitig:

  • über verständliche Webseiten,
  • über Social Media,
  • über Podcasts,
  • über Chat-Dialoge,
  • über digitale Finanzplanung,
  • über hybride Beratungsmodelle,
  • und über eine Kommunikation, die die Lebensrealität junger Menschen tatsächlich versteht.

Die „NextGen Studie 2026“ zeigt dabei sehr deutlich, dass Banken mit modernen digitalen Informations- und Beratungsangeboten durchaus hohe Relevanz bei jungen Kundinnen und Kunden erreichen können.

Deshalb analysiert die Gesellschaft für Qualitätsprüfung künftig auch die Finanzbildung

Genau aus diesem Grund richtet die Gesellschaft für Qualitätsprüfung ihren Blick künftig noch stärker auf das Thema Finanzbildung im Rahmen der Studie „NextGen Finanzbildung“.

Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie Regionalbanken junge Menschen dabei unterstützen, finanzielle Zusammenhänge besser zu verstehen und eigenständige finanzielle Entscheidungen treffen zu können.

Denn exzellente Beratungsqualität beginnt nicht erst beim Produktabschluss. Sie beginnt viel früher – nämlich dort, wo Banken Orientierung geben, Wissen vermitteln und finanzielle Zusammenhänge verständlich machen.

Der „Finanzhunger“ der Gen Z ist real. Junge Menschen wollen verstehen, wie Vermögensaufbau funktioniert. Sie wollen finanziell unabhängig werden. Und sie sind bereit, sich mit Geld intensiv auseinanderzusetzen.

Die entscheidende Frage lautet deshalb:

Welche Banken schaffen es, diesen Finanzhunger in langfristiges Vertrauen, nachhaltige Kundenbeziehungen und echte finanzielle Kompetenz zu übersetzen?

Die Testergebnisse zu der Studie „NextGen Finanzbildung 2026“ werden spätestens im August 2026 auf unserer Webseite veröffentlicht.

 

Fotoquelle: Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH; shutterstock_1200166171

„Vom Bankschalter zur Banking-App: Warum Beratung trotz Digitalisierung wichtiger denn je wird“

Die klassische Bankfiliale verliert zunehmend ihre frühere Selbstverständlichkeit als zentraler Kontaktpunkt zwischen Kunde und Bank – genau das zeigt die aktuelle Studie von YouGov sehr deutlich.

Während früher der Gang zur Filiale für Überweisungen, Beratung oder Kontoeröffnung selbstverständlich war, verschiebt sich die Interaktion heute immer stärker in digitale Kanäle. Banking wird mobil, permanent verfügbar und zunehmend Teil des alltäglichen Smartphone-Ökosystems.

Besonders spannend aus Sicht der Gesellschaft für Qualitätsprüfung ist dabei jedoch nicht der reine Rückgang der Filialnutzung, sondern die tiefgreifende Veränderung der Kundenerwartungen.
Die vergangenen Studien und Veröffentlichungen der letzten Tage zeichnen hierzu ein erstaunlich konsistentes Bild. Die Menschen wünschen sich digitale Einfachheit, Geschwindigkeit und intuitive Nutzererlebnisse – gleichzeitig steigt aber paradoxerweise auch das Bedürfnis nach Orientierung, Vertrauen und persönlicher Unterstützung.

So zeigte bereits die aktuelle Allianz-Studie zur Altersvorsorge, dass viele Menschen zwar wissen, wie wichtig finanzielle Vorsorge geworden ist, sich jedoch gleichzeitig überfordert fühlen, konkrete Entscheidungen zu treffen.

Der Allianz Vorsorge Index 2026 unterstreicht ebenfalls die große Diskrepanz zwischen Problembewusstsein und tatsächlicher Umsetzung. Die Folge ist, dass Kunden zunehmend nach verständlicher Begleitung in einer komplexer werdenden Finanzwelt suchen.

Genau hier entsteht die neue Rolle der Banken. Nicht mehr als reine Infrastruktur für Konten und Transaktionen – sondern als vertrauenswürdiger Navigator für finanzielle Entscheidungen.

Auch die BCG-Studie zu den sogenannten „Emerging Affluents“ bestätigt diesen Wandel eindrucksvoll. Junge, einkommensstarke und digital affine Zielgruppen erwarten heute eine nahtlose Verbindung aus exzellenter App-Nutzung, digitaler Selbstständigkeit und gleichzeitig hochwertiger persönlicher Beratung.

Digitale Kanäle ersetzen dabei nicht automatisch den Menschen – sie verändern vielmehr die Form der Interaktion. Beratung findet künftig häufiger per Video, Chat oder hybrid statt, muss aber weiterhin Kompetenz, Vertrauen und Individualität vermitteln.

Genau diese Entwicklung beobachtet die Gesellschaft für Qualitätsprüfung seit Jahren auch im Rahmen ihrer „NextGen Studie 2026“ sowie beim „Young Finance Award“. Die Generation Z und junge Millennials sind zwar mit Smartphones aufgewachsen, dennoch wünschen sich laut der Studienergebnisse rund 78 Prozent persönliche Beratung zumindest bei wichtigen Finanzentscheidungen.

Gleichzeitig haben sich die Maßstäbe massiv verändert. Junge Kundinnen und Kunden vergleichen Banken heute nicht mehr nur mit anderen Banken, sondern mit den Nutzererlebnissen von Spotify, Amazon, Apple oder Neo-Brokern. Geschwindigkeit, Verständlichkeit, Transparenz und digitale Erlebnisqualität werden damit zum Hygienefaktor.

Die YouGov-Studie macht zudem sichtbar, dass die Filiale künftig vor allem dort relevant bleibt, wo Komplexität, Vertrauen oder hohe finanzielle Bedeutung eine Rolle spielen: Baufinanzierung, Vermögensaufbau, Altersvorsorge oder Private Banking.

Gerade deshalb steigt die Bedeutung exzellenter Beratungsqualität sogar weiter an – allerdings nicht mehr ausschließlich innerhalb der Filiale selbst. Entscheidend wird vielmehr die Qualität der gesamten Customer Journey; von Social Media über die Website und Banking-App bis hin zur persönlichen Beratung und Nachbetreuung.

Parallel verändert sich auch die Informationswelt massiv. Die Podcast-Folge von „Finanz-Gourmet“ über Finfluencer und Finanzbetrug hat zuletzt eindrucksvoll gezeigt, wie stark junge Menschen ihre Finanzinformationen inzwischen über TikTok, Podcasts oder digitale Communities beziehen.

Dadurch steigt die Verantwortung seriöser Banken, Sparkassen und Finanzpartner, glaubwürdige, verständliche und authentische Inhalte bereitzustellen. Finanzbildung wird damit zunehmend zum strategischen Erfolgsfaktor.

Auch internationale Beispiele wie „George Junior“ der Erste Bank zeigen, wohin die Reise geht. Banking beginnt heute deutlich früher, wird spielerischer, digitaler und langfristiger gedacht. Banken versuchen zunehmend, Kundinnen und Kunden über verschiedene Lebensphasen hinweg digital zu begleiten – und damit früh Vertrauen aufzubauen.

Die zentrale Erkenntnis aus allen aktuellen Studien lautet deshalb, dass die Zukunft des Bankings weder rein digital noch rein filialbasiert ist. Erfolgreiche Institute schaffen vielmehr eine intelligente Verbindung aus digitaler Exzellenz, verständlicher Kommunikation und hochwertiger persönlicher Beratung.

Die Filiale verschwindet nicht vollständig – aber ihre Rolle verändert sich fundamental. Sie wird vom alltäglichen Transaktionsort zum Ort für Orientierung, Vertrauen und komplexe finanzielle Entscheidungen.

Oder anders formuliert: Die wichtigste Filiale der Zukunft befindet sich vermutlich nicht mehr an der Straßenecke – sondern direkt auf dem Smartphone. Entscheidend bleibt jedoch, ob hinter der App weiterhin echte Kompetenz, glaubwürdige Beratung und menschliche Relevanz spürbar sind.

Das bestätigt auch die ganz aktuelle Umfrage zum Finanzwissen der Deutschen vom Bankenverband. Das Interesse an Finanzthemen wächst – aber beim konkreten Wissen klaffen weiterhin große Lücken.

Genau das zeigt die aktuelle Studie des Bundesverbands deutscher Banken eindrucksvoll. Mittlerweile interessiert sich fast jeder zweite Deutsche aktiv für Finanz- und Wirtschaftsthemen.

Besonders spannend: Gerade die 18- bis 29-Jährigen zeigen ein deutlich höheres Interesse als noch vor wenigen Jahren. Gleichzeitig beschäftigen sich jedoch weniger als die Hälfte regelmäßig mit den eigenen Finanzen – und fast jeder zweite junge Erwachsene weiß nicht, was eine „Rentenlücke“ überhaupt ist.

 

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TOP 10 Anbieter aus dem Test „NextGen Direktbank 2026“

Ergebnisliste der EXZELLENTEN Anbieter aus dem neuen Testformat „NextGen Direktbanken 2026“:

Die ausgezeichneten NextGen Direktbanken 2026

Lfd. Nr. Name des Anbieters Gesamtnote
1 ING-DiBa AG 1,91
2 Consorsbank 2,01
3 comdirect 2,15
4 Deutsche Kreditbank AG 2,17
5 BBVA Deutschland 2,52
6 1822direkt 2,63
7 Revolut Bank 2,63
8 bunq 2,71
9 N26 2,71
10 Trade Republic Bank 2,89

Top-Direktbanken für die nächste Kundengeneration: Veröffentlichung der „Top 10 Direktbanken“ im Rahmen des Young Finance Award

Die Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH veröffentlicht heute die Ergebnisse einer weiteren Analyse im Rahmen des „Young Finance Award“. Erstmals wurden dabei die wichtigsten Direktbanken in Deutschland auf ihre Leistungsfähigkeit im digitalen Wettbewerb um die nächste Kundengeneration untersucht. Die besten Anbieter werden im Zuge der Veröffentlichung als „Top 10 Direktbanken 2026“ ausgezeichnet.
Grundlage der Untersuchung ist das bewährte Prüfkonzept des Bankentests „NextGen Bank“, mit dem bereits mehrere hundert Regionalbanken im Hinblick auf ihre Angebote für junge, digital affine Kundinnen und Kunden analysiert wurden.

Dabei zeigte sich, dass insbesondere die Qualität der digitalen Informationsangebote, die Verständlichkeit von Finanzthemen sowie die Konsistenz der Kommunikation über verschiedene Online-Kanäle hinweg eine immer größere Rolle spielen.

Vor diesem Hintergrund wurde die Analyse nun auch auf den Markt der Direktbanken ausgeweitet. Ziel der Untersuchung ist es, zu bewerten, wie überzeugend die wichtigsten Onlinebanken ihre Leistungen im Internet präsentieren, welche digitalen Services sie anbieten und wie gut sie junge Menschen bei der Orientierung in Finanzfragen unterstützen.

Bewertungsmodell aus dem NextGen-Bankentest

Wie bereits beim Testformat „NextGen Bank 2026“ basiert die Bewertung auf mehreren zentralen Kategorien. Im Mittelpunkt stehen dabei der sogenannte Digital-Check der Webseite, die Darstellung zentraler Bankleistungen und digitaler Services sowie die Qualität der Inhalte rund um Themen wie persönliche Finanzplanung.

Ergänzend werden auch die Aktivitäten der Institute auf Social-Media-Plattformen sowie deren Authentizität im digitalen Ökosystem untersucht. Die einzelnen Kategorien fließen mit unterschiedlicher Gewichtung in die Gesamtbewertung ein und ermöglichen damit eine differenzierte Einschätzung der digitalen Leistungsfähigkeit der Anbieter.

Orientierung für junge Kunden

Die Ergebnisse der Untersuchung liefern nicht nur eine aktuelle Standortbestimmung für den Direktbankenmarkt, sondern geben zugleich wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der digitalen Kundenansprache. Gerade für junge Erwachsene, die sich zunehmend online über Finanzthemen informieren, gewinnen transparente Informationen, verständliche Inhalte und niedrigschwellige Kontaktmöglichkeiten immer stärker an Bedeutung.

Mit der Veröffentlichung der „Top 10 Direktbanken 2026“ schafft die Gesellschaft für Qualitätsprüfung eine zusätzliche Orientierung für Verbraucherinnen und Verbraucher, die auf der Suche nach einem modernen und digital leistungsfähigen Bankpartner sind.

Gleichzeitig bietet der Vergleich den untersuchten Instituten eine wertvolle Benchmark für die Weiterentwicklung ihrer digitalen Angebote und ihrer Kommunikation mit der nächsten Kundengeneration.

Fokus auf digitale Kundenerlebnisse

Der Young Finance Award basiert auf den Erkenntnissen der NextGen Studie 2026, in der junge Erwachsene zu ihren Erwartungen, Präferenzen und Informationswegen rund um das Thema Finanzen befragt wurden.

Die Studie zeigt deutlich: Die Generation der 18- bis 30-Jährigen erwartet von Banken heute nicht nur funktionale Produkte, sondern vor allem transparente Informationen, digitale Services und eine verständliche Kommunikation über verschiedene Kanäle hinweg.

Die vollständigen Ergebnisse der Untersuchung sowie die Liste der ausgezeichneten Anbieter werden im Rahmen der Veröffentlichung auf der Webseite der Gesellschaft für Qualitätsprüfung präsentiert bzw. finden Sie in der Tabelle in diesem Beitrag.

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TOP 10 Anbieter aus dem Test „NextGen Vermögensverwalter 2026“

Ergebnisliste der EXZELLENTEN Anbieter aus dem neuen Testformat „NextGen Vermögensverwalter 2026“:

Die ausgezeichneten NextGen Vermögensverwalter 2026

Lfd. Nr. Name des Anbieters Gesamtnote
1 HRK LUNIS AG 1,36
2 LIQID Investments GmbH 1,44
3 Gerd Kommer Invest GmbH 1,52
4 VZ VermögensZentrum Bank AG 1,75
5 Flossbach von Storch SE 1,75
6 Plutos Vermögensverwaltung AG 1,81
7 nowinta Investmentservice GmbH 1,88
8 Pegasos Capital GmbH 1,99
9 Mademann & Kollegen GmbH 2,15
10 V.M.Z. Vermögensverwaltungsgesellschaft Dr. Markus C. Zschaber mbH 2,17

NextGen Vermögensverwalter 2026

Young Finance Award 2026: Aktualisierte Analyse kürt „Exzellente NextGen Vermögensverwalter 2026“

Die Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH veröffentlicht im Rahmen des Young Finance Award 2026 die aktuellen Ergebnisse zur digitalen Leistungsfähigkeit unabhängiger Vermögensverwalter.

Grundlage bildet eine umfassend aktualisierte Untersuchung der im Vorjahr durchgeführten Studie „Digital Champions 2025“.

Ziel der erneuten Prüfung war es, die Weiterentwicklung der digitalen Präsenz zu bewerten und zu analysieren, welche Häuser den gestiegenen Erwartungen junger Anleger besonders überzeugend gerecht werden.

Vom Digitalauftritt zur echten digitalen Erlebniswelt

Weiterhin steht vor allem die grundsätzliche Online-Präsenz im Mittelpunkt. Es geht dabei sowohl um den Digital-Check der Homepage (inkl. dem Umfang und der Qualität rund um die Dienstleistung Vermögensverwaltung) als auch um die Bewertung der Social-Media-Kanäle zzgl. der Authentizität im digitalen Ökosystem.

Hintergrund der Bewertung sind die Erkenntnisse aus der NextGen-Studie: Junge Kundinnen und Kunden informieren sich eigenständig, vergleichen intensiv die Angebote und erwarten verständliche, transparente sowie jederzeit zugängliche Informationen zur Geldanlage und dies noch bevor ein persönliches Gespräch stattfindet.

Daher wurde im Rahmen der Aktualisierung insbesondere geprüft,

  • wie verständlich Vermögensverwaltungs-Leistungen online erklärt werden,
  • wie gut Inhalte strukturiert und auffindbar sind,
  • welche Informations- und Lernangebote zur Verfügung stehen,
  • wie konsistent Anbieter über verschiedene digitale Kanäle auftreten,
  • und wie authentisch die Kommunikation insgesamt wirkt.

Mehr als eine Webseiten-Analyse

Die Bewertung ging bewusst über eine klassische Webseitenprüfung hinaus. Neben Struktur, Transparenz und Informationsumfang wurden auch Interaktionsmöglichkeiten, Inhalte zur Finanzbildung, Aktualität der Beiträge sowie die Einbindung verschiedener digitaler Kanäle untersucht.

Dabei zeigte sich: Eine moderne Vermögensverwaltung wird zunehmend an ihrer digitalen Verständlichkeit gemessen und nicht allein an ihrer Investmentkompetenz.

Besonders erfolgreich waren diejenigen Anbieter, denen es gelingt, komplexe Kapitalmarktthemen einfach zu erklären, Vertrauen aufzubauen und gleichzeitig ihre Investmentphilosophie klar erkennbar zu vermitteln. Die ausgezeichneten Häuser verbinden fachliche Expertise mit einer konsequent kundenorientierten (Online-) Kommunikation.

Auszeichnung „Exzellente NextGen Vermögensverwalter 2026“

Die besten Anbieter erhalten im Rahmen des Young Finance Award 2026 das Prädikat „Exzellente NextGen Vermögensverwalter 2026“. Die Auszeichnung steht für eine besonders verständliche, transparente und konsistente digitale Kommunikation und zeigt, welche Vermögensverwalter die Erwartungen der nächsten Anlegergeneration bereits heute erfüllen.

Die Ergebnisse verdeutlichen eine deutliche Entwicklung innerhalb der Branche. Die digitale Präsenz ist längst nicht mehr nur Marketinginstrument, sondern zentraler Bestandteil der Beratungsqualität. Für viele Interessenten beginnt Vertrauen bereits im ersten Online-Kontakt und entscheidet oft darüber, ob ein persönliches Gespräch überhaupt zustande kommt.

Orientierung für Anleger und Impuls für die Branche

Mit der Veröffentlichung verfolgt die Gesellschaft für Qualitätsprüfung zwei Ziele. Einerseits erhalten Interessierte eine objektive Orientierung bei der Suche nach einem geeigneten Vermögensverwalter. Andererseits bietet die Analyse den Anbietern selbst einen strukturierten Qualitätsmaßstab zur Weiterentwicklung ihrer digitalen Kommunikation.

Die aktuellen Ergebnisse zeigen: Die Anforderungen junger Anleger steigen kontinuierlich – ebenso wie die Qualität der digitalen Angebote in der Branche. Wer Vermögensverwaltung verständlich, transparent und konsistent erklärt, schafft Vertrauen. Genau darin liegt der entscheidende Wettbewerbsvorteil der ausgezeichneten NextGen-Vermögensverwalter.

Über den Young Finance Award

Der Young Finance Award der Gesellschaft für Qualitätsprüfung würdigt Finanzdienstleister, die die Erwartungen der jungen Kundengeneration besonders überzeugend erfüllen. Grundlage bilden wissenschaftlich fundierte Untersuchungen, umfangreiche Marktanalysen sowie strukturierte Bewertungsverfahren zur digitalen Präsenz und der Kommunikationsqualität.

Ergebnisse

Bei dem diesjährigen „Young Finance Award“ wurden die 36 Top-Vermögensverwalter im Detail analysiert, die mit einer exzellenten Beratungsleistung im diesjährigen Private-Banking-Test (Vermögensverwalter) bereits überzeugen konnten. Die ausgezeichneten „Top 10-Vermögensverwalter“ bezüglich des digitalen Ersteindrucks finden Sie bereits in der Ergebnistabelle in diesem Beitrag bzw. auf unserer Homepage. Für die Auszeichnung „Exzellenter NextGen Vermögensverwalter 2026“ wurde konsequent aus Sicht junger Anleger und ihrer Informationsgewohnheiten analysiert bzw. bewertet.

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Neues Testformat stellt Beratungs- und Servicequalität weiterhin in den Fokus

Im Interview spricht Kai Fürderer über die Teststrategie der Gesellschaft für Qualitätsprüfung und erklärt, warum neue Testformate den Blickwinkel des unabhängigen Testinstituts nicht verschieben, sondern im Sinne einer ganzheitlichen Betrachtung zielführend erweitern.

Mit dem neuen Testformat „Young Finance Award“ und der NextGen Studie 2026 werfen Sie einen konzentrierten Blick auf die Generation junger Bankkunden und deren spezifische Bedürfnisse. Ist das der neue Fokus?

Fürderer: „Ganz ohne Frage sind junge Erwachsene für Banken als Zielgruppe zunehmend wichtig, schließlich sind sie buchstäblich die Kunden von morgen. Auch wenn Statistiken zeigen, dass sie aufgrund ihrer finanziellen Möglichkeiten noch weniger Gewicht haben als ihre Eltern und Großeltern, entscheidet sich schon heute, wem sie später ihr Geld anvertrauen. Das heißt aber nicht, dass sich Banken und entsprechend auch wir nur noch mit der Gen Z und deren Nachfolgern befassen.“

Also ist nicht zu erwarten, dass etablierte Testformate wie der Bankentest „BESTE BANK vor Ort“ mittelfristig auslaufen?

Fürderer: „Das ist auf keinen Fall geplant. Im Gegenteil zeigen unsere Beobachtungen, nicht zuletzt in Gestalt der NextGen Studie 2026, dass persönliche Beratungs- und Servicequalität auch für junge Erwachsene zentrale Entscheidungskriterien bleiben.

Die regionale Bank vor Ort, die beim Bankentest ‚BESTE BANK vor Ort‘ im Mittelpunt steht bzw. die Nase vorn hat, hat ihre Bedeutung auch für junge Kunden grundsätzlich nicht verloren, sondern ist auch für die Generation Z bestens positioniert.“

Der Young Finance Award setzt in der Bewertung aber deutlich auf Aspekte wie Social Media und den Digital-Check; liegt da nicht der Schwerpunkt ausschließlich auf dem Online-Angebot?

Fürderer: „Der Digital-Check ist ein wichtiges Element in all unseren Testformaten. Damit verdeutlichen wir die fundierte Erkenntnis, dass der Bedarf an online-verfügbaren Informationen und Serviceleistungen über alle Generationen hinweg in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen hat und entsprechend von den Banken bedient werden muss.

Für die jüngere Generation gilt dies noch einmal deutlich verstärkt. Für Digital Natives ist das Internet die bevorzugte Informationsquelle, Instrument der Meinungsbildung und erste Anlaufstelle in unterschiedlichsten Bereichen des täglichen Lebens.

Dazu zählen die individuellen Angebote der Banken genauso wie die Sozialen Medien. Wir brauchen für den „Young Finance Award“ keinen neuen Test bzgl. der Beratungsleistung, sondern haben eine umfassende Bewertung des Onlineauftritts vorgenommen, der sich für junge Kunden darbietet, bevor sie einen Termin vereinbaren bzw. eine Beratung bei der Bank vor Ort wahrnehmen.

Also ersetzt die Online-Recherche zukünftig nicht die Bankberatung ?

Fürderer: „Durch die NextGen Studie 2026 haben wir die Erkenntnis gewonnen, dass zum Beispiel Künstliche Intelligenz ein großes Thema ist. Ihren Informationsbedarf decken immer mehr junge Erwachsene lieber mit Hilfe von ChatGPT als zum Beispiel mit Google.

Aber noch einmal: Das heißt nicht, dass junge Erwachsene nicht mehr auf persönliche Beratung und Service setzen. Im Gegenteil zeigt die Studie, dass junge Erwachsene die persönliche Beratung deutlich bevorzugen. Deshalb steht die Frage nach Beratungs- und Servicequalität auch für uns weiter im Mittelpunkt.

Aber es gilt, die digital-affine Kunden online abzuholen, damit überhaupt eine Beratung zustande kommen kann.“

Das klingt ja fast widersprüchlich. Wie sollen sich Banken da sinnvoll positionieren?

Fürderer: „Das ist weniger widersprüchlich als anspruchsvoll. Klar ausgedrückt: Die Anforderungen an Banken nehmen deutlich zu. Zum einen müssen sie sich weiterhin auf etablierte Kundenkreise konzentrieren, die zwar zunehmend auch digital denken, aber doch noch primär auf den persönlichen Kontakt zu ihrem Bankberater setzen, zum anderen müssen sie die Klaviatur der digitalen Präsenz routiniert bedienen, aber gleichzeitig auch ein persönliches Beratungs- und Serviceangebot bereitstellen, das sich ausdrücklich an der jungen Zielgruppe orientiert.“

Klingt nach einer Mammutaufgabe. Ist diese Form der Mehrgleisigkeit zu bewältigen?

Fürderer: „Extrem formuliert: Banken haben da kaum eine andere Wahl. Unsere Untersuchungen zeigen auch, dass Neobanken schon heute für viele junge Erwachsene in einzelnen Bereichen eine attraktive Alternative darstellen. Noch können sich die Regionalbanken in den Bereichen behaupten, die rein online agierende Anbieter schwer abdecken können.

Zum Beispiel ist Bargeld auch für junge Erwachsene deutlich wichtiger, als man annehmen mag und das Girokonto für den täglichen Zahlungsverkehr führen sie auch noch sehr oft bei einer Bank vor Ort. Wenn die aber in Beratung und Service die hohen Erwartungen nicht erfüllen – und das tun laut der NextGen Studie 2026 die meisten tatsächlich ungenügend – ist es nur ein kleiner Schritt, komplett umzusteigen.

Anders ausgedrückt: Exzellenz in persönlicher Beratung und Service sind für Banken mehr denn je der Schlüssel zum Erfolg.“

Also geht es um eine existenzielle Bedrohung?

Fürderer: „Unsere Studie zeigt, dass sich Banken eigentlich keine Sorgen machen müssten. Die junge Generation ist weiterhin an ihrem Angebot interessiert. Die Banken müssen nur erkennen, wie das Beratungs- und Serviceangebot zielgruppengerecht gestaltet sein muss.“

Welche Bedeutung haben in diesem Zusammenhang dann die verschiedenen Testformate?

Fürderer: „Aus Sicht der Banken bieten unsere Tests eine umfassende Anleitung, um das Beratungs- und Serviceangebot so vielseitig zu gestalten, dass Verbraucher verschiedener Altersgruppen, orientiert an ihren individuellen Bedürfnissen, Erwartungen und Anforderungen, abgeholt werden.

Mit dem Bankentest „BESTE BANK vor Ort“ begutachten wir die allgemeine Service- und Beratungsqualität der Regionalbanken, der Bankentest „SEHR GUT in der Baufinanzierung“ legt den Fokus ebenfalls auf ein breites Kundenspektrum mit Interesse am Thema Immobilien, der Private-Banking-Test stellt eine attraktive, solvente Zielgruppe in den Mittelpunkt und der Young Finance Award schärft den Blick für die junge Generation.

Zusammen mit den zugrundeliegenden Untersuchungen, wie der Kundenstudie und der aktuellen NextGen Studie, bieten wir so einen umfassenden Ein- und Überblick über alle Zielgruppen, die über Erfolg und Misserfolg der Regionalbanken entscheiden.

Die Ergebnisse der Bankentests sind dabei eine zuverlässige Möglichkeit der langfristigen objektiven Qualitätskontrolle.“

Also orientieren sich die Tests in erster Linie an den Interessen der Banken?

Fürderer: „Alle Testformate bieten ein klassisches Win-Win: Sie dienen dem Verbraucherschutz, indem sie Interessierte auf der Suche nach einer Regionalbank unterstützen und sind gleichzeitig ein Kontrollinstrument, das Banken gewissermaßen den Spiegel vorhält.

Im Ergebnis helfen sie dem Verbraucher dabei, einen qualifizierten und engagierten Partner zu finden und zeigen den Banken, wie gut es ihnen bereits gelungen ist, diese Rolle einzunehmen oder was sie noch verbessern können, um ihr gerecht zu werden.

Damit tragen unsere Test langfristig dazu bei, dass Banken besser werden und Kunden bessere Beratung und bedarfsgerechten Service vorfinden.“

 

Fotoquelle: Shutterstock 2619171777; 365329922;  Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH

TOP 10 Anbieter aus dem Bankentest „NextGen Privatbank 2026“

Ergebnisliste der EXZELLENTEN Anbieter aus dem Bankentest „NextGen Privatbank 2026“:

Die ausgezeichneten NextGen Privatbanken 2026

Lfd. Nr. Name des Anbieters Gesamtnote
1 Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank AG 1,43
2 Merkur Privatbank KGaA 1,63
3 M.M. Warburg & CO 1,69
4 Quirin Privatbank AG 1,75
5 Commerzbank AG 1,79
6 Bank Julius Bär Deutschland AG 1,81
7 Deutsche Bank AG 1,87
8 Fürstlich Castell´sche Bank, Credit-Casse AG 1,88
9 UBS Europe SE 1,90
10 Weberbank Actiengesellschaft 1,96

NextGen Privatbank 2026: Umfassende Analyse der Online-Präsenz und digitalen Sichtbarkeit deutscher Privatbanken veröffentlicht

Die Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH veröffentlicht heute die Ergebnisse ihrer aktuellen Untersuchung „NextGen Privatbank 2026“, einer erstmals durchgeführten Analyse der digitalen Präsenz der führenden Privatbanken in Deutschland.

Aufbauend auf dem etablierten Ansatz des Bankentests für Regionalbanken und der Auszeichnung „Digital Champions“ aus dem Jahr 2025 wurde ein umfassender Kriterienkatalog entwickelt, mit dem die Online-Leistung deutscher Privatbanken im Hinblick auf Informationsqualität, Nutzerfreundlichkeit, Darstellung der Vermögensverwaltung sowie deren Social-Media-Aktivitäten analysiert und bewertet wurden.

Digitale Qualität als neue Benchmark im Private Banking

In der Untersuchung standen drei zentrale Dimensionen im Fokus: Inhalt und Usability der Homepage, die qualitative und transparente Darstellung von Vermögensverwaltungslösungen sowie die Gesamtpräsenz in relevanten sozialen Medien, einschließlich LinkedIn, Instagram, YouTube, Facebook und weiteren Plattformen.

Ziel war es, die Leistungsfähigkeit der Institute aus Sicht eines modernen und digitalen Interessenten kritisch zu prüfen und den untersuchten Anbietern wie auch ihren Kunden eine fundierte Orientierungshilfe zu bieten.

Webseite, Vermögensverwaltung und Social Media: Wo Privatbanken heute überzeugen müssen

Die Ergebnisse der Analyse zeigen ein differenziertes Bild: Während einige Privatbanken bereits sehr überzeugende digitale Informationsangebote bereitstellen, bei denen die Inhalte gut strukturiert, verständlich und mobil optimiert sind, besteht bei anderen noch deutlicher Optimierungsbedarf – insbesondere bei der transparenten Darstellung von Anlagestrategien, der Vermittlung von Leistungsmerkmalen in der Vermögensverwaltung sowie bei der konsistenten Nutzung sozialer Medien als Kommunikations- und Kundengewinnungsinstrument.

Vor allem diese Konsistenz im digitalen Ökosystem ist eine Herausforderung, die zum aktuellen Zeitpunkt nur wenige Anbieter mit Bravour meistern.

Ein besonderes Augenmerk lag auf der Frage, ob und in welchem Umfang die Institute den Anspruch verfolgen, potenziellen Kundinnen und Kunden eine ganzheitliche, digital unterstützte Übersicht über ihre Leistungsangebote zu geben – von klassischen Vermögensverwaltungsstrategien über digitale Tools bis hin zu aktuellen Informationsformaten und Tutorials.

Viele der getesteten Banken haben hier bereits gute Ansätze gezeigt, etwa durch klar strukturierte Website-Rubriken, erklärende Inhalte oder regelmäßige Social-Media-Postings. Allerdings zeigen die Analyseergebnisse auch, dass dieses digitale Exzellenz nur bei ausgewählten Privatbanken voll und ganz genutzt wird.

Die analytische Bewertung bietet damit nicht nur eine Bestandsaufnahme des aktuellen digitalen Leistungsniveaus, sondern zugleich wertvolle Impulse für die weitere Optimierung der Online-Kommunikation und Positionierung deutscher Privatbanken im Wettbewerb um digital affine Kundenschichten.

Die vollständigen Ergebnisse der „NextGen Privatbank 2026“ stehen ab sofort auf der Website der Gesellschaft für Qualitätsprüfung bereit und liefern sowohl Entscheidern in den Instituten als auch privaten Finanzinteressierten Orientierung für die Bewertung digitaler Leistungsfähigkeit und Sichtbarkeit.

NextGen Privatbank 2026: Transparenz und digitale Sichtbarkeit entscheiden über Relevanz

Insgesamt wurden 26 Privatbanken (von Januar bis Februar 2026) analysiert und wir gratulieren insgesamt 10 ausgezeichneten Privatbanken für Ihr digitale Exzellenz. Diese dürfen ab sofort die Auszeichnung „NextGen Privatbank 2026“ im Rahmen ihrer Kommunikationsstrategie nutzen.

Über die Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH:

Die Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH ist ein unabhängiges Test- und Analyseinstitut, das sich auf die Bewertung von Service-, Beratungs- und Informationsqualität in der Finanzbranche spezialisiert hat. Mit etablierten Formaten wie dem Bankentest „BESTE BANK vor Ort“, dem Young Finance Award und dem Private-Banking-Test setzt das Institut seit Jahren Maßstäbe bei der transparenten Bewertung bankfachlicher Leistungsangebote.

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Ergebnispräsentation und Zusammenfassung der „NextGen Studie 2026“

Die NextGen Studie 2026 zeigt, dass Banking für die Generation Z relevant ist, aber nur dann, wenn Angebote einfach, transparent, digital unterstützt und gleichzeitig menschlich bleiben. Acht von zehn jungen Erwachsenen bewerten Finanzthemen als wichtig oder sogar als sehr wichtig, wobei klassische Kernleistungen wie Girokonto, Sparprodukte und Geldanlage weiterhin im Zentrum stehen.

Produkt- und Nutzungsverhalten

Das Girokonto bleibt die wichtigste Bankdienstleistung, gefolgt von Geldanlage und Sparprodukten. Bei der Geldanlage dominieren Tages- und Festgeld, während ETFs und Kryptowährungen vor allem die männliche Zielgruppe ansprechen. Gleichzeitig zeigt sich: Die Gen Z bevorzugt einfache, verständliche Produkte mit geringem Komplexitätsgrad.

Die Banking-App der Hauptbank wird bereits von knapp zwei Dritteln genutzt, Kreditkarten und Sparprodukte von über der Hälfte. Rund ein Drittel nutzt bzw. spart in ETF-Sparpläne. Beim Bezahlen bleiben klassische Verfahren relevant, doch Mobile Payment und PayPal sind fest im Alltag verankert – rund 75 Prozent nutzen PayPal mindestens einmal im Monat.

Service- und Beratungspräferenzen

Ein zentrales Ergebnis: Vertrauen schlägt Technologie. Transparenz ist der wichtigste Beratungsfaktor, gleichzeitig besteht hier der größte wahrgenommene Qualitätsabstand zur tatsächlichen Leistung der Banken.

Die Gen Z erwartet vor allem:

  • persönliche Beratung (vor Ort oder per Video),
  • Chat mit echten Beratern,
  • integrierte, ganzheitliche Finanzplanung in der App.

Die höchste Akzeptanz erzielen Institute, die menschliche Beratung mit digitalen Investment-Features kombinieren. Eine optimale Leistungskombination aus persönlicher Beratung, Finanzplanung, Chat, ETF-Sparplänen und Krypto-Angeboten erreicht bis zu 67 Prozent der Zielgruppe.

Informations- und Suchverhalten

Bei Finanzfragen greifen junge Kundinnen und Kunden zunächst häufig auf KI-Tools – wie bspw. ChatGPT – zurück. Gleichzeitig bleiben persönliche Beratung sowie Freunde und Familie die vertrauenswürdigsten Informationsquellen. Social Media spielt eine zentrale Rolle: Instagram, TikTok und YouTube sind die wichtigsten Reichweitenkanäle und dort ist auch das Interesse an „Banking-Content“ am höchsten; zwar nicht relativ, aber absolut.

Multibanking als Normalzustand

Nur 7 Prozent der Gen Z nutzen ausschließlich Angebote ihrer Hauptbank. Ergänzende Finanz-Apps wie PayPal, Apple Pay, Revolut oder Broker-Plattformen sind weit verbreitet. Haupttreiber sind Convenience beim Bezahlen, bessere Usability, Ausgabenkontrolle und einfaches Investieren. Besonders Neobank- und Broker-Nutzer haben eine ganz andere Wahrnehmung zu den „Informations- und Erklärangeboten“ ihrer jeweiligen Bank. Das liegt im Zweifel sowohl an einem größeren Interesse als auch teilweise an besseren Angeboten – u.a. zum Thema Finanzbildung.

Implikationen für Banken

Die Studie macht deutlich: Erfolgreiche Banken müssen für die Gen Z eine Hybridstrategie verfolgen:

  • Must-have: Transparenz, persönliche Beratung, digitale Erreichbarkeit, starke App-Funktionalität
  • Differenzierung: Integrierte Finanzplanung, Chat-Beratung, ETF- und Krypto-Angebote mit einfacher Nutzerführung
  • Hygienefaktor: Präsenz in KI-Suchen, Social Media und digitalen Touchpoints

Banken, die Beratungskompetenz mit digitaler Nutzererfahrung verbinden, sichern sich klare Wettbewerbsvorteile bei jungen Kundinnen und Kunden.

Die Highlights der Studienergebnisse sind folgende:

1. Über 40 % der Gen Z bewerten Finanzthemen als sehr wichtig. Banking ist relevant, muss aber alltagsnah und verständlich positioniert werden.

2. Das Girokonto bleibt das wichtigste Kernprodukt, gefolgt von Geldanlage und Sparprodukten.

3. Tages- und Festgeld sind die attraktivsten Anlageformen für die Gen Z. ETFs und Kryptowährungen sind vor allem bei männlichen Zielgruppen gefragt.

4. 63 % nutzen die Banking-App ihrer Hauptbank aktiv, mehr als die Hälfte nutzen Kreditkarten und Sparprodukte und die digitale Nutzung ist Standard.

5. PayPal wird von rund 75 % mindestens monatlich genutzt. Mobile Payment (Apple Pay / Google Pay) ist fest im Zahlungsalltag etabliert.

6. Transparenz ist der wichtigste Beratungsfaktor. Aber gleichzeitig zeigt sich hier der größte wahrgenommene Gap bzgl. der Qualität bei den Banken.

7. Persönliche Beratung (vor Ort oder per Chat) bleibt Top-Priorität. Diese wird ergänzt durch integrierte Finanzplanung in der App.

8. Die optimale Kombination aus Beratung und digitalen Investment-Features erreicht 67 % der Zielgruppe (u. a. Beratung, Finanzplanung, Chat, ETF- &       Krypto-Angebote).

9. KI-Tools wie ChatGPT sind die häufigste erste Anlaufstelle bei Finanzfragen. Aber persönliche Beratung und Familie genießen das höchste Vertrauen
in der Zielgruppe.

10. Nur 7 % der Gen Z nutzen nur ihre Hauptbank. Multibanking ist der Normalzustand, getrieben durch Convenience, Usability und einfaches Investieren.

Ab Seite 22ff. ist es äußerst spannend zu sehen, wie unterschiedliche die „klassischen Bankkunden“ zu den „Neo-Banken/-Broker-Kunden“ (aus der gleichen Zielgruppe) antworten, wenn es beratungsrelevante Themen bzw. (Informations-) Angebote geht.

Die finale Ergebnispräsentation finden Sie anbei:
Report-Gesellschaft für Qualitätsprüfung-NextGen

 

Fotoquelle: Shutterstock 2228369569