Seefeld: Während sich in einigen Landstrichen Deutschlands der Neubau einer Immobilie aufgrund fallender Preise von Bestandsimmobilien kaum noch lohnt, sind gerade in den grö-ßeren Städten die Immobilienpreise schon seit längerer Zeit zum Teil sehr stark gestiegen und führen dazu, dass sich viele Verbraucher eine Immobilie nicht oder nur noch mit einem hohen Anteil ihres monatlichen Einkommens leisten können.

Da die eigengenutzte Immobilie aber weiterhin von der Mehrheit der Bevölkerung als erstrebenswert angesehen wird und auch zu einer echten Vermögensbildung führt , kommt den Beratungsprozessen von Banken zu Baufinanzierungen eine immer größere Bedeutung zu.
Die Erfahrungen der Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH aus über 15.000 Testkäufen belegen jedoch eindeutig, dass viele Finanzdienstleister in ihrem Kerngeschäft, der Beratung von Privatkunden, über keine standardisierten Beratungsprozesse verfügen oder nur einzelne Beratungsschritte (vor-) definiert haben.

Doch gerade diese Prozesse und klaren Empfehlungen sind schon bei der Erstellung des Finanzierungskonzepts notwendig, da eine zu geringe Tilgungsrate und eine nicht passende Laufzeit schon bei einem leichten Zinsanstieg die Anschlussrate um fast 50 % erhöhen kann. Da viele Haushalte bereits aktuell zwischen 30% und 40% des monatlichen Einkommens für Wohnkosten ausgeben, wäre diese Steigerung der Kreditrate wohl für die Mehrheit nicht mehr realisierbar.

Neben der reinen Finanzierungsberatung (bzgl. Zinsbindung und Tilgung) ist auch eine umfassende Thematisierung der wichtigsten Absicherungen wichtig, damit die Immobilie durch die Bank nicht nur als Sicherungswert betrachtet wird, sondern sich die Bank auch mit und für den Kunden auf evtl. unvorhergesehene Ereignisse (bspw. eine längere Krankheit) vorbereitet.

Ausgangspunkt einer strukturierten ganzheitlichen Beratung sollte deshalb in der Baufinanzierung eine einheitliche Definition der einzelnen Lebensphasen, die Ermittlung des kundenindividuellen Bedarfs sowie die Festlegung von geeigneten Maßnahmen zur Schließung von existenziellen Risiken und Lücken im Bereich der Grundabsicherung sein.

Diese Vorgehensweise entspricht den Anforderungen des Deutschen Instituts für Normung (DIN) an eine standardisierte Finanzanalyse für den Privathaushalt (Bezeichnung: DIN SPEC 77222 – künftig DIN-Norm 77230) und trägt ebenfalls den Forderungen verschiedener Verbraucherschutzorganisationen – nach einer transparenten und objektiven Beratung – Rechnung.

Zielsetzung des DIN-Standards ist eine möglichst optimale Allokation der begrenzten finanziellen Mittel des Kunden auf Basis seiner Ziele und Bedürfnisse. Grundlage ist neben der Abfrage der Kundenwünsche auch die Berücksichtigung der vorhandenen Absicherungs- und Vorsorgelösungen sowie der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Kunden.

Mit Hilfe von priorisierten individuellen Handlungsfeldern des Kunden und einem SOLL-IST-Abgleich wird ihm nicht nur die Wichtigkeit der einzelnen Handlungsfelder, sondern auch der jeweilige konkrete Handlungsbedarf und somit die möglichen Produktlösungen transparent aufgezeigt.

Die Ostsächsische Sparkasse Dresden berät in der Baufinanzierung – wie auch im Privatkundengeschäft – schon seit Jahren ganzheitlich und entwickelt den bestehenden Beratungsprozess laufend weiter, um gerade in der aktuellen Niedrigzinsphase und der sehr unterschiedlichen Immobiliensituation im Geschäftsgebiet, die langfristige Sicherung der Finanzierung und die Absicherung der Kunden individuell berücksichtigen zu können.

Die Gesellschaft für Qualitätsprüfung wurde deshalb von der Ostsächsische Sparkasse Dresden beauftragt, die Umsetzung im Bereich „Finanzanalyse“ in der Baufinanzierung anhand der zentralen Anforderungen der des DIN-Standards auf Basis von über 210 Fragestellungen in 8 Kategorien zu überprüfen.

Die Bewertung in den Kategorien finden Sie in der beigefügten Pressemitteilung vom 30. November 2017

Pressemitteilung

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